Offener Brief an EMMA

by Kaiserin

Liebe EMMA-Redaktion,

gerade bin ich in einem meiner Social Media-Kanäle über den Artikel Ist etwa der Bauch noch da? gestolpert und zweifle nun sehr an meinem Sinn für Humor. Ihr müsst wissen, er ist sehr ausgeprägt bis schwarz – erst Recht, seitdem ich Mutter eines behinderten Kindes bin.

Der Artikel beschäftigt sich mit dem Trend zur Schlankheit, der gesundheitliche Risiken birgt – vor allem, während und nach einer Schwangerschaft. Ein wichtiges Thema, gar keine Frage. Doch es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte den Text gar nicht bis zum Ende gelesen. Das Intro ist Schuld. Dort heißt es: Denn es gibt etwas, das fürchtet manch werdende Mutter wie eine Behinderung des Kindes: in der Schwangerschaft fett zu werden.

Ich kann diesen Satz nicht fassen. Und auch nicht den Gedankengang – nicht einmal, wenn ich versuche, ihn ironisch oder sarkastisch zu interpretieren. Ich vermute, ihr wolltet damit polarisieren. Dagegen habe ich eigentlich nichts. Aber hier geht Ihr eindeutig einen Schritt zu weit. Euer Vergleich ist mehr als hinkend, er ist gestolpert und hingefallen. Der Vergleich ist geschmacklos.

Ihr bedient Euch eines Klischees, das von Themenfremdheit, mangelnder Empathie und Arroganz zeugt. Mich interessiert, auf welche Studie oder welche Zahlen Ihr Euch mit Eurer Behauptung bezieht. Ich selbst kenne viele Mütter und Frauen, die gerade schwanger sind – und kenne keine einzige, auf die Eure Beschreibung passen würde.

Ja, der Druck für Mütter ist groß. Wir sollen und wollen alles sein: attraktiv, gesund, beruflich erfolgreich, glücklich. Zu dieser Schablone passt natürlich ein nicht behindertes Kind besser als ein behindertes. Aber ich möchte Euch fragen: Ist EMMA nicht genau die Publikation, die Normalität und Perfektionismus hinterfragen sollte? Sollte nicht gerade ein Intro zu solch einem Text etwas feinfühliger formuliert sein? Was Ihr schreibt, zeugt weder von einer feministischen, noch von einer sozialen oder humanistischen Haltung.

In der Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion wird schnell klar, dass Feminismus eine Grundlage einer inklusiven Gesellschaft ist. Dass Publikationen, die sich selbst als feministisch bezeichnen, kein Fingerspitzengefühl beweisen, wenn es um Menschen mit Behinderung geht, stimmt mich besorgt.

Ich freue mich, wenn Ihr das als Anregung nutzt – vielleicht auch dafür, Leben mit Behinderung in der EMMA zu zeigen. Bei meiner Recherche durch die EMMA-Themen der vergangenen Monate tauchten weder Inklusion, noch Barrierefreiheit oder Behinderungen auf. Dabei ist dieses Themenspektrum gerade auch für eine feministische Publikation spannend: Wie leben Mütter mit Behinderungen? Welche Reaktionen bekommen werdende Eltern, wenn sie sich gegen Pränataldiagnostik entscheiden, weil für sie die Diagnose Behindertes Kind keinen Grund zur Abtreibung darstellt? Wie lösen Familien mit behinderten Kindern den erhöhten Aufwand an zu leistender Care-Arbeit?

Ihr seht, es gibt noch viel zu recherchieren und zu schreiben! Ich freue mich, wenn das in Zukunft mit etwas mehr Menschenfreundlichkeit in Eurer Redaktion geschieht.

Glücklich mit Bauch und behindertem Kind grüßt Euch:
Mareice

49 Kommentare zu “Offener Brief an EMMA

  1. puha, einige Aussagen hier sind wie das Intro der Emma: geschmacklos. Ich finde Deinen offenen Brief treffend und vollkommen sinnvoll.

  2. Ein sehr drastischer und – da ansonsten völlig themenfern – unnötiger Vergleich der EMMA-Autorin, aber auch ein komplett danebengeschossener Kaiserinnen-Kommentar: Jede einzelne werdende Mutter in meinem Bekanntenkreis wünscht sich “was Gesundes” und hat große Angst dass es nicht so sein könnte, insofern hat EMMA recht. Selbstverständlich würde jede dieser Frauen (und Väter) ihr behindertes Kind genauso lieben, aber das ist war nicht Thema der EMMA-Einleitung.

