Behinderte Momente #8

by Kaiserin

Szenen aus dem Leben mit einem behinderten Kind

Kaiserin 1 wurde für zwei Wochen stationär gepflegt. Die Krankenkasse will die Kosten nicht übernehmen. Ich frage die Sozialarbeiterin der Pflegeeinrichtung nach einem Rat. Wie sollen wir weiter vorgehen? Widerspruch? Klage vorm Sozialgericht?

Sie zuckt mit den Schultern: „Wir haben leider keine Vergleichsfälle. Normalerweise fehlt den Eltern die Kraft zu kämpfen – und sie zahlen selbst.“

82 Kommentare zu “Behinderte Momente #8

  1. Seit 35 Jahren der Alltag meiner Mutter – mittlerweile am Abgrund Ihrer psychischen Kräfte – unglaubliches Deutschland – Hut ab Euch Löwinnen! Mit Tränen in den Augen, weil das absurde Handeln der Ämter, Behörden und Co nicht gestoppt werden kann – würde ich mir so wünschen, nicht als Luxus, sondern um Luft zu bekommen. Wer oder was ist hier die Behinderung….? Verbundene Grüsse.

  2. Ja, genau entweder du kämpfst oder zu zahlst selbst oder dein Kind kommt halt in eine Pflegefamilie.

    Ich weiß noch nicht mal obs sich lohnt ne Elternasistenz durchzufechten wenn ich die dann selber zahlen muss weil ich zuviel EK habe…. Aber eine Pflegefamile würde Sohn echt das Herz brechen, der hängt doch so an mir, der hat seit der Geburt noch keine Nacht ohne mich verbracht… Ich würde gerne weniger als sonst die genervte dauermüde Mutter mit genervter dauermüder Assistenzoma sein… Es ein krampfhaftes Hangeln und einem Tag zum andern…

  3. Ich finde das sehr schwierig. Ich bin selbst erst knapp über 30 und auch mich hat eine Schwerbehinderung ereilt. Auch habe ich früher ehrenamtlich im ambulanten Kinderhospizdienst gearbeitet und weiß daher wie das Leben mit einem, wie wurde oben geschrieben, „kranken Gemüse“ ist.

    Dennoch oder gerade deswegen, kann ich, wenn ich auch diese drastischen Formulierungen die nur beleidigend aufgefasst werden können, die Dame oben zum Teil verstehen.

    Ich habe mit vielen Müttern gesprochen und ich habe viele erlebt die nicht bereit waren für Pränataldiagnostik. Da sage ich ganz klar: Zahlt selbst! Ich habe die Mütter nie verstanden.
    Ich bin absolut gegen Spätabtreibung, da das Kind da schon ein Kind ist. Aber man kann heute sehr früh untersuchen und wer dann immer noch „krankes Gemüse“ austrägt, dem ist nicht mehr zu helfen, der soll sich selbstverwirklichen, aber nicht auf unsere Kosten.

    ABER es gibt die Mütter die alles getan haben, sie haben nichts ausgelassen, haben nicht geraucht, nicht getrunken, sich gesund ernährt. Für genau diese Mütter müssen wir als Gesellschaft da sein, sie unterstützen.
    Ist ein Kind erstmal ein Kind (spannende Frage, wann beginnt es ethisch, nicht medizinisch ein Kind zu sein?) wäre es vollkommen inakzeptabel es zu töten. Leider geschieht das noch zu oft. Nicht alle Kinder sterben und durch die unmenschliche Behandlung des Kindes hat dieses am Ende noch mehr Defizite als es ohne Spätabtreibung hätte. Ich denke da vorallem an das Down-Baby (heute ein vollwertiger erwachsener Mensch) aus Oldenburg. Tim lebt, er hat seine eigene Abtreibung überlebt und auch als er auf der Welt war und der Arzt ihn liegenließ, Tim kämpfte und er LEBT! Leider mit noch mehr Defiziten, durch die Abtreibung.

    Ich denke es gibt mehr als schwarz und weiß, mehr als das Verherrlichen einer Mutter nur weil sie (wie tausende andere) ein behindertes Kind hat, mehr als das Bashing einer sich im Ton vergriffenen Frau, ich denke, es gibt auch Grautöne.

    • Was du hier offenbar zu gerne nur vergisst, sind die Nebenwirkungen solcher Diagnostik. Amniozentese und Konsorten erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer späten Fehlgeburt.
      Es ist mir unbegreiflich, wie du als Frau so unsolidarisch anderen Frauen gegenüber sein kannst, und ihr Persönlichkeitsrecht so gern eingeschränkt sehen würdest.

      Dazu kommt noch, dass das behinderte Kind selbst dafür nun mal nichts kann. Weder für die Behinderung noch für die Entscheidungen der Eltern bezüglich Pränataldiagnostik. Warum sollte das also in diese absurde Form der Sippenhaft genommen werden?

      Ich empfinde deine Äußerungen hier als absurd und menschenverachtend.

  4. Menschen wie Marina gibt es leider sehr viele. Es ist einfach, sich selber über die Kranken, Behinderten, Alten, Ausländern etc. zu stellen. Es ist einfach den anderen die Schuld zu geben, anstatt Fehler bei sich zu suchen. Es ist einfach zu behaupten, die Gesellschaft wäre besser, wenn sie nur aus Menschen wie einen selber bestünde. Wenn man sich nur alles selber aussuchen könnte.

    Wenn der eigene Horizont sehr beschränkt ist, ist es auch schwer nachzuvollziehen, was man von Menschen lernen kann, die anders sind.

  5. Ich kann mir gar nicht so richtig vorstellen, warum die Krankenkasse einen stationären Aufenthalt nicht bezahlen sollte? Bezahlt sie doch bei allen Kindern?

  6. Als stille Leserin des Blogs, die du immer wieder aufs Neue berührst mit deinen Artikeln und die dich für euren Weg und eure Stärke bewundert, muss ich mich heute doch äußern:

    Ich wünsche dir und deiner gesamten wunderbaren Familie weiterhin viel Kraft, Freude und viele Momente voll Lachen.
    Lass dich nicht zu sehr ärgern – weder von den Kassen noch von Trollen.

