Die kaiserliche Woche // KW 48

by Kaiserin

Im Familienalltag kommt ein Wochenrückblick oft zu kurz. Hier nehme ich mir die Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Mit meinen Lieblingslinks, Bildern von Instagram und Worten von mir.

Lesenswert: Ein Gespräch von vier Vollzeit arbeitenden Müttern in der ZEIT hat mich vor einigen Tagen gedanklich bewegt. Nun ist es auch online: „Zu Hause war ich diese Woche gar nicht“

Lesenswert II: Meine neue Lieblingsbloggerin Liz hat ihr erstes Kind per Kaiserschnitt entbunden. Um das Erlebte zu verarbeiten, hat sie darüber geschrieben. Für alle Frauen mit ähnlichen Erfahrungen, denen vielleicht die Worte fehlen: „Aus dem Bauch heraus“

Sehenswert I: Das Video „Liebe ist kein Argment“, in dem Hate Speech gegenüber behinderten Kindern und ihren Familien eine Stimme gegeben wird –was die Worte noch schmerzhafter macht. Anlass für die vielen hässlichen Kommentare war der Artikel „Elternglück, nur anders“ – über eine Familie mit zwei Kindern mit Down-Syndrom.

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Sehenswert II: Das Brandenburger Tor, von oben. Na ja, von nebenan.

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Bemerkenswert: Es ist 16 Uhr und wird schon dunkel. Seufz.

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Aufschreibenswert: Die Themen meiner Woche (trotz Rechtschreibfehler wichtig!).

7 Kommentare zu “Die kaiserliche Woche // KW 48

  1. Mareice, danke für den Link zum Zeit-Artikel. Da hat mich allerdings die kalte Wut gepackt. Warum? Nun, ich rate einmal dazu, nur die Fragen zu lesen.

    Ich persönlich hätte mich irgendwann geweigert, die unterstellenden, übergriffigen bzw. aggressiven Fragen des Interviewenden zu beantworten.
    Nun lebe ich aber auch in einem Land, in dem Vollzeit arbeitende Eltern die Norm und hochwertige ausreichende Kinderbetreuung der Standard ist. Und mache mal wieder drei Kreuze, dass ich mich damals für Vereinbarkeits-Emigration entschieden habe.

  2. Liebe Mareice,

    ich – als sonst stille Mitleserin – muss nun doch einmal meinen Mund aufmachen … vor Entsetzen! Diese Kommentare unter dem Artikel „Elternglück, nur anders“ haben mich mehr als erschreckt und vor allem traurig gemacht. Danke, dass du diesen verlinkt hast. Ich in meiner Bullerbü – Blase dachte wirklich, dass wir als zivilisierte Gesellschaft schon weiter sind. Allein einen Zusammenhang zwischen behinderten Menschen und Kapital herzustellen, ist eine absolut unmenschlicher Zug und danke meinen Eltern und meinem Umfeld, dass ich niemals solchem „Input“ ausgesetzt war, sondern stets auf Toleranz, Beziehungen, Liebe und Respekt mehr Wert gelegt wurde als auf materielle Dinge.

    Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für die Stolperfallen, die euch diese Menschen stellen werden!

    • Liebe Julia, mir geht es ähnlich wie dir. Ich war auch ziemlich entsetzt. Übrigens auch, als vor ein paar Tagen der erste behindertenfeindliche Kommentar mein Blog erreichte. Obwohl ich mir der Stolpersteine im Alltag bewusst bin, so hatte ich doch immer noch den Glauben daran, dass Menschen so nicht denken. Aber sie tun es. Daher werde ich weiter erzählen, welche Bereicherung meine behinderte Tochter für mich, meine Familie und die Gesellschaft ist. Herzliche Grüße, Mareice

  3. Puh,also den Text mit dem Kaiserschnitt fand ich heftig… Schlimm, dass die Autorin das so erlebt hat…. Hilft es aber anderen Müttern (bzw. werdenden Müttern) so etwas zu lesen? Genauso wie Texte über traumatisch schlimme „Spontangeburten“ (denn auch die gibt es ja)… Ich wage das zu bezweifeln. Es schürt sicherlich ganz viele Ängste (noch mehr, als die meisten wohl ohnehin schon haben) – und letzen Endes bin ich zumindest froh, dass die moderne Medizin heute solche Möglichkeiten bereit hält. Auch ich hatte eine KS, hab einiges ähnlich erlebt – aber alles in allem überhaupt nicht so dramatisch und sehe es auch im Nachhinein eher „nüchtern“… Klar, auch ich hatte mir das Ganze anders vorgestellt (obwohl, welche „Vorstellung“ hat man schon vor der Geburt des ersten Kindes?!) … Ein Kaiserschnitt ist sicherlich für die wenigsten Frauen eine Wunschgeburt, ich empfinde es aber auch als sehr problematisch, dass man oftmals den Eindruck bekommt, man müsse sich nun irgendwie „unvollkommen“ fühlen. Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass die Autorin da wirklich Schlimmes durchgemacht hat, aber es entsteht vielleicht der Eindruck, dass ein Kaiserschnitt per se immer traumatisch und furchtbar sein muss….

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