  3. Ich kenne eine Frau, die während der Schwangerschaft diese Sl*m-F*t-Drinks und Zusatzvitamine nahm, um ihr Gewicht zu kontrollieren.
    Ich finde es ehrlich gesagt richtig (und WICHTIG) dass das Thema “Diät während der Schwangerschaft” in den Medien behandelt wird und vor allem darauf hingewiesen wird, dass dabei die Gesundheit des Kindes aufs Spiel gesetzt wird. Behinderung in Kauf nehmen, um schlank zu bleiben ist meiner Meinung nach genau so verwerflich, wie Behinderung in Kauf nehmen um weiter Alkohol zu trinken oder Zigaretten zu rauchen.
    Das Intro des Artikel halte ich auch für ungeschickt formuliert (um es milde auszudrücken). Der EMMA jedoch vorzuwerfen, dass sie das Thema “Diät während der Schwangerschaft” zum Thema macht, wie das einige hier in den Kommentaren tun, halte ich für verfehlt. Den Boten der schlechten Nachricht zu köpfen nutzt nichts gegen die Bad News.
    Findet Ihr es nicht bedenklich, dass es die Emma braucht, um das Thema überhaupt aufzuwerfen?

  4. Pingback: Not your inspiration | Gemischtwahnlädchen

  5. Liebe Mareice,

    ich kann Deinen Standpunkt nachvollziehen, aber nicht teilen. Ich möchte das begründen, indem ich einen Vergleichssatz konstruiere:

    “Denn es gibt etwas, das fürchten manche Leute mehr als eine Krankheit oder eine Behinderung: dick zu werden.”

    Wäre ein solcher Satz falsch oder diskriminierend für Kranke oder Behinderte? Ich finde, nein.

    Der Satz besagt nur, dass es falsch ist, geringfügige oder nicht vorhandene Probleme (die Frage, ob man dick oder dünn ist) zu einem existentiellen Problem (dass einen eine Krankheit ereilt oder dass man sich durch einen Unfall beispielsweise eine Behinderung zuzieht) aufzubauschen.

    Ich finde, so ähnlich kann man auch den Satz der Emma-Autorin verstehen, nur bezogen auf die Situation der Schwangerschaft. Ich finde nicht, dass dieser Satz diskriminierend ist.

    Denn natürlich sind Krankheit oder Behinderung existentielle Probleme, ganz egal wann oder wie sie einen treffen, in welcher Phase des Lebens auch immer. Man kann ja immer behindert werden.

    Ich habe kein Problem damit, dick zu sein, aber es wäre durchaus ein riesiges Problem für mich, wenn ich nach einem Unfall querschnittsgelähmt erwachen würde. Indem ich das sage, diskriminiere ich doch keine Querschnittsgelähmten. Und ich stelle doch dadurch auch nicht in Abrede, dass ich auch nach so einem Unfall ein glückliches Leben haben könnte, dass mir vielleicht gerade nach so einem Unfall ganz neue ungeahnte Möglichkeiten offenstünden …

    Meine Mutter wurde im Alter durch Krankheit behindert, und das war erst eine Riesenkatastrophe, aber dann haben wir gemerkt, es geht weiter, es eröffnen sich neue Möglichkeiten … es eröffnen sich sogar ganz neue, ganz ungeahnte und tiefe Möglichkeiten des Glücks … Ich bin inzwischen glücklich mit meiner behinderten Mutter, dankbar für jeden Tag, an dem ich sie noch habe. Nicht weniger glücklich als vorher, obwohl es mir natürlich lieber wäre, sie wäre gesund geblieben.

    Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich mit einem schwerstbehinderten Kind ebenso glücklich wäre wie mit einem nichtbehinderten. Die Liebe macht immer glücklich und sie hängt nicht ab von graden Gliedern oder sonstwas.

    Das ist so im Leben, Behinderung und Nichtbehinderung sind keine klar getrennten Zustände, Glück und Leid auch nicht, Glück bedeutet mehr als easy living …

    Ängste gehören aber auch zum Leben. Und klar, man hat Angst vor Krankheit oder Behinderung. Ist doch klar. Darf man doch sagen.

    Viele Grüße an alle bezaubernden Kaiserinnen im Kaiserreich, Glück und Gesundheit für alle.

  6. Chapeau für diesen wunderschönen Blog und die berührende, gleichzeitig aber sachliche Kritik.

    Ich für meinen Teil bin sicher, dass bei EMMA nie jemand die Absicht hatte, verletzend zu sein, bzw dass eine unbedachte und auch in meinen Augen sehr unglückliche Formulierung diesen Eindruck erweckte. Letztlich ging es doch darum, dass jede Frau schön ist, wie sie ist, besonders durch eine Geburt und der Wahnsinn mit dem Magerwahn und idiotischen Schönheitsidealen endlich aufhören sollte. So habe ich das auf jeden Fall verstanden. Ich denke, und hoffe, sie werden das zum Anlass nehmen, Stellung zu beziehen, dieses wichtige Thema noch einmal zu bearbeiten. Was ich nicht so schön fand, waren dann viele Posts auf deren Seite, die weit über dieses Thema hinaus hetzten. Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was sie schreiben , das bin ich auch nicht, aber ich bin froh, dass es vor 30 Jahren Leute wie Alice Schwarzer gegeben hat, die mutig eintrat, von so ziemlich allen angefeindet, die Flagge zeigte für Frauenrechte und Emanzipation, in Zeiten, in denen man Frauen nicht einmal zutraute, ordentlich Auto fahren zu können ^^, die nur mit genehmigung des Ehemannes arbeiten durften, ganz zu schweigen von Führungspositionen, etc. Wir profitieren heute alle davon. . So wie man von EMMA Respekt einfordern kann und muss , sich sensibler auszudrücken so würde ich mir aber auch von Frauen wünschen, sie würden diese..”Dinosaurier”, hat hier jemand geschrieben, nicht ganz so von oben herab und verächtlich anfeinden. Weiterhin alles Liebe und herzliche Grüsse. Bettina Maria

  7. … ganz billiges Emma-Bashing.