    Liebste Grüße, Sandra

  7. Liebe Mareice!

    Ich lese schon länger und immer wieder gerne deine Berichte aus dem Kaiserinnenreich und bin jedesmal aufs neue berührt von deinen so liebevollen Erzählungen.
    Heute schäme ich mich…zutiefst…für diese unglaublichen Worte meiner Namensvetterin, die auf so hässliche Weise versucht, euer wunderbares kleines Reich zu beschmutzen.
    Und gleichzeitig bin ich unendlich erleichtert, zu lesen, wie viele liebe Menschen darüber entsetzt sind, sich schützend vor euch stellen. Lassen wir es nicht zu, dass diese frustrierte und verletzte Person hier irgendetwas kaputt machen kann!
    Wie gut, dass die kleinen Kaiserinnen so gut behütet und herzlich umsorgt sind… Und Dich Mareice, Dich drücke ich ganz feste!!!
    Die andere Marina

  8. Hallo,
    Ich habe mich nun durch alle Kommentare gelesen und bin, ehrlich, zwiegespalten, denn eigentlich tun mir wirklich alle Menschen leid!
    Ich selbst habe eine psychische Behinderung. Ich habe mich entschieden Mutter zu werden und wusste ich schaffe das nur mit viel Unterstützung. Ich habe diese Unterstützung erst von einer wunderbaren Familienhebamme bekommen und nun wohne ich mit meinem fast zwei jährigen Sohn bei meinen Eltern im Haus und kann mich immer auf sie und meine Geschwister verlassen. Ich arbeite inzwischen wieder teilzeit, was mich aber zu nehmend an meine grenzen bringt, weil die Arbeitswelt zu hart für mich ist. Was bleibt mir also nun?

    Ich habe es mir auch nicht selbst ausgesucht und wünsche allen Menschen das ihnen so ein Schicksal erspart bleibt. Und wen es doch trifft dem wünsche ich viel kraft und Menschen die zu ihm stehen und unterstützen.
    Ich habe vor meiner Familie, im besonderen vor meiner Mutter sehr viel respeckt. Denn der Alltag mit mir ist nicht immer einfach!

    Liebe Mareice,
    Ich habe vor dir einen Wahnsinns Respekt. Vor deinem Mut und der Offenheit und der Kraft! Schön das es Menschen wie dich gibt.
    Mach einfach weiter so, und bemitleide Menschen die ein so schweres Schicksal haben dass sie nur noch um sich schlagen können!

  9. Hallo Mareice,

    Ich bin durch Anne und ihren Blog-Artikel (http://berlinmittemom.com/2015/04/18/ein-brief-ins-kaiserinnenreich-liebe-mareice/) auf Dich aufmerksam geworden und obwohl ich bisher nur einen Bruchteil Deiner Beiträge gelesen habe kann ich nicht anders als Dir meine Bewunderung auszusprechen, denn ich weiß aus eigener Erfahrung was es heißt einen besonderen Menschen in der Familie zu haben.

    Ich bin selber Mutter von 2 wundervollen Mädels (16J. und 6J.) und im August werden die Beiden nochmal Verstärkung bekommen. Die Große hat eine atypische Epilepsie und eine geistige Behinderung unklaren Ursprungs. Im Geiste ist sie eine 1 1/2 – 2-Jährige und wird es auch immer bleiben. Trotz ihrer Einschränkung -die sie selber sicher gar nicht als solche empfindet- war und ist sie eine Frohnatur die zwar eine Menge Pflege und Aufmerksamkeit braucht, im Gegenzug aber auch eine Menge zu geben hat.

    Die unqualifizierten Kommentare einer gewissen Marina machen mich traurig und unendlich wütend. So etwas kann doch nur von einer Person kommen die nicht weiß was es bedeutet Mutter zu sein und/ oder einen pflegebedürftigen Angehörigen zu haben. Zu Beginn einer Schwangerschaft beabsichtigt sicher niemand ein behindertes Kind zu bekommen, doch in einigen Fällen wird die Hoffnung auf ein gesundes Kind leider jäh zerstört. Doch sind diese Kinder deshalb weniger lebens- und liebenswert? Sicher nicht!!!

    Im Fall unserer Tochter gingen 3 1/2 Jahre ins Land eh wir endgültig mit der Tatsache einer Behinderung konfrontiert wurden, bis dahin gingen wir noch davon aus dass sie sich in einigen Punkten einfach nur etwas langsamer entwickelt als andere Kinder.

    Ihnen, liebe Marina, möchte ich nur sagen dass diese Kinder -oder kaputten Gemüse, wie Sie sie so abwertend bezeichnen- trotz, oder grade wegen ihrer Besonderheit eine Menge zu bieten haben, was man von Ihnen anscheinend leider nicht behaupten kann. Diese Kinder können die Welt -auch über das Kleinkindalter und den Tellerrand hinaus- noch unvoreingenommen sehen und haben eine ganze Menge an Frohsinn, Liebe und Vertrauen die sie uns ganz ohne Erwartung einer Gegenleistung immer wieder aufs Neue schenken. Diese Kinder kennen solch unschönen Dinge wie Hinterhältigkeit, Lug und Betrug einfach nicht.
    Bevor Sie so abwertend und vernichtend über diese Besonderen Wesen urteilen sollten Sie erst Mal einige von Ihnen kennen lernen und versuchen die Welt auch nur für einen Tag mal durch ihre Augen zu sehen, dann würden Sie erkenne wie viel sie uns und der Gesellschaft zu bieten haben.

    Liebe Mareice, lass Dich durch solche Menschen nicht beirren und von Deinem Weg abbringen. Du weißt was es heißt jemanden uneingeschränkt zu lieben und für Dein Glück zu kämpfen. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft und Unterstützung für das was noch kommt, wie auch immer es aussehen mag.

