With summer winding down

by Kaiserin

Liebe geht durch die Playlist, das gilt auf jeden Fall für mein jugendliches Ich. Damals, auf Myspace, als Dates noch nicht Date hießen und wir uns, bevor wir uns zum Küssen trafen, Kassetten schickten. Manchmal mehrere, eine zum Tanzen und eine zum Knutschen. Oder eine mit zwei Seiten: Die traurige und die fröhliche. Zeig mir deinen Musikgeschmack und ich sage dir, wie du küsst. Darauf war meistens Verlass. Weiterlesen

Wie viel Wissen tut uns gut?

by Kaiserin

Es sind die Fragen, die weh tun. „Wusstet ihr das vorher?“ Alle Eltern behinderter Kinder kennen diese Frage. Unzählige Male habe ich sie gehört. Eine andere: „Sowas gibt`s noch?“ Die rhetorische Frage einer älteren Dame, als sie meine erste Tochter bei einem Familienfest das erste Mal sah. Mit „sowas“ meinte sie meine mehrfach behinderte Tochter. Mit „das“ meinen die Leute die Behinderung der Kinder. Diese Fragen suggerieren: Muss das denn sein, ein behindertes Kind? Eine Frage, die sich niemand traut zu stellen, aber viele denken: Hätte man da nicht was machen können? Weiterlesen

„Ich kann nicht den Lead in einer Telefonkonferenz haben und gleichzeitig aufpassen, dass Amalia beim Übergeben keinen Mageninhalt aspiriert“

by Kaiserin

„Kannst du das Interview zeitnah veröffentlichen?“ fragt Magdalena per Mail. „Wir brauchen Munition.“ Magdalena kämpft gemeinsam mit anderen Eltern für den Erhalt von Integrationsplätzen in Frankfurter Kitas. Hier kommt das Interview mit einer Mutter, Rechtsanwältin und Kämpferin. Weiterlesen

Das Unwohlsein der modernen Mutter

by Kaiserin

Dieser Text entsteht als Sprachnachricht auf dem Fahrrad, ich fahre vom Büro zur Kita. Zehn Minuten habe ich noch, bevor die Kita schließt. Wenn ich schnell fahre, brauche ich eine Viertelstunde. Während ich auf meinem Fahrrad in mein Smartphone spreche, fahre ich über zwei rote Ampeln und das ist mehr als eine Metapher. Ich bin spät dran, wie immer. Gern hätte ich heute noch länger gearbeitet. Mein Kind mag es nicht, wenn es pünktlich abgeholt wird. Pünktlich bedeutet hier 16 Uhr, Schließzeit der Kita. Um 16 Uhr bin ich fast immer die Mutter, die später kommt als alle anderen Eltern. Ich habe keine Ahnung, wie die anderen Familien das machen. Weiterlesen

Musik von und mit Frauen

by Kaiserin

Popmusik ist weiblich – so lautete eine These, die in dieser Woche auf der re:publica besprochen wurde. Besprochen wurde sie von einer Musikjournalistin und zwei Musikjournalisten. Dass die Panelist*innen diese unglückliche Zusammensetzung selbst thematisierten und sich dabei sichtbar unwohl fühlten, machte den Diskurs zu „ShePop? Weibliche Körper in der Popmusik zwischen Subjekt und Objekt“ auch nicht besser. Frauen, ihre Körper und was sie damit tun, wurde hier mal wieder vor allem von Männern beurteilt. Sichtbar wurde dadurch, dass es nicht nur weiterhin im Musikbusiness ungleiche Chancen zwischen den Geschlechtern gibt, sondern dass sich das Ungleichgewicht auch im Musikjournalismus abbildet. Weiterlesen

Hä, was ist denn Inklusion?

by Kaiserin

In diesem Text geht es um das Wort „Inklusion“, darum, was es bedeutet und warum es wichtig ist. Der Begriff „Inklusion“ kommt aus einer sehr alten Sprache. Sie heißt Latein. Er bedeutet Einbeziehung, Einschluss und Zugehörigkeit – in der Schule, in der Freizeit, im Beruf, in den Medien, im ganzen Leben. Es geht um die Gesellschaft und um die Menschen, die in ihr leben. Weiterlesen

»Unmöglich. Aber machbar«
Bücher zum Lesen, Hören und Fühlen

by Kaiserin

Das schönste Mitbringsel von der Leipziger Buchmesse war ein Buch zum Fühlen. In die Hand gedrückt hat es mir Antje Mönnig, Gestalterin aus Leipzig. „Klapperlapapp – Formen und Oberflächen“ heißt es und soll das erste Buch einer neuen Kinderbuchreihe sein. Ein anderes Buch von Antje steht bei uns bereits seit 2015 im Bücherregal: Unmöglich. Aber machbar. Antje macht Bücher zum Lesen, Hören und Fühlen. Ich habe mit ihr übers Buchmachen, Verantwortung im Design und über das Wort „normal“ gesprochen. Weiterlesen

»Sicher und einfach ist hier nichts«
Filmtipp: »Uma und wir«

by Kaiserin

Tabea Hosche arbeitet als TV-Journalistin und Filmemacherin, meistens porträtiert sie in ihren Filmen Menschen mit Behinderung, erzählt Lebensgeschichten von anderen. In ihrem ersten Dokumentarfilm „Uma und ich“ zeigte sie ihr Familienleben – nah und ehrlich. Heute Abend läuft ihr zweiter Dokumentarfilm „Uma und wir“ im WDR, in dem sie ihre dritte Schwangerschaft und die Ambivalenzen rund um Pränataldiagnostik behandelt. Weiterlesen