    Hast du dir vielleicht die Behinderung deines Kindes “gewünscht”?
    Wohl kaum.
    Also akzeptier es, dass Eltern “fürchten”, ein Kind könne behindert sein.
    Es ist das Normalste der Welt.
    Wäre schlimm, wenn es anders wäre.

    Mit DIR und DEINEM Kind hat dieser Text absolut nichts zu tun.

    Aber um das zu bergreifen, muss man abstrahieren können, dass man selbst nicht der Mittelpunkt der Welt ist, man muss einen Vergleich von einer Gleichsetzung unterschieden und Polemik als solche verstehen können. Und man sollte Beleidigtsein nicht als Lieblingsbeschäftigung haben.

    • Wenn Du länger als eine Minute in diesem Blog geblättert hättest, dann würdest Du wohl verstanden haben, dass Mareice sich nicht für den Nabel der Welt hält. Ihr dazu noch mangelndes Abstraktionsvermögen und ständiges Beleidigtsein vorzuwerfen ist, sagen wir mal, großzügig an der Realität vorbei.

      Polemik nennst Du besagtes Intro. Stimme nicht zu. Ich kann es nur acht- und rücksichtlos finden (obwohl ich, huch, gar kein behindertes Kind habe). Polemik hat eine Spitze – in diesem Vergleich sehe ich aber nur den tolpatschig geschwungenen Provokationsknüppel.

    • Ich suche jetzt seit gestern Abend verzweifelt nach Beiträgen in diesem Blog, aus denen hervorgeht, dass “Beleidigtsein” die Lieblingsbeschäftigung der Bloggerin ist… (*Ironie off*)

    • Ach Laura-Luise,
      Du hast das irgendwie völlig verdreht verstanden, glaub ich. Hier geht es weder darum, dass sich jemand ein behindertes Kind wünscht/gewünscht hat, noch dass eine Zeitschrift grundsätzlich schlecht gemacht werden soll.
      Dein Post ist ziemlich anmaßend und vor allem echt beleidigend. “Man sollte Beleidigung nicht als Lieblingsbeschäftigung haben”, ist so ziemlich der mieseste Vorwurf, den man hier machen kann. Aber dazu sollte man vielleicht mehr als einen Blogpost lesen. Du kannst unmöglich mehr gelesen haben, denn sonst würdest Du Dich nicht in solche Behauptungen versteigen.
      Ich kann vermutlich auch einen Vergleich nicht von einer Gleichsetzung unterscheiden und bin damit ähnlich bescheuert wie Mareice.
      Aber dass schwangere Frauen das Zunehmen genau so fürchtet wie die Behinderung ihres Kindes – ist das nicht ein grässlich-peinlicher faux pax der Journalistin?

      • “Aber dass schwangere Frauen das Zunehmen genau so fürchtet wie die Behinderung ihres Kindes – ist das nicht ein grässlich-peinlicher faux pax der Journalistin?”

        Nein, das ist kein grässlich-peinlicher faux pas, das ist eine Überspitzung der tatsächlichen Verhältnisse (ich halte ihn aus meiner Erfahrung heraus trotzdem für sachlich falsch) – wer aus weltanschaulichen Gründen der EMMA keinen ordentlichen Journalismus zutraut, kann einen ähnlichen Artikel in der SZ lesen, die sich sicher nicht durch intensiven Feminismus auszeichnet. Jüngste Studien weisen darauf hin, dass immer mehr Frauen während ihrer Schwangerschaft Diäten machen, sich in Pro-Ana-Foren anmelden, alte Esstörungen wieder aufflackern oder sich neue entwickeln, und dass selbst die stinknormale Schwangere von Nebenan, es für ein Megakompliment hält, wenn man ihr sagt, von hinten sehe sie gar nicht schwanger aus. Offensichtlich ist es bei vielen Frauen eine große Angst, während der Schwangerschaft zuzunehmen. Es existiert bei vielen Frauen auch eine große Angst davor, ein behindertes Kind zu bekommen – und die Emma-Autorin vergleicht nun diese beiden Ängste und problematisiert dadurch die “Zunahmeangst”.
        (Ich glaube ja nicht, dass Frauen ähnlich große Ängste in beide Richtungen haben, aber wenn sich Schwangere aus lauter Angst vor Zunahme Esstörungen züchten, klingt es vielleicht doch nicht mehr so abwegig.)

  8. Ich lese die Emma nicht, weil es mir darin zu sehr um weiße Mittelschichtfrauen geht. Mit dem Emma-Feminismus, der mir zu moralinsauer und normativ erscheint und auch nicht inklusiv genug ist, kann ich nicht viel anfangen. Auch mit Frau Schwarzer selbst habe ich seit Jahrzehnten meine Probleme und meide ihre Artikel inzwischen.