    Liebe Grüße,
    Tanja

  10. Liebe Alle außer Einer,
    vielen Dank für Eure Kommentare, die so sehr von wunderbaren Herzen kommen, dass es meine Welt eben gerade ein Stückchen heiler gemacht hat, nach all den furchtbaren Nachrichten dieser Tage.
    VG
    /inka

  11. Da alles schon ausführlich genug hier gesagt wurde, bleibt mir nur noch zuzustimmen und zu sagen, da bin ich doch lieber kaputtes Gemüse, als Unkraut in dieser kaputten Gesellschaft.

    Liebes Kaiserinnenreich,
    Zumindest danke ich dir, dass Menschen wie du einer bist unsere Gesellschaft aufwerten und besser erscheinen lassen, als sie eigentlich, in ihrer Grundstruktur, ist.

    Menschen wie du geben mir Hoffnung, dass es sich lohnt weiter zu kämpfen und weiter zu hoffen, dass wir uns irgendwann wieder selbst tragen können und danke, dass du ein Wesen mit einen Herz voll Liebe in unsere Welt geboren hast.

    Ich sage, da ich dich erst jetzt treffe,

    HERZLICH WILLKOMMEN im schönsten und exotischsten Kräutergarten den diese Welt zu bieten hat.

    Schön, dass es euch gibt!

    In tiefster Verbundheit
    Alina

  12. Krankenkasse/Sozialarbeiterin: Oh Gott!
    Troll: So what?

    Soviel zu meiner Aufregepriorisierung. Hoffentlich hat die Sozialarbeiterin es nicht beim Schulterzucken belassen…

  13. Zack, zack … einen Widerspruch einlegen und bitte bloß nicht ausbremsen und einschüchtern lassen!
    Übrigens bin ich froh darüber, dass sich solch tolle Eltern wie ihr euch für eine vielfältige Gesellschaft mit und ohne Behinderung entscheidet. Ich bin Sozialarbeiterin, arbeite mit Menschen mit Behinderung. Ich wollte nie etwas anderes tun und zahle Sozialabgaben. Scheint dir, Marina ja wichtig zu sein, dass für dich gesorgt wird. Was leistest du für unsere Gesellschaft? Ich hoffe du findest eine sinnvolle Aufgabe in deinem Leben, handelst nicht mehr so impulsiv und unbedacht. Ich wünsche dir Empathie und dem Kaiserinnenreich nie wieder solch einen Widerstand in ihrem Leben!

  14. Hallo Mareice,
    ich kenne mich in der Materie nur ein bisschen aus, aber die vorübergehende stationäre Pflege müsste doch eigentlich als „Verhinderungspflege“ gelten und dann von der Kasse übernommen werden. Oder gibt’s das etwa nur für erwachsene Pflegebedürftige?
    Ich lese sehr gerne bei Dir und wünsche Euch alles Gute!
    Gruß
    Sabine

    • Hallo Sabine,

      für Pflegebedürftige Kinder steht einem die Verhinderungspflege genau so zu, darauf hat uns die Pflegedienst-Mitarbeiterin bei jedem unserer halbjährlichen Gespräche zum Pflegebericht für unsere Tochter immer wieder hingewiesen und uns dazu geraten das auch in Anspruch zu nehmen.

      Viele Grüße,
      Tanja

      • Hallo Tanja,
        vielen Dank für Deine Antwort. Genauso hatte ich mir das auch gedacht.

        @Mareice:
        Mich würde noch interessieren, mit welcher Begründung die Kasse eine Kostenübernahme überhaupt ablehnen konnte. Und das scheint ja nicht nur bei Kaiserin1 so gewesen zu sein, sondern auch bei anderen Kindern, die dort stationär gepflegt wurden. Wie kann das sein? Warum steht den Familien die Leistung Verhinderungspflege da (vermeintlich) nicht zu?

        Viele Grüße
        Sabine

  15. Leider bekommt dieser eine Kommentar jetzt unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit.

    Was ist mit der Tatsache, dass hier (mal wieder) die Krankenkasse jemandem Geld verweigert, in dem Wissen, dass sich die Betroffenen nicht dagegen werden wehren können: Institution gegen Familie, Haben gegen Nicht-Haben, Geld gegen Mensch.

  16. Zu glauben, dass jemand, die/der nicht sehen, hören oder gehen kann, eine größere Last sei für die Gesellschaft als jemand, der/die friedliches Miteinander zerstört, indem das Gegenüber verurteilt und beleidigt wird… Ganz schön kurz gedacht, Marina.

  17. Bei diesen Kommentaren von Marina bleibt mir die Spucke weg-lese ja immer nur still mit aber ich kann nicht an mir halten, dass ich seit Minuten Herzrasen vor Wut habe und mir bald die Galle hochkommt vor Zorn!
    Und ich kann mich nur allen anderen Kommentaren anschließen, die den Nagel auf den Kopf getroffen haben-Danke dafür.
    Und dazu fiel mir wieder ein, das meine Knalltüte einfach so zu mir kam,ohne dass ich sie mir aussuchte…und auch wenn das Leben mit ihr anstrengend ist und es anders „geplant“ war,so ist sie doch eine große Bereicherung, zeigt mir was wirklich wichtig und mit keinem Geld der Welt zu kaufen ist und ich habe Dank ihr gelernt mich über Kleinste Dinge zu freuen und so viel mehr in der Welt-vor allem in ihrer zu sehen und für diese kleinen Momente DANKBAR zu sein!
    Und ihre gesunden Geschwister profitieren soviel von der Liebe, der Feinfühligkeit,der Herausforderungen und dem natürlichen Umgang im Alltag dass hier in diesen vier Wänden ein großer Schatz entstehen wird und auch dafür bin ich DANKBAR!
    Mareice,ich drücke Dich und sende herzenswarme Fernwärme an Euch und den kleinen Schatz in Euren vier Wänden!!!!
    Mehr kann ich nicht sortieren in meinem Kopf obwohl ich so gerne mehr ausholen würde!

