„Wir feiern, dass wir feiern können“ // Pride Parade

by Kaiserin

Tanzende Rollifahrer_innen, Gebärdensprache überall, Blinde, Gehörlose, Homosexuelle, Gehbehinderte, sichtbare und unsichtbare Behinderungen – alles ganz normal bei der Pride Parade. Gestern fand die Demonstration für Inklusion und Diversität wieder in Berlin statt und war eher eine Party; in diesem Jahr kamen 2.000 Menschen zusammen, um „behindert & verrückt“ zu feiern. Allen voran ein Wagen mit toller und liebevoll ausgewählter Musik, der meine Familie und mich dazu veranlasste, ganz am Anfang der Demonstration für menschliche Vielfalt zu gehen. Zwischendurch sahen und hörten wir immer wieder das Motto der diesjährigen Pride Parade: Freaks und Krüppel, Verrückte und Lahme, Eigensinnige und Blinde, Taube und Normalgestörte – kommt wieder raus auf die Straße, denn sie gehört uns! (…) Nur wenn wir uns unsere Rechte nehmen, können wir über uns verfügen. Deshalb: Trau dich zu fordern, was du brauchst! Zeige deine Sehnsüchte, dein Begehren, deine Freude, deine Lust!

Es war ein wunderbar bunter, sonniger und gut gelaunter Nachmittag gestern bei der Pride Parade! Immer wieder kam mir der Gedanke, wie traurig es ist, dass das alltägliche Straßenbild ein anderes ist, ein langweiligeres. Ich bin meiner behinderten Tochter dankbar, dass sie mir den Blick für diesen großen Schatz, der Diversität bedeutet, erweitert hat. Ein Hauch von (Barriere-)Freiheit lag gestern in der Kreuzberger Sommerluft.


Auch die RBB Abendschau hat berichtet.

 

Schreibe einen Kommentar

Erlaubte HTML tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>