    Beim aktuellen Artikel allerdings kann ich die hier geäußerte Kritik nicht nachvollziehen. Es ist nicht so, dass Emma die Angst vor einer Behinderung des Kindes mit der Angst vor Gewichtszunahme in der Schwangerschaft gleichgesetzt hätte, wie hier vielfach behauptet wird. Es ist vielmehr so, dass sie eine solche Gleichsetzung beklagt, kritisiert und für unangemessen hält.

    Ich habe den fraglichen Satz viel mehr als Kritik daran gelesen, dass es Frauen gibt, die beide Ängste haben und dabei den Eindruck erwecken, beides sei in Hinsicht auf die Schwere der Folgen tatsächlich vergleichbar oder gar gleichzusetzen. Mit anderen Worten: Das Emma-Intro beklagt, dass Frauen zu viel Angst vor dem Dickwerden haben, dieser oberflächlichen und völlig unwichtigen Nebenerscheinung einer Schwangerschaft zu viel Bedeutung beimessen. Emma klagt Lookismus an, statt Ableismus zu betreiben. Wie man aufgrund dieses Intros der Emma Ableismus unterstellen kann, kann ich nicht nachvollziehen.

    • Ich habe den Artikel zwar nicht gelesen, aber ich finde das intro auch nicht gut ausgedrückt.
      Allerdings habe ich es ähnlich wie Elke verstanden. Und zwar, dass manche Frauen diese absurde Angst haben dick zu werden und zwar genauso wie sie Angst vor einem behinderten Kind haben
      Ich finde da läuft einiges verkehrt
      Zum einen dieser gestörte Wahn schlank zu sein wenn man es eigentlich nicht sollte und zum anderen diese große Angst vor einem behinderten Kind, die ja scheinheilig mit der ganzen pnd bekämpft werden sollte. Würden wir wirklich in einer Welt leben, wo Inklusion nicht nur auf dem Papier funktioniert, so würde diese Angst nicht mehr so groß sein.

  9. Hallo und vielen Dank für Deinen Artikel. Ich hoffe er öffnet so manchen die Augen. So etwas zu schreiben geht über mein Verständnis. In welcher Zeit leben wir? Ist das denn notwendig? Dein Artikel ist großartig und ich hoffe noch weitere von dir zu lesen.
    Dir und deinen Lieben frohe Ostern

  10. Okay. Ich habe den Verdacht, dass die Hälfte der Leute hier überhaupt nicht den ARtikel gelesen hat.
    In dem Artikel geht es um den Druck auf Schwangere, möglichst schnell wieder den “after baby body” in den “before baby body” zu verwandeln und das Problem, dass Schwangere z. T. während der Schwangerschaft zu wenig essen, aus Angst vor der Zunahme. Behinderung – und die Haltung der EMMA-Autorin dazu – kommt lediglich in dem einen unglücksseligen Satz in der Einleitung vor.

    Diesen Satz halte ich für sachlich falsch – ich bin selbst schwanger, und der Gedanke, massiv zuzunehmen, lässt mich kalt im Vergleich zu dem Gedanken, ein behindertes Kind zu bekommen.
    Ich kenne niemanden, der schwanger ist, und diese beiden Themen für vergleichbar dramatisch hält.

    Man kann der Emma hier schwer vorwerfen, mehr als einen sachlich falschen Vergleich gewählt zu haben – die Tatsache, dass die meisten Frauen wohl nicht in Jubel ausbrechen, wenn sie mit einem behinderten Kind schwanger sind, ist ja wohl nicht von der Han dzu weisen. Ja, viele Schwangere haben Angst davor, ein Kind mit Behinderung zu bekommen, und würden sich im Zweifelsfall je nach Schwere und Art der Behinderung für einen Abbruch entscheiden. Das ist eine Tatsache, auf die Emma-Autorin da Bezug nimmt, und nichts, das sie explizit gut heißt oder erstrebenswert findet.

    Also, Literaturkritik in allen Ehren, aber man sollte doch eng am Text bleiben und nichts reininterpretieren, was nicht drinsteht.

  11. Interessant ist an dieser Stelle allerdings, dass eine feministische Zeitung von den angeblichen Schönheitsidealen berichtet, dabei wieder einmal völlig menschenverachtend formuliert und sich anschließend wiederum fast nur Frauen darüber aufregen.

    Ich als Mann allerdings muss mich jetzt schämen, dass es diese Schönheitsideale ausschließlich wegen mir gibt: Bin ich doch WHM. Über diese Schönheitsideale reden aber zumeist nur Frauen. Bei der EMMA verstehe ich es ja: Sie müssen ja nach Feindbildern in der Patriarchatshypothese suchen, die anderen Frauen allerdings schaffen sich ihre Verpflichtung für die angeblichen Schönheitsideale selbst.

    Ich selbst bin Vater und weiß, dass die Liebe zum eigenen Kind unendlich ist. Da spielt es dann auch keine Rolle, ob es behindert ist oder nicht. Die Aussage der EMMA ist katastrophal. Gut, aber Aussagen in der EMMA sind zumeist katastrophal.