    • „Irrenhaus “ ist ein antiquierter und heute diskriminierender Begriff für die moderne Psychiatrie;
      auch hat – wie Rike kommentiert – der Troll ganz sicher keinen Hirnschaden, denn ein Hirnschaden manifestiert sich nicht in ausgeprägtem Trolltum !

      Es fehlt hier eigentlich nur noch der Kommentar, der des Trolls Ansicht oder die Haltung der Kranken- kasse als „voll behindert“ bezeichnet – was dann allerdings einer gewissen Komik endgültig nicht mehr entbehrte !

      Ich unterstelle hier niemandem kränkende oder diskriminierende Absichten, ich glaube vielmehr, dass manch ein Kommentar mit sehr viel Herzblut etwas zu unbedacht abgesendet wird !

      In diesem Sinne: Oh Herr, wirf Hirn vom Himmel !

      (ich habe dazu auch schon mal bei den Behinderten Momenten 2 kommentiert)

      LG

      • Wir nennen uns hier liebevoll Irrenhaus, weil das Leben hier alles andere als normal ist.
        Vielleicht muss nicht alles in die diskriminierende Waagschale geworfen werden.
        Ohne Ironie, Sarkasmus und Lachen über Dinge- die manch Anderer nicht versteht, würde die Seele zusammenbrechen!

        • ich hatte dich ganz anders verstanden :

          „Aus dem Irrenhaus“ als Überschrift (nicht als Name), also so, dass

          Marinas bzw. die Meinung der Oma aus „Behinderte Momente #2“ eine

          Meinung ist, die aus dem Irrenhaus kommt ;

          Gruß nikki

  18. Liebe Mareice,

    normalerweise kommentiere ich nichts im Internet; aber der Kommentar von Marina hat auch mich sprachlos und wutend gemacht und ich moechte nicht laenger sprachlos sein!

    Ich wollte Dir nur sagen, dass ich Deinen Blog wirklich inspirierend, interessant und mut-bringend finde! Danke dafuer!

    Und ich wuensche Dir, Deinem Partner und den Kaiserinnen weiterhin viel Kraft, Freude aneinander und sowieso alles Gute!

    Ilka

  19. Ich kann mich allen anderen Vorredner nur anschließen! Ich zahle jeden Monat den Höchstbetrag in die gesetzliche Krankenkasse ein und stelle mir immer vor, dass das Geld dann vielleicht bei einer gewissen kleinen Kaiserin ankommt. Oder bei einer lieben Freundin, die an einer Autoimmunerkrankung leidet, oder beim Kinderarzt um die Ecke, oder ab und zu auch bei meinem Mann, wenn er an Heuschnupfen leidet… Es tut gut, Teil einer Solidargemeinschaft zu sein, die sie stark ist, dass ich auch solche kompletten VOLLIDIOTEN aushält!

    Dazu fällt mir nur eines ein: Herr, lass Hirn vom Himmel regnen! Wie dumm man sein kann, erstaunt mich immer wieder.

    Eine dicke Umarmung aus München nach Berlin

  20. Ich will es wolldrache gleich tun… Diese treffenden Zeilen hinausbrüllen:
    “… Und damit: geh weg. KONFRONTIERE NICHT anonym und UNGEFRAGT EINEN MENSCHEN MIT DEINER MEINUNG, den du gar nicht kennst, WENN DU WEISST, DASS ES DEMJENIGEN WEH TUN WUERDE. ..” (Zitat Klara)

    Jede Mutter und jeder Vater wünschen sich ein gesundes Kind… Und ganz oft klappt das ganz wunderbar! Doch manchmal, da passiert dabei ein kleiner oder auch mal ein größerer Fehler und es läuft nicht alles so, wie man sich das vorgestellt hat.
    Dann steht ein Elternpaar da und muss sich neu sortieren. Eigentlich gibt es drei Varianten, wie es weiter geht… 1. Das Kind verabschiedet sich von alleine. 2. Die Eltern verabschieden das Kind. 3. Die Eltern lassen sich auf ein Leben mit ihrem Kind ein.
    Marina, vielleicht stehst Du auch mal an diesem Punkt, dass Dir ganz schlecht ist vor Aufregung, weil Du vor einer Untersuchung im Wartezimmer sitzt und nicht weißt, wie es dem kleinen Winzling geht, mit dem Du seit Wochen oder Monaten durch Deinen Bauch sprichst, den Du streichelst, dem Du abends schon seine Spieluhr spielen lässt und den Du in Gedanken schon siehst, wie er ganz allein auf die Rutsche geklettert ist und stolz schreit Maaaaaamaaaaaa!, damit Du kuckst. Du sehnst Dich schon danach, dass er irgendwann alleine aufstehen kann und morgens zu Dir ins Bett klettert um sich einfach anzukuscheln. Du läufst dann vielleicht mit dem Winzling im Bauch durch die Welt und erzählst ihm, was Du ihm alles zeigen möchtest, wenn er endlich da ist und wen er alles kennenlernen wird. Und noch so viel mehr.
    Es gibt Eltern, oder Mütter oder Väter, die erfahren schon früh, dass manches davon oder noch viel mehr, mit ihren Kindern nicht möglich sein wird. Das ist für niemanden ein toller Moment!
    Es gibt aber Menschen, die ihr Kind in dem Moment nicht ‚wegschmeissen‘, weil es nicht so funktioniert wie bestellt, sondern sich neu sortieren und diese Herausforderung annehmen.
    Und nochmal:
    GEH WEG UND LASS DEN FRUST AN DEINEM SPIEGELBILD AUS, WENN ES RAUS MUSS! aber lass andere Menschen, die dich nicht danach fragen, damit in Ruhe!

    Mareice, ich bin irgendwie immer wieder geschockt, wenn jemand seine Meinung so kundtut. In meinen Augen ist es das Gegenteil von menschlich. Aber mir ist auch bewusst, dass es diese Meinung gibt in der Gesellschaft. Fühl Dich ganz arg umarmt, ich finde toll, wie Du uns teilhaben lässt und wie Du Hürden meisterst und dass Du für Deine Kaiserinnen da bist!

