Warum es toll ist, eine Mädchen-Mama zu sein

by Kaiserin

Gleich vorneweg: Es ist natürlich genau so toll, eine Jungen-Mama zu sein! Manchmal auch genau so nervig, genau so berührend, genau so ermüdend, genau so bewegend!

Das soll hier gar nicht zur Debatte stehen. Ich war mir ja bei beiden Schwangerschaften zu 100 Prozent sicher, dass es sich ein kleiner Kaiser in meinem Bauch gemütlich gemacht hat. Ich sah mich schon in der Basketball-Halle am Rand mitfiebern, Hosen flicken (okay, ehrlich: Hosen zum Flicken zum Schneider bringen), Matrosenhosen kaufen, auf Bäume klettern, Computerspiele zocken und alles, was noch das Klischee einer Jungen-Mama erfüllt.

Beim entscheidenden Ultraschall habe ich daher auch wirklich fassungslos verlangt, dass der Arzt „nochmal genau nachschaut“.

Hat er grinsend gemacht – mit gleichem Ergebnis: Kleidchen statt OshKosh-Latzhose. Dass die genau so süß an Mädchen aussehen, auch und vor allem an einem behinderten Mädchen, das wusste ich zu der Zeit noch nicht.

 

In der zweiten Schwangerschaft mussten wir gar nicht erst auf den Ultraschall warten, da wussten wir bereits in der dreizehnten Schwangerschaftswoche so ziemlich alles über die kleine Bauchbewohnerin. Vor allem, dass ihre Chromosomen genau so sind, wie es sich alle Eltern für ihr Kind wünschen: normal, 46,XX. Wir hatten uns zur Pränataldiagnostik in Form einer Chorionzottenbiopsie entschieden, doch dazu später mal mehr.

Als werdende Eltern arrangiert man sich dann ja sehr schnell mit dem Geschlecht des Kindes. Ich brauchte ungefähr eine Minute, dann war bei Kaiserin 1 der erste Schock verwunden und als der Anruf der Humangenetikerin in der Schwangerschaft mit Kaiserin 2 kam, war ich zwar auch erstmal ungläublig, aber die Freude über ein zweites Mal getragene hübsche Mädchenklamotten folgte schnell. Auch heute noch freue ich mich über jedes Kleidungsstück, das beide nacheinander tragen können. Gilt nicht für alle Anziehsachen, da Kaiserin 1 lang und untergewichtig ist, während ihre kleine Schwester zwar auch groß, aber eher „mehr zum Liebhaben“ ist. Kleider gehen aber meist für beide. Also hier, meine zuletzt erworbenen Schätzchen:

Maedchenklamotten

Zur Zeit tragen beide die gleiche Größe. Vermutlich wird sich das bald ändern und die kleine Schwester überholt die große. Der Grund, schöne Kleider zu kaufen, bleibt dann aber. Nur die Reihenfolge ändert sich.

Ein extra genähtes Kleid für die erste Kaiserin haben wir so schmal schneidern lassen, dass sie mittlerweile nicht mehr reinpasst, weil sie glücklicherweise in den vergangenen Monaten, seitdem sie einen Anus Praeter (Künstlicher Darmausgang) hat, an Gewicht (und Lebensfreude!) zugelegt hat. Ich möchte das maritime Kleid unserer Hamburger Deern aber nicht einfach so verkaufen, sondern suche ein ganz besonderes Mädchen mit ähnlich schmalen Maßen, dem wir damit eine Freude machen können.

seemannskleid

Das Kleid hat circa Größe 86, mit langen Armen, schmal geschnitten. Super für den Frühling! Wer sich beschenken lassen möchte, schreibt bitte eine kurze Mail an kaiserin@kaiserinnenreich.de. Das Kleid freut sich schon auf seine neue Besitzerin!