    Diesmal geht es allerdings nicht gegen Männer, daher ist es wohl noch katastrophaler.

  12. Ich danke der EMMA für diesen Artikel – ich wäre sonst nie auf das “Kaiserinnenreich” aufmerksam geworden!

    Kaiserin – Du schreibst toll!

  13. Ein toller Brief, in dem du ganz eindrücklich zeigst, dass es möglich ist, Kritik auch angemessen und freundlich, aber dennoch treffend zu formulieren. In dem du also genau das beherzigst, was du schreibst! Wirklich bewundernswert! Und obwohl ich den Artikel nicht gelesen habe, bin ich mir ganz sicher, dass genau so ein offener Brief eine notwendige Reaktion darauf ist. Das zeigt mir schon dein Zitat des Intros.
    ich arbeite mit Kindern mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und erlebe immer wieder genau diese Reaktionen darauf. Die nicht ausgesprochene Frage: muss das wirklich sein? (Z.b. mit einer ganzen Gruppe Bus zu fahren …) aber auch Kommentare ala “die Kinder und Eltern sind bestimmt besonders dankbar.” Da merkt man, wie weit wir noch von einem selbstverständlichen Umgang mit Behinderungen und von Inklusion entfernt sind. Da hilft es auch nicht, das Schulsystem einfach umzubenennen.
    Und genau dies bringt auch der Einleitungssatz der EMMA zum Ausdruck. Dabei sollte doch eigentlich gerade diese Zeitschrift Vorreiter sein beim Thema Toleranz und Gleichberechtigung.
    Ich warte mit dir gespannt, ob sie eine Reaktion auf deinen wunderbaren Brief zeigen werden. Es wäre angemessen!
    Vielen Dank auf jeden Fall an dich für deine offenen, treffenden und mutigen Worte!

    • Die Selbstverständlichkeit setzt ja eine Begegnung voraus. Wenn ich etwas oder jemanden gar nicht kenne, nie mit dieser Person Kontakt habe, sie erlebe, mit ihr spreche, dann bleibt mein Gegenüber immer fremd und mein Umgang und mein Erfahren dieser Person ebenso. So erklärt sich auch das fehlende Fingerspitzengefühl der Autorin bei Emma.
      Viele können die Kritik nicht nachvollziehen. Wenn man aber das Wort “behindert” austauscht und “schwul” einsetzt oder “farbig” wird das Unbehagen vielleicht deutlicher. Noch vor Jahrzehnten haben Eltern (Eltern, nicht nur Mütter) vielleicht Sorge gehabt, ihr Sohn könne schwul sein, weil er es dann schwerer hat in der Gesellschaft. Binationale Eltern hatten Sorge, weil ihr Kind größeren Anfeindungen ausgesetzt sei. Eltern hatten Sorge, dass ihr Kind behindert sei, weil es dann größere Hürden als nicht-behinderte Kinder hat. Etc. etc. Wir leben aber 2015 in Deutschland und haben hier das große Glück, dass die gesellschaftlichen Umstände um ein Vielfaches gut sind und dass hier jeder seinen Platz findet. Aber absolut jeder.

  14. Liebe Mareice,

    als Mutter einer schwerstmehrfachbehinderten 22jährigen Tochter und Schwester eines behinderten Bruders schließe ich mich vollinhaltlich dem Kommentar von Manuela an. Dieses Blatt ist es nicht wert, dass man sich mit deren Gedanken überhaupt auseinandersetzt. Was soll man zum Thema Behinderung von Menschen erwarten, die sich auf Titelseiten von Zeitschriften bildlich abdrucken lassen unter dem Titel “Mein Bauch gehört mir”?! Ganz klar, da ist das eigene Fett eine viel schlimmere Befürchtung als.der liebende Gedanke für ein ungeborenes Kind. Die Entscheidung zur Abtreibung wegen einer Behinderung ist genauso naheliegend wie eine Diät gegen Schwangerschaftspfunde. Beides kann man in den Griff kriegen.. Weil der Gedanke nur um das eigene Ich kreist. Natürlich wünscht sich jede Frau ein gesundes Kind, aber von solchen Leuten wird einem das Recht genommen, auch Ja zu einer Seele mit äußeren Behinderungen zu sagen. Die haben nicht mal ansatzweise eine Vorstellung davon, worauf es ankommt. Und der von denen formulierte Satz ist, wie Manuela es auch schon sagte, absolut menschenverachtend und meines Erachtens auch sehr gefährlich, weil er eben auch vermittelt, wie ganz und gar furchtbar es ja ist, ein behindertes Kind zu haben. Das ist sowieso schon die Tendenz in der Gesellschaft, wo jeder Mensch seinen Wert durch seine Leistung erhält. Vergiss sie und wende Dich den liebenden Menschen zu. Davon sind mir in den letzten Jahren sehr viele begegnet und sie bereichern unser Leben genau so wie meine Tochter. Ganz liebe Grüße, Anna