    Zumindest eins meiner Kinder wird der Gesellschaft nie das Geld zurückerwirtschaften, was es jetzt schon gekostet hat… Ich glaube aber, dass es die Welt ein kleines Stück schöner macht und dieses Stück mit Geld nicht aufzuwiegen ist.

    Viel Text, sorry, hab mich aufgeregt.

    • Vielen Dank für diesen schönen Kommentar!
      Ich war gerade in den Mühlen der Pränataldiagnostik und kann Euch Eltern „behinderter“ Kinder nur meine Hochachtung ausdrücken – da habt Ihr eh schon ein Packerl mitbekommen und dann trollen Euch noch irgendwelche Leute an und die Krankenkasse versucht, sich um Leistungen zu drücken…Ihr seid die Helden hier!!!

  21. Ein Troll auf dieser Seite ist in den besten Händen, da erübrigt sich jede weitere, unverdiente Aufmerksamkeit. Trotzdem tun einer Mutter solche Worte im Herzen weh. Mareice, es tut mir sehr leid, dass du das lesen musstest. Es ist dir bestimmt heiß und kalt geworden, obwohl du dich sicher innerlich darauf vorzubereiten und zu wappnen versuchst.Das ist der Preis der Öffentlichkeit und zugleich der Grund, weshalb du sie gewählt hast. Ich hoffe sehr, dass sich diese schreckliche Person den ganzen Tag nur mit sich selbst beschäftigt. Was mir immer wieder Sorgen macht ist, dass es Menschen mit ähnlichen Einstellungen auch in Behörden, Krankenkassen und an anderen für Menschen mit Behinderung wichtigen Stellen gibt. Die Haltung, Behinderung sei ein -selbstverschuldetes- Übel und verursacht nur Kosten zu Lasten der Allgemeinheit ist noch weit verbreitet. Leider sieht man es den Menschen von außen nicht an, was sie denken. Was auch immer hinter eurer Ablehnung steckt Mareice, sie haben sich mit der Falschen angelegt.Viel Erfolg bei eurem Weg durch die Instanzen.

  22. Mir ist ob dieses widerliche Trollkommentars schlecht…

    Liebe Mareice, ich hoffe so sehr, dass du nicht zu oft so etwas Fürchterliches lesen musst. Ich bewundere eure Kraft und freue mich immer sehr, wenn ich aus jeder Zeile lesen darf, wie sehr ihr eure beiden Mädchen liebt. Ich bin so froh, dass ihr so offen aus deinem Leben mit einem behinderten Kind berichtest und ich hoffe wirklich sehr (und wünsche mir), dass die positive Anteilnahme immer für euch überwiegen mag!

    Einen sonnigen Tag für die ganze Kaiserfamilie!

  23. Guten Tag Marina!

    Nach einem ausufernden ‚Ponyhochpust‘ möchte ich auf Ihre, sich selbst disqualifizierende Äußerung, reagieren!
    Wir leben hier in Deutschland in welchem, zum Beispiel das Gesundheitswesen, auf der Grundlage des Solidargemeinschaft fußt.
    Das bedeutet, dass wir alle dort einzahlen und diejenigen die Therapie oder weitergehend medizinische Unterstützung benötigen…diese auch erhalten.
    Das heißt natürlich, dass Entscheidungen getroffen werden, die nicht von allen Menschen verstanden und/ oder nachvollzogen werden können. Manchmal gibt es ein Veto seitens der Kasse und dann ist es gängige Praxis sich dem zu widersetzen.

    Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie alle Entscheidungen mittragen….aber so funktioniert das Solidargemeinschaftsprinzip.

    Ein paar Beispiele die sicher kontrovers zu diskutieren wären….aber täglich in Deutschland passieren:

    Raucher und ehemalige Raucher haben kassenfinanziert Heimsauerstoffgeräte…im besten Fall gibt’s ne neue Lunge.

    Menschen größeren Volumens die über Jahre vergeblich versuchten das Gewicht zu reduzieren erhalten Unterstützungen wie Ernährungsberatung, Kuren und zuletzt auch ein Magenband.

    Die 90jährige Dame ohne Patientenverfügung erhält einen Herzschrittmacher oder eine PEG Sonde weil es mit der oralen Zufuhr von Nahrung nicht mehr klappt.

    Menschen die jahrelang in der Sonne ‚grillten‘ und den ‚Assitoaster‘ frequentierten entwickeln die schönsten Hautkrebserkrankungen und bekommen trotzdem Bestrahlung und Chemotherapie

    Ehemalig gut aussehende Tatoos werden per Lasertherapie mühevoll entfernt und, da seelisch so belastend, kassenfinanziert.

    Viele dieser Beispiele sind mitverschuldete Situationen und trotzdem haben alle Menschen das Recht bezahlte Hilfe zu bekommen.

    Eltern die Kindern mit besonderen Bedürfnissen das Leben geben und sich für ihre Rechte einsetzen gilt es nach meiner Auffassung noch viel mehr zu unterstützen.

    Denn die können ja ‚gar nichts dafür‘ dass es so ist!

    Vielfalt macht unsere Gesellschaft aus und davon lebt sie!

    Ich wünsche Ihnen stets Gesundheit und Zuwachs an Wissen und Reflektionsfähigkeit….Monosynapsismus heilt sich leider nicht von selbst!!!

    Liebe Mareice, Kaiserinnenreich rules!
    Du hast ein große bunte Hamburger Followerschaft!!!
    U*

    • Liebe Hamburgerin!
      Yeah! Ich kann gar nicht so laut „yeah“ rufen, wie ich es angesichts Ihres tollen Kommentars gern möchte!

  24. Oh je, der Kommentar von Marina macht fassungslos und traurig. Es tut mir sehr leid für Dich, dass gerade in so einer Situation solch unmenschlichen Aussagen ausgesetzt bist.
    Zur Krankenkasse bleibt nur zu sagen, dass solch ein Vorgehen Usus ist, da gezielt darauf gesetzt wird, dass die Menschen zahlen, weil ihnen die Zeit, Kraft, Ausdauer zum Kämpfen fehlt.
    Einen Anwalt hast Du oder?

