„Kannst du schon…?“ und andere Fragen

by Kaiserin

Schmeckt dir deine Brezel? ist eine Frage, die Kaiserin 2 sehr oft zu hören bekommt. Kaiserin 1 hingegen wird selten etwas gefragt. Meistens wird über sie hinweg gesprochen.

Die häufigsten Fragen, die fremde Menschen Kaiserin 2 stellen:
1. Na, schmeckt`s dir gut? / Na, dir schmeckt`s wohl gut?
2. Kannst du denn schon so schnell Laufrad/Skateboard fahren?
3. Noch ein Puzzle?
4. Wo hast du denn deine Schwester gelassen?
5. Wie alt wirst du denn?

Die häufigsten Fragen, die fremde Menschen Kaiserin 1 stellen:
1. Was hat sie denn? *
2. Bist du müde?
3. Bist du krank?
4. Hast du kalte Füße/Hände?
5. Wo ist denn deine Schwester?

* werden wir Eltern gefragt

Die häufigsten Fragen, die fremde Menschen uns Eltern zu Kaiserin 1 stellen:
1. Was sieht sie denn?
2. Was hört sie denn?
3. Kann sie laufen?
4. Kann sie sprechen?
5. Wusstet ihr das vorher?

Großartig finde ich übrigens den Ansatz von Mirka, Kindern nur noch zwei Kannst du…?-Fragen zu stellen:
1. Kannst du noch ein bißchen Kind sein?
2. Kannst du „Nein“ sagen?

Welche Fragen hören eure Kinder ständig?
Über welche freut ihr euch, welche könnt ihr nicht mehr hören?
Ich bin gespannt und freue mich auf eure Antworten!

17 Kommentare zu “„Kannst du schon…?“ und andere Fragen

  1. Ich hab mir über die ganze Fragerei bisher keine Gedanken gemacht, aber heute kam mal wieder eine Frage, die ich früher doch recht häufig hörte: „Was hat er denn da (an der Stirn) gemacht? Hat er sich gestoßen?“ (Nein, das ist ein Blutschwämmchen.) Da war ich doch sehr überrascht, denn das Schwämmchen ist kaum noch zu sehen.
    Gleich danach kommt dann wohl die Frage von der Kinderärztin: „Na, was hast du denn?…Ach ja, ich höre schon.“ (Husten…) Auch heute. Und auch davor schon sehr oft.
    Hm, wenn ich so überlege, fällt mir doch eine Menge ein…ich fang dann mal an zu sammeln 😉

    LG
    Karo

  2. Das ist lustig, gerade neulich stellten wir fest, dass die häufigste Frage, die Fremde unseren Kindern unterwegs stellen, jene ist: „Möchtest du eine Scheibe Wurst/einen Traubenzucker/ein Bonbon?“.
    Auch wenn ich es grundsätzlich schätze, wenn Fragen direkt an die Kinder gestellt werden, wäre es mir bei dieser Frage manchmal umgekehrt lieber.

    Die lustigste Frage, die K2 häufig gestellt bekommt: „Na, hast du feine Locken?“. Ja. Sie hat Locken. Meist antwortet sie dann „Neiiiin!“

  3. Liebste Mareice,

    bei aller Liebe muss ich hier mal sagen, dass ich die Fragen so schlimm nicht finde. Menschen sind in manchen Situationen unsicher (nicht alle Menschen haben Kinder/können mit ihnen umgehen) und sagen einfach irgendwas. Ich finde eine Welt in der mein Kind gefragt wird, ob ihm seine Brezel schmeckt schöner als eine, in der es nichts gefragt wird.

    Und zumindest aus meiner Perspektive (ich maße mir nicht an, das beurteilen zu können) finde ich es nicht verwerflich, eine Frage zum Wohlbefinden oder zu der Behinderung eines behinderten Kindes zu stellen. Ist das nicht besser, als gar nichts zu fragen? Und nur zu starren?

    Klar nerven manche Fragen. Aber: mir ist es lieber die Menschen fragen irgendwas und zeigen damit ein bisschen Interesse an meinem Kind und seiner Welt, als dass sie einfach ignorant sind. Und auf eine „doofe“ Frage folgen ja manchmal ganz erhellende Antworten. Oder?

    x
    Caro

    • Liebe Caro,
      danke für Deinen Kommentar! Geht mir ganz genau so. Gegen die meisten Kaiserin 2-Fragen habe ich überhaupt nichts (habe ich so auch nicht geschrieben, oder? – wenn doch, dann habe ich es nicht so gemeint). Im Gegenteil, ich freue mich (fast) immer, wenn meine Kinder angesprochen werden.
      Vor allem freue ich mich immer, wenn sie direkt angesprochen werden – denn dieses „über den Kopf des Kindes hinweg Sprechen“ ist eigentlich das einzige, was mir nicht gefällt.
      Also nochmal zusammenfassend: Dieser Post war keine Beschwerde. Sondern einfach nur eine Beschreibung des Ist-Zustands.
      Herzliche Grüße, Mareice