    • Der Satz vermittelt nicht, dass es furchtbar sei, ein behindertes Kind zu haben – lest doch einfach genau! Der Satz besagt, dass für viele Frauen es eine angstbesetzte Vorstellung ist, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen. Wer glaubt, dass das nicht den Tatsachen entspricht, hat nicht viel mit der Realität zu tun – wenn Frauen nicht Angst davor hätten, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen, würden sie pränataldiagnostische Angebote nicht nützen und im Fall einer Behinderung keine Entscheidung für einen Abbruch fällen – aber das TUN sie, ergo weist die Emma auf eine Tatsache hin. Ob wir das toll finden oder nicht, es ist so.
      Es ist auch nicht Aufgabe der Emma (anders wäre das beim Zentralorgan der “Aktion Leben”), in jedem Artikel die eigene Haltung zu Behinderungen, pränataler Diagnostik und Schwangerschaftsabbruch zu erläutern, insbesondere, wenn der Artikel überhaupt nichts mit einem der obgenannten Themen zu tun hat, sondern Angst vor Gewichtszunahme in der Schwangerschaft thematisiert.

      Bitte, bitte, lest doch genau!

  15. Wow… echt abartig was sich die Emma da herausnimmt… ich bin schockiert, ehrlich. Ich hoffe doch sehr, dass die Botschaft ankommt – sonst demontiert sich die Emma wirklich selbst wenn sie auf diesem Niveau weiterschreibt.

    Liebe Grüße, Frida

  16. Hallo Mareice,

    ein wirklich, wirklich toller Text, dem ich ganz zustimme und der mit Sicherheit auch bei der EMMA Beachtung finden wird !
    Und abgesehen davon, diesen Text kann man komplett so eintüten und als Lehrbeispiel zum Thema
    “Was ist konstruktive Kritik ? ” verwenden !

    (Verhökere ihn in Notzeiten für teures Geld an Bildungsinstitute !)

    LG Nikki !

  17. Danke! Das ist genau das klare, aber denoch freundliche Feedback, die dieser Artikel braucht. Ich unterschreibe diesen offenen Brief und bin gespannt, ob Du eine Antwort erhälst und für den Fall wie diese ausfällt.

  18. Eine Antwort wird bestimmt von Frau Schwarzer innerhalb der nächsten Tage kommen und die wird nur so strotzen von “Das habt ihr alle gaaaanz falsch verstanden, wir diskriminieren niemanden etc. etc”. Der Redaktion fehlt meiner Meinung nach ganz klar der Wille, sich mit dem Thema zu befassen und mit Menschen zu sprechen, die Ahnung davon haben, für die behinderte als auch nicht-behinderte Menschen eben ganz normal sind! Wahrscheinlich hat von denen niemand in der Familie oder im Freundeskreis einen Angehörigen oder Freund, der eine Behinderung hat. Sonst würde man so einen Unsinn gar nicht schreiben. Wird Zeit für den Elfenbeinturm Emma, über den Tellerrand zu schauen.

    • Liebe Simone, was ich dabei ganz wichtig finde: Ob jemand diskriminiert wird, entscheidet ja nicht die Person, die diskriminiert. Sondern die Person, die sich diskriminiert fühlt. Von daher zieht das Argument “falsch verstanden” in dem Fall nicht. Allerdings ist das auch nicht wirklich die Argumentation der EMMA, soweit ich das auf der Facebook-Seite verfolgen konnte. Statt dort einzugestehen, die falschen Worte gewählt zu haben, verhält sich das Community Management der EMMA weiter menschenfeindlich. Wie dem auch sei – ich würde mich tatsächlich über eine Antwort der Redaktion freuen und bin gespannt. Vielen Dank für Deinen Kommentar. Herzliche Grüße, Mareice

      • Zunächst einmal meine volle Unterstützung für den Brief. Man ist auf den ersten Blick ratlos, wieso jemand überhaupt ein paar Kilo mehr bei der Mutter für ein gleichwertiges Problem halten kann wie eine ernsthafte Behinderung beim Kind. Das sind Probleme, die qualitativ und quantitativ nicht auf eine Stufe gestellt werden können.

        Diese absurde Gleichsetzung ist im radikalen Feminismus aber fast zwangsläufig: dessen Charakteristikum ist gerade, in allem und jedem eine Diskriminierung der Frau als solcher zu erkennen und diese gefühlte Diskriminierung ohne jedes Augenmaß zu verabsolutieren. Diese Verabsolutierung wird immer wieder mit folgendem Argument begründet:

        “Ob jemand diskriminiert wird, entscheidet ja nicht die Person, die diskriminiert. Sondern die Person, die sich diskriminiert fühlt.”

        Dieses Argument wurde und wird inflationär benutzt, z.B. für Fälle wie “ich werde diskriminiert, weil die Männer in meinen tiefen Ausschnitt starren / mich nicht ernst nehmen / usw., #aufschrei”. Deswegen warne ich vor der Benutzung dieses Arguments. Es ist in dieser pauschalen Form in der öffentlichen Diskussion verbrannt und führt zwangsläufig zu einer Gleichsetzung beliebiger gefühlter Diskriminierungen.