  25. bitte liebe kaiserinnen-familie, schließt eine rechtsschutzversicherung ab und schaut das diese auch viele eurer kriterien beinhaltet, die ihr von denen als vertretung braucht ! denn bei jeder kleinen abweichung wirds schon wieder nicht mehr „vertreten“, aber es erleichtert ungemein eure situation und macht kopf und traurige sehle freier, wenn man hier professionelle unterstützung hat. sucht euch einen guten Berater + versicherung. all the best! (so was hab ich auch noch nie erlebt)…troll und krankenhaus situation, wenns kommt dann richtig dicke.

  26. Ich denke dem Troll geht es hier nicht um eine Meinung zum Thema, sondern ganz offensichtlich um die Freude am Funken im Benzinkanister !
    Das macht es nicht unbedingt besser – lässt mich aber davon absehen direkt unter Marinas Kommentar zu antworten !

    Und zum Thema:
    wahrscheinlich werden euch Probleme mit der Krankenkasse noch öfter begleiten;
    ich würde eine Rechtsschutzversicherung abschließen, einen mir entsprechenden Anwalt oder Verein
    suchen, an den ich künftig diese Probleme möglichst ohne Aufwand delegieren kann.
    Meiner Erfahrung nach kann ich solche Probleme „schrumpfen“ – vor allem emotional – , wenn einen
    mir vertrauten Professionellen an meiner Seite weiß, auf den ich im Notfall verlässlich zurückgreifen kann.
    Natürlich ist sowas immer Geschmacksache -es soll daher kein Vorschlag, sondern lediglich eine Info sein !

  27. Liebe Mareice,
    Unglaublich!!
    ich kann nachempfinden was du da grad durch machst! Ich habe das auf anderen Gebieten auch derzeit, mich mit Bürokratischem Scheiss rumschlagen der uns Müttern/Eltern die Kraft raubt, die wir dringend für unsere Kinder brauchen/wollen. Vor allem sinnlose Bürokratie, die einfach nicht sein muss.
    Ich hoffe sehr das du das schnell und zu eurer Zufriedenheit klären kannst und hoffentlich ohne zu großen weiteren Kraftaufwand!!
    Viel Kraft und dann Erholung von einer Zeit die mit Sicherheit auch nicht leicht war!
    Liebe Grüße
    Maike

  28. „Das hatten wir so noch nicht!“ Meine Antwort war darauf – und ist es, wenn nötig: „Dann wird es Zeit!“

    Liebe Kaiserin, Unfassbar, ich dachte, das hätte sich inzwischen verändert. Es scheint aber im Zuge der Sparmaßnahmen tatsächlich die Runde zu machen. Bleib am Ball. Chapeau und viele, gute Nerven wünsch ich Dir. Widersprich so oft und so lange es geht! LG Ulla

  29. Liebe Marina, Dein Kommentar macht nicht wirklich traurig. Hast Du schon mal daran gedacht, dass Du morgen angefahren und ein lebenslanger Pflegefall sein könntest? Oder bei einer chronischen Erkrankung ‚Hier‘ schreien könntest? Und, glaube mir, das bisschen, was Du, was die meisten, in die gesetzliche Krankenkasse einzahlen, kommt da nie und nimmer für auf.
    Ich wünsche Dir das wahrlich nicht- obwohl es vielleicht helfen würde beim Aufwachen.
    Viele Grüße von einer, der genau das passiert ist.

  30. Habe ich auch schon erlebt: den Trick der Krankenkasse, mir die Mutter-Kind-Kur nicht genehmigen zu müssen. Gott sei Dank bin ich gut im Briefeschreiben. Aber ich dachte an all die, denen die Kraft dazu fehlt.
    Der Troll-Kommentar ist ja so unglaublich, ich glaube, da muss ich nichts zu sagen. Ich finde es gut, dass du ihn frei geschaltet hast. Damit du mit ihm nicht alleine bist.
    ((()))
    Viel Kraft wünsche ich,
    Mara

  31. Ich habe beruflich täglich mit Krankenkassen zu tun, die sich weigern, für erbrachte Leistungen zu zahlen. Und es kostet wahnsinnig viel Zeit, Energie und auch Geld, sich da immer zu wehren – aber es ist so wichtig dass man es tut!

  32. Ihr habt euch dieses kranke, kaputte Lebewesen selbst ausgesucht. Wenn es Unsummen kostet, warum sollte dann die Gesellschaft darunter leiden?
    Was darf man denn als Rückgabe erwarten? Wohl nichts.
    Ergo: Selbstzahlen und nicht jammern!

    • da bleibt doch nur zu hoffen, dass Sie irgendwann kaputt genug sind, dass die Gesellschaft Ihre Genesung nicht finanzieren muß. Ich hoffe es sehr. Schämen Sie sich.

      • Ich kann vorher wenigstens jahrzehntelang arbeiten und glücklich leben und gleichzeitig noch in die Kranken- und Steuerkassen einzahlen, während so ein kaputtes Gemüse nie auch nur einen Strich an die Gesellschaft zurückgeben wird, gleichzeitig aber Zigtausende kostet.

        • was tun sie hier in diesem blog? sind ihre zeilen tatsächlich ernst gemeint? warum wollen sie alle hier verletzen? ich bin erschüttert.

        • Marina: Ich bin selber eines dieser „“kranken, kaputten Lebewesen”, wie du so schön schreibst. Ich bin kleinwüchsig, mein Mann leidet unter Spina Bifida. Was bist denn du, das du andere Menschen so betiteln kannst? Ich wünschte ich könnte dir gegenüberstehen und du könntest mir deine Worte ins Gesicht sagen.

          Hoffen wir mal, dass du oder jemand in deiner Familie nie krank oder behindert wird. „Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.“

          Marina, du gehörst nicht in diese Welt, nicht in diese Gesellschaft, nicht in diese Zeit… Du bist für mich ein wertloser kranker Mensch, mehr nicht. Es lohnt sich nicht sich mit dir auseinander zu setzen.