      • Geschrieben hast du das nicht, aber es kam so rüber – und die Kommentare waren schon alle in die Richtung: Woah, ja das nervt ja so. Ich muss zugeben dass ich oft bei den Kindern anderer genau die Fragen stelle, die mich selbst manchmal genervt haben (Wie schläft das Kind? Junge oder Mädchen?…). Und vielleicht hab ich mich auch ein bisschen angegriffen gefühlt, weil ich die von dir genannten Fragen euch gegenüber auch schon (zum Teil) gestellt habe. Ich hoffe sehr dass ich dich (oder K1, oder K2) damit nicht genervt habe. 😉

        • Klassischer Fall von Missverständnis!
          Ich finde fragen auch besser als nicht fragen. Wenn mein Text überhaupt irgendeinen pädagogischen Anspruch haben soll, dann eher den, dass ich zeigen wollte, wie sehr sich die Fragen unterscheiden. Einfach mal so, zum Nachdenken. Hihi.
          Aber nicht mit Zeigefinger. Und erst Recht nicht in deine Richtung. <3

  4. In der Bahn: Beide Kinder tragen je ein bunter Augen- (Okklusions)pflaster.
    Kind (6): Früher waren die Augenpflaster nicht so schön bunt….
    Kind (1): Warum trägt es das denn? Muss das sein? Es ist doch noch so klein….
    Der Vorwurf ist nicht zu überhören. (Dabei ist das Pflaster nur das kleinste Problem…)

  5. Interessante Fragestellung 🙂

    Meine Kinder waren beides Schreibabys und sind auch heute noch ähnlich, klar, das ist nicht mehr das Babyschreien, aber sie weinen beide viel, sind sehr laut. Deshalb sind die häufigsten Fragen, die die Kinder bzw. ich zu hören bekommen: „Warum weint er/sie denn?“ „Geht das auch leiser?“ Und als Babys dann natürlich das unvermeidliche „Hat der/die Hunger?!“ AAAAARRRRGGGHHHH!!!!

    Ansonsten sind auch häufige Fragen „Wie heißt du?“ „Wie alt bist du?“ Das finde ich, je nachdem, wer das fragt und wie das gefragt wird, von total okay bis total doof 😉 Interessant, dass beide Kinder das ähnlich zu empfinden scheinen, denn oft geben sie bereitwillig Auskunft, wenn ich auch ein positives Gefühl habe und halten brav den Mund, wenn ich es auch tun würde.

    Ach, und der Sohn hört zur Zeit tatsächlich öfter mal „Gehst du denn auch bald in die Schule?“ Das macht ihn stolz, denn er ist deutlich kleiner, als die meisten seiner Alterskollegen und findet das momentan total funky, wenn jemand erkennt, dass er Vorschulkind ist 🙂

    Liebe Grüße aus Freiburg!

  6. ,,Wie alt ist er denn?“ Bis Jona 2 war, war das sicher die häufigste Frage, die ich zu hören bekam. Danach konnten anscheinend auch Fremde erkennen, dass sie ein Mädchen ist und inzwischen lautet die häufigste Frage zuerst ,,Wie alt bist du denn?“ Weil Jona aber meist keine Lust hat, folgt darauf sogleich an mich ,,Wie alt ist sie denn?“
    Eigentlich fänd ich es toll, wenn mal jemand fragen würde: ,,Wie geht’s dir denn?“

  7. Hans(6): Wie war es in der Schule?
    Helene(4): Warum brauchst Du eine Brille?
    Hubi(2) : Was hat er denn?*
    Er hat seit seinem 6. Lebensmonat regelmäßig und gerne öffentlich Wutanfälle!
    Diese Frage stelle ich mir selbst übrigens auch recht oft;-)

  8. Hach, da fällt mir einiges ein:

    Fragen an uns:

    „Ab wann wusstest ihr das mit den Zwillingen? Liegt das in der Familie?“

    „Nee, die sind doch nicht zweieiig, die sehen sich doch so ähnlich.“

    „Sind die auch vom Temperament gleich?“

    Fragen an meine Tochter:

    „Oh, bist du hingefallen, was hast du an der Lippe?“ (sie hat ein großes Blutschwämmen an der Lippe…)

    „Wo ist deine Schwester?“

    Ganz viele Grüße aus Hamburg, deine Nina

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