        Eine ernsthafte Behinderung beim Kind führt “objektiv”, also für jeden verständigen Menschen nachvollziehbar, zu gravierenden Nachteilen, und es steht nicht im Ermessen des Betroffenen, die Ursachen und deren Auswirkungen zu vermeiden oder zu beseitigen. Für ein paar Kilo Fett gilt das nicht.

  19. Nun ja, Emma-Frauen waren noch nie meins und als ich schwanger war wurde ich schön fett und das ist sogar geblieben, was dann ja auch egal ist, denn auf Grund meines fortgeschrittenen Alters bin ich eh “hässlich” in Augen der Zielgruppe die dünn-schwanger sind und dann kam bei der dicken, alten Frau auch noch ein behindertes Kind raus, uuuups.

    Ein anderer Gedankengang ist bei mir´noch, denn hätten diese Damen nicht Abtreibung als Recht erfochten, würden nicht 95% aller Kinder mit Down Syndrom abgetrieben, vielleicht wäre das dann nicht noch ein Dienst den man der Gesellschaft zu leisten hat und als Frau die “so ein” Kind austrägt ist man dann auch noch die Böse, die der Gesellschaft ein Problem ins Nest legt.

    Feingefühl hatten die Emma-Tanten noch nie, egal zu welchem Thema, einfach nur ne große, freche Klappe mit null Hirn oder Empathie dahinter. würg

    • Was für ein Quatsch. Spätabtreibung und die gesellschaftliche Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung hat nichts! mit der Möglichkeit für Frauen zu tun, über ihren eigenen Körper zu entscheiden. Vielmehr damit, unter welchemDruck Mutter stehen, ein “perfektes Kind” zu bekommen. Und damit, dass es immer noch kaum Menschen mit Behinderung IN der Gesellschaft gibt. Und nicht abgeschottet in riesigen Wohnheimen am Ende der Stadt.
      Aber es ist natürlich einfach es auf die zu schieben, die nicht illegal in einer Abbruchklinik verbluten wollen, Kinder die durch Vergewaltigung gezeugt wurden, austragen oder einfach ihre Schule beenden wollen, ohne ewig abhängig vom Mann zu sein, der vielleicht nur eine kurze Bekanntschaft war.

  20. Klasse Brief an die “Emma”! Meine Hochachtung, das hätte ich nicht hinbekommen, ich hätte bloss gefragt, ob sie ein bisschen bescheuert sind, solche Vergleiche aufzustellen!

    Offensichtlich haben alle Emma-Redakteurinnen designte, gesunde Kinder (Einstellungskriterium???). Schade, da entgeht ihnen vieles …

    Ich habe 2 Söhne, und jeweils 10 (in Worten ZEHN!!!) kg Babybauch zurückbehalten, aber ich bin sowas von stolz auf meine beiden, das kann sich nur eine Mutter vorstellen. Einer von beiden hat auch entgegen allen Voraussagen, das 1. Lebensjahr “überlebt”, hat laufen, sprechen, essen gelernt und sein Abitur gemacht und studiert jetzt auf Lehramt!

    Ein Wunder?

    Vielleicht auch Liebe, Zuneigung, Ermunterung und Verständnis! Ich habe mich nach der Geburt um meine Kinder gekümmert, nicht um eine Diät oder sowas.

    Liebe werdenden Muttis: liebt und streichelt euren Bauch, egal wie dick oder dünn er ist, eure Kinder spüren es ob ihr gerne schwanger seid! Schert euch nicht um Statistiken und Vorschriften, seid einfach schwanger! Wer das mit Leib und Seele ist, dem sind auch ein paar Kilos mehr danach egal, denn das Ergebnis zählt!

  21. Hut ab!
    Ich mag diesen Artikel gar nicht lesen. Denn ich glaube wenn ich es täte könnte ich nicht so ruhig bleiben wie du!
    Hast du gut formuliert.
    Es gibt wirklich schlimmeres als einen Bauch und auch als ein behindertes Kind. Ich habe ebenfalls beides und dennoch lebe ich und das gut!
    Und der vergleich ist echt unglaublich dämlich.
    Aber es zeigt mal wieder wie kaputt und verdreht unsere Welt doch ist. Alles was nicht ins Bild passt darf nicht sein. Also Frauen mit Bäuchen und behinderte Kinder????

    Ich bin gespannt ob es eine Reaktion gibt.

    LG Bea

  22. liebe mareice,
    was der emma-headline fehlt, ist das feingefühl und die wertschätzung, die du an den tag legst. die größe, die klarheit und die freundlichkeit! bestimmt bist du eine wunderbare mama für ein wunderbares kind! viel spaß euch! barbara

  23. ich möchte hier viele herzchen hinmalen. für mich ist das, wie ich ich dich und deine famile erlebe: im leben, im zweifeln, im ernstnehmen und in deinen publikationen der inbegriff von feminismus und inklusionsstreben 2015! küsschen aus hamburg!