          Du bist in dieser Gesellschaft nicht willkommen.

        • Ja, ich dachte auch mal, ich kann jahrzehntelang arbeiten und in die Sozialkasse einzahlen… wenn Du also nicht bereits im regulären Rentenalter bist, wie kannst Du Dir da sicher sein? Ich stand in der Blüte meines Lebens, war unter 30 Jahre alt, hatte die Welt vor mir und dann erwischte mich ein kleines Tierchen, setzte böse Bakterien in mein Blut und heute bin ich froh, einen Altenpfleger zum Mann zu haben, der sich rührend um mich kümmert. Mit knapp über 30 Jahren bin ich nicht mehr in der Lage, in Sozialkassen einzuzahlen, sondern selbst ein Pflegefall. Aber schön, wenn man als Mensch so verblendet durch die Welt gehen kann. Schade, dass manche Charakterzüge nicht einfach weh tun…

        • Marina, woher wollen Sie wissen, dass Sie jahrzentelang in die Kranken- und Steuerkassen einzalen werden? Wer oder was garantiert Ihnen denn, dass Sie nicht morgen durch eine Krankheit oder einen Unfall zum Schwerstpflegefall werden? Und auf Grund unseres Rechts- und Sozialsystems müssen wir dann so ignorante, egoistische und intolerante Menschen wie Sie durchfüttern, pflegen und finanzieren.
          Es mag sein, dass behinderte Menschen der Gesellschaft finanziell weniger dienen können. Dafür lehren sie uns etwas – jeden Tag. Dankbarkeit, Demut, Toleranz, zu erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Einfach das Schöne im weniger Schönen zu sehen. Wenn diese Menschen lachen können – warum sollten wir es nicht? Und ja, dafür bezahle ich gern!

    • Da schau her, ein Troll. Dachte schon, die gibt’s gar nicht mehr. Damit is auch klar, was man von Menschen erwarten kann, die nichts zu tun haben, außer anderen absichtlich ans Bein zu pinkeln: Nichts, außer Brechreiz!

    • Man weiss nicht, ob einen der Kommentar der Sachbearbeiterin oder der von Marina trauriger und sprachloser machen soll. Aber eigentlich ist es der Kommentar von Marina, denn der macht einen einfach nur sprachlos und unsagbar wütend. Irgendwie schockiert mich dieser Kommentar so, dass ich nicht die richtigen Worte finde ohne beleidigend zu werden.
      Respekt an Mareice, dass sie diesen Kommentar veröffentlicht hat.

    • Aber Hallo, Marina. Dieses „kranke, kaputte Lebewesen“, wie du es nennst, ist, Überraschung! ein geliebter Mensch. Jemand, wie du und ich. Eine Person, die genauso ein Recht auf Gesundheit, Freiheit, Liebe und Leben hat, wie wir alle anderen auch. Dieses Kind wird geliebt, und das von einer wunderbaren Mutter, die es absolut gar nicht verdient hat, dass hier so respektlos und engstirnig mit einem ihrer Blogeinträge umgegangen wird, so wie du es tust.
      Was tust du denn so für diese Gesellschaft? Leistest du Freiwilligendienst? Hilfst du alten, bedürftigen Menschen? Engagierst du dich für die Lösung von Problemen, die unsere Gesellschaft beschäftigen, auf einer menschlichen Ebene? Ich nehme mal an: Nein. Sonst würdest du das hier jetzt nicht sagen.
      Hast du vielleicht sogar selbst ein Kind, das du mehr liebst, als alles andere auf der Welt, dass du nie wieder hergeben würdest? Und nun stell dir mal vor, dein Kind wird krank und muss behandelt werden und aus dem nichts sagt die Krankenkasse: „Nö, von uns gibt’s da jetzt kein Geld.“ Was würdest du tun? Du wärst froh, dass es deinem Kind besser geht, aber auch du würdest dieses Geld viel lieber für etwas schönes ausgeben, für einen Urlaub beispielsweise. Du würdest dich auch ärgern.
      Und nun stell dir mal vor du bist alt, krank, kannst dich nicht mehr selbst bewegen und bist auf anderer Leute Hilfe angewiesen. Du bist dir aber sicher, du möchtest noch leben, weil du geistig ziemlich fit bist. Was würdest du tun, wenn ärztliche Behandlung für dich viel kostet, weil du plötzlich selbst ein „krankes, kaputtes Lebewesen“ bist, du selbst die Gesellschaft „Unsummen“ (dieser Geldbetrag ist nichts im Vergleich zu anderen Staatsausgaben…) kostest, weil von dir keine Rückgabe erwartet werden kann, denn du bist alt, hast nicht so viel Geld und deine Familie kann dafür auch nicht aufkommen? Richtig. Du würdest sterben. Punkt. Weil du ohne Hilfe nicht kannst. Das einzige was du zurückgeben kannst, ist Liebe und nette Worte. Genauso Kaiserin 1. Sie gibt Liebe, sie gibt Worte. Ihr wäret auf einem Level. Wölltest du dann immernoch sagen, dass das ganze privat bezahlt werden soll, auch wenn man nicht so viel Geld hat, dass es dann für den Rest der Bedürfnisse reichen würde?
      Wölltest du nicht, jede Wette.
      Und damit: geh weg. Konfrontiere nicht anonym und ungefragt einen Menschen mit deiner Meinung, den du gar nicht kennst, wenn du weißt, dass es demjenigen weh tun würde.

      Mareice: fühl dich ganz lieb umarmt. Solche Menschen sind das schlimmste.