 

8 Kommentare zu “Warum es toll ist, eine Mädchen-Mama zu sein

  1. Hallo Kaiserin!

    Ich hab mich immer als Jungsmama gesehen, ja sogar schon als kleines Mädchen. Ich selbst war zwar immer das „typische“ Mädchen mit ganz viel Glitzer und Puppen, aber ich hatte nie besonders gute Erfahrungen mit Mädchen. Meine um 8 Jahre jüngere Schwester war der Horror, so lieb ich sie hab, aber sie war wirklich ein furchtbares Kind. Im Alter von 15 Jahren habe ich erstmals als Ferialjob in einer Krabbelstube gearbeitet und fühlte mich viel mehr zu den kleinen Jungs hinzugezogen. Als ich dann schwanger wurde, habe ich mir sehnlichst einen kleinen Jungen gewunschen und ich hatte auch das Gefühl einen zu bekommen. Naja, so war es dann eben doch nicht! Meine Frauenärztin konnte zu 100% sagen, dass ich eine Tochter bekommen, zuerst war ich etwas traurig, aber jetzt ist meine kleine Maus 4 Jahre und könnte mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Es ist toll eine Mädchenmama zu sein!

    Liebe Grüße Katharina

  2. Auch ich bin eine Mädchen-Mama. Drei Töchter ohne und eine mit Behinderung. Es ist klasse und sehr spannend, was die kleinen Frauen an unterschiedlichen Entwürfen leben. Für unsere Zweite war kein Baum zu hoch, unsere Erste erklärte mir im Kigaalter, dass sie dann mal am Sonntag eine Hose anziehen würde. Sonntags war von dem Versprechen nichts mehr übrig. Zum Glück waren damals die Leggins erfunden. So hat sie die Winter überlebt. Die eine spielt Klavier, die andere hockt nur vor mobilen Geräten und hört Stundenlang Hörbücher, die dritte war ein Wildfang, der seit drei Monaten nur noch auf dem Bett liegt und Bücher liest und selbst schreibt.
    Oh, was für ein schönes Idyll ich doch gezeichnet habe. Alle sind sie nervig, wollen erzogen werden und das jeden Tag, sind morgens schlecht drauf und abends kaum müde. Wieder ein Klischee.
    Die vierte, die mit der Behinderung, die war erst gar nicht süß und Kleidchen standen ihr auch nicht, weil sie nicht stand bis sie drei war.
    Aber auch ich freue mich, wenn ein Kleid mit Erinnerungen der nächsten passt. Nur leider werden sie auch etwas unmodern bei bis zu 11 Jahren Altersunterschied.

    Liebe Mareice, dein Blog tut gut, weil Normalität und Grauen des Alltags so nah beieinander liegen.

    • Liebe Mama 3+1,
      ist es nicht total abgefahren, wieviel die Kinder einfach so mitbringen auf diese Welt? Neben all dem Nerv ist es doch auch wunderbar, sie auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.
      – Oder?
      Herzliche Grüße!

  3. Hallo 🙂
    Bei mir war es genau umgekehrt. Ich war zweimal der festen Überzeugung, dass es ein Mädchen wird und jetzt habe ich zwei Jungs vor mir sitzen. Bei mir hat es allerdings ein paar Tage länger gedauert, den „Schock“ zu verdauen 😉
    Leider kann ich bei deinem Gewinnspiel jetzt nicht mitmachen, aber ich bin sicher, Jemand da Draußen wird sich bald ganz doll über das hübsche Kleidchen freuen! Wünsche dir einen guten Start ins Blogger-Leben!
    Herzlichst, Christine

    • Liebe Christine, danke für Deinen Kommentar. Wenn wir schon keine Kinderklamotten austauschen, dann doch gerne weiterhin Meinungen usw. Finde Dein Blog jedenfalls toll und werde öfter mal vorbeischauen. Herzliche Grüße, die Kaiserin.

  4. N. Jetzt der offizielle Weg. Ich glaub das wär was für die Lou. Die ist schmal! Oh ja! Und eine Piratin. Bounty. Und hat Eltern von der küste. Na und ich finds eine Ehre. Ihr könnt es uns auch borgen…. Liebe Grüße an deine Töchter! Toller Blog! Von der kränkelnden Lou und maria!

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