  24. Tja, die Emma… wir sind Feministinnen, möchten Würde und letztlich auch Mädchenrechte – aber BEHINDERTE? Ne, keinen Platz.

    Mein Sohn ist durch einen Hirntumor behindert. D. h. eigentlich musste er noch mal mit fast allem neu anfangen, aber konkret behindert wird er eigentlich nur durch “übliche” Menschen mit ihren Klischees und Anforderungen. Wir haben 3 Schulen für Menschen mit Behinderungen hinter uns – ganz nett, aber auch hier wird ja von den “üblichen” Lehrern gerne mal vorsortiert, was man lernen darf und was in deren Augen völlig überflüssig ist, weil man ja später sowieso “in eine Werkstatt kommt, da brauchst du das nicht!”

    Von Inklusion sind wir noch weit, weit, weit entfernt, am einfachsten werden diejenigen mit einbezogen, bei denen man die Behinderung nicht so sieht und/oder die ein entsprechend dickes Fell haben, die ganzen Gedankenlosigkeiten der Anderen zu ertragen. Warum soll ausgerechnet ein Blatt wie Emma mit ihrem Pseudofeminismus und ihrer ausgesprochenen Männeraversion da anders sein? Sie würde es gerne – aber leider beweist sie – genau wie die linken Krawallmacher den rechten Krawallmachern letztlich in Nichts nachstehen, aber dadurch, das sie sich “LINKS” auf ihre Fahnen geschrieben haben, davon ausgehen, sie wären die “Guten” – das sie Schmierblättern des Boulevardgeschreibsel in nichts nachstehen – und da Steuerhinterziehung ja eher so als “Männersport” angesehen wird, auch da muss die Herausgeberin unbedingt beweisen: “Tja, ätsch, Männer – ICH ALS FRAU kann das auch!”.

    Emma war mal eine gute Idee. So vor 20 Jahren und länger. Aber wie das ist mit alten Dinosauriern… irgendwann sterben sie aus. Oder dümpeln weiter vor sich hin, aber haben letztlich eben genau den Ruf eines Boulevardblattes kassiert, dessen Angestellten sich immer und immer wieder nur als menschenverachtende, emphatielose Vollpfosten mit psychophatischen Zügen outen. Danke Emma für den Beweis, das Frauen dem in nichts nachstehen können! Wahrscheinlich würde diese weiblichen Schreiberlein auch den üblichen Spruch: “Also wie du das nur schaffst, iiiiiichhh hätte das nie gekonnt!” bringen, wenn es um behinderte Kinder geht.

    Schon klar, dafür gibt es ja Frühdiagnostik, Abtreibungen, Ärzte die einem etwas von Lebensqualität erzählen wollen, Babyklappen, Mülltonnen, Blumenbeete, Kinderheime, Pflegefamilien – und Väter.

  25. Toll geschrieben, Deine Antwort unterschreibe ich genau so.
    Auf die Antwort von EMMA bin ich ja mal gespannt. Vor allem erst einmal schauen, ob die überhaupt antworten darauf.

    Lg aus dem windigen Münsterland
    Claudia

  26. Warum ist die “Befürchtung der Behinderung eines Kindes” so emotional aufwühlend für Sie?
    Ist das nicht die Urangst jedes Elternteils? Das Kind zu verlieren oder es krank zu sehen?
    Mag ja sein, dass Sie sich bewußt für ein behindertes Kind entschieden haben.

    Hätten Sie die Wahl gehabt, es vorgeburtlich in Gänze zu heilen durch eine Medizin, die es noch nicht gibt:
    Hätten sie es trotzdem lieber behindert gelassen?

    • Hallo Frank, schade, dass Sie die Bedeutung meiner Worte nicht verstanden haben. Ich schreibe in meinem Brief, dass sich natürlich jede Mutter ein nicht behindertes Kind wünscht. Ganz klar auch ich. Darum geht es aber weder in dem Artikel noch in meiner Reaktion darauf. Mir geht es ausschließlich um den Vergleich: Angst, ein behindertes Kind zu bekommen = Angst, “dick” zu werden”. Es ist ein geschmackloser Vergleich. Ich plädiere für einen menschenfreundlichen Journalismus, gerade von einer feministischen Publikation.
      By the way: Behindert ist nicht (immer) gleich krank.
      Beste Grüße, M. Kaiser

      • Ah. Ok. Der Zusammenhang war mir nicht ersichtlich. Die postulierte Gleichwertigkeit der Befürchtungen ärgert Sie also.
        Danke für die Erklärung.

        • Hallo Frank,
          ich bin Vater von 3 Kindern mit “Behinderung,” und wir haben uns das So auch nicht gewünscht. Zum Glück sind sei gesund! Eben ganz normal “behindert!”

  27. *börgs* was für ein ekelhaftes intro. aber du hast eine sehr schöne antwort darauf formuliert. trotzdem freundlich, das hätte ich nicht hinbekommen. herzlichen dank! und ich glaube die gründe, die du nennst, waren der grund dafür, warum ich vor vielen jahren aufgehört habe diese zeitschrift zu lesen. da gibt es bessere.
    liebe grüße,
    jule*

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