    • Hallo?
      Wirklich: Ist das Ernst gemeint?
      Kaiserin 1 ist ein junges Mädchen und kein defekter Toaster oder irgendein Zellhaufen. Diese Wortwahl – grrrr

    • Ich schreie ja nicht gerne, aber das ist so treffend, das muss sein:

      „… Und damit: geh weg. KONFRONTIERE NICHT anonym und UNGEFRAGT EINEN MENSCHEN MIT DEINER MEINUNG, den du gar nicht kennst, WENN DU WEISST, DASS ES DEMJENIGEN WEH TUN WUERDE. ..“ (Zitat Klara)

      Schade, dass Trolle doch hierher gefunden haben

    • Deine Eltern haben sich dich auch ausgesucht Marina. Leider. Aber Hirnschäden wie deiner sind auch schwer zu diagnostizieren.
      Ohne Worte Mareice.
      Fühl dich umarmt.
      #behindertemomente

    • Geht’s noch, wer sucht sich bitte so etwas aus.
      Eher Hochachtung vor den Eltern !
      Mit einem besonderen KIND zu leben ist anstrengend, aber jeder Kampf lohnt sich und man kann von diesen tollen Kindern viel lernen und zurückbekommen.

      Wie vernichtend diese deutsche Bürokratie auf die Kräfte wirkt.
      Wenn Geld zu verdienen ist, schreien alle hier, wenn’s darum geht, denen zu helfen, die es wirklich brauchen und sehr wohl auch verdient haben, da fängt die Pfennigfuchserei an.

      Wie kann man nur so engagierte,liebevolle Eltern so demütigen.

      • Sie sagen es, liebe Karin: „Wer sucht sich denn bitte SOWAS aus“….

        Was kann man von diesem „kranken Kindern“ denn lernen? Sabbern? Brabbeln? In die Windeln kacken?

        • Ich glaube, dass Dich etwas im Leben sehr frustriert und du Dir in den kranken Kindern die Projektion Deiner Frust gefunden hast. Dass es nicht gesund ist, muss ich Dir nicht sagen. Du solltest ernsthaft überlegen zu einem Spezialisten Dich zu begeben. Deine Denkweise stammt aus der Nazi-Zeit….geh zum Arzt 🙂

        • Hallo Marina,

          dass Sie sich bei Ihren Worten nicht schämen, verstehe ich (gar) nicht. Ich bin zu 100 % sicher, dass man von Kaiserin 1 mehr lernen kann als von Ihnen. Anscheinend können Sie sich nicht vorstellen, dass einem auch ein behindertes Kind unendlich viel Liebe entgegen bringen kann. Und das genügt mir an dieser Stelle als Beispiel.

          Liebe Mareice, ich hoffe du lässt dich von solch einem hirnlosen Kommentar nicht noch mehr entmutigen. Ganz viel Kraft! Mach‘ weiter so!

        • Marina, Sie sind ganz das Projekt einer modernen Wegwerfgesellschaft.
          Was nicht passt,nicht der Norm entspricht wird aussortiert und weggeschleudert.

          Ich wünsche Ihnen nicht, das Sie selbst mal in die Situation kommen, wo sie selbst Hilfe in Anspruch nehmen müssen und Ihnen diese verwehrt werden, oder vll doch?

          was man von diesen besonderen KINDERN lernen kann, den Kampf im Leben nicht aufzugeben, immer wieder auf zu stehen.
          Sich an den kleinen Dingen zu freuen, die man mit Geld nicht kaufen kann.
          Sich auszudrücken auf eine ganz eigene Art u d Weise, zu sehen das viel mehr dahinter ist, als man es mit den Augen sieht.

          Und die Entscheidung ein Kind zu bekommen und es so zu nehmen wie es ist, ihm bei zu stehen, es zu fördern und dann wenn es vll nicht der Norm entspricht nicht abzulehnen, sondern es genau für das zu lieben , was es ist, ein liebenswerter Mensch……Das können nur besondere Mütter, die lieben, ohne wenn und aber.

          Wir maβen uns an, alles zu wissen…..Und wissen doch so wenig.

          Zu lernen das es heute, morgen ganz anders sein kann und dann damit umzugehen, ohne gleich aufzugeben….Das ist etwas , was man mit Geld nicht kaufen kann.

          Und wenn Sie nichts Gutes zu sagen haben, dann sagen sie besser gar nichts…..denn irgendwann kann es sie selbst treffen, der Sturm des Lebens knallt oft auch unvorhergesehen zu, werden Sie dann alleine sein, oder wird dann jemand da sein, der ohne Bedingungen für sie da ist?

        • Liebe Marina,

          ich schätze mal, du musst als Kind die Erfahrung gemacht haben, dass man nicht geliebt wird, wenn man „unbequem“ ist. Das tut mir sehr leid. Ernsthaft.

          Und jetzt bist du gleichermaßen fasziniert davon, wenn jemand „problematisch“ ist (sonst würdest du diesen Blog nicht lesen) wie abgestoßen – weil so riskiert man ja, dass einen keiner liebt!

          Dass, was man es dir als Kind abgesprochen hat, nämlich ganz und gar geliebt zu werden mit all deinen Bedürfnissen – auch wenn sie deine Eltern vorn Herausforderungen stellen – das sprichst du jetzt in deinem Schmerz und deiner Not anderen Menschen ab.

          Weil darum geht es in diesem Blog: Dass Liebe eine unfassbare Kraft ist. Die sich nicht darum kümmert, wie bequem oder unbequem die geliebte Person ist. Die Liebe von Eltern zu ihrem Kind ist stark genug für jede Ecke und Kante.

          Dass du diese Erfahrung nicht machen durftest, ist schlimm.Dass du es an Geld festmachst, ob jemand liebenswert ist, noch schlimmer.

          Aber weeßte was: Ich zahle zum Beispiel gerne meine Beiträge. Weil die Krankenkassen auch Psychotherapien zahlen. Für Fälle wie dich. Mach mal, ehe du weiterhin dir und anderen im Reflex und aus altem Schmerz wehtust, ok? Mach mal.

        • Marina, was ist Ihnen auf Ihrem Lebensweg widerfahren, dass sie sich so abwertend über ein behindertes Kind und seine Eltern äussern? Wissen Sie aus eigener Erfahrung, was Liebe ist?

        • Liebe Marina,

          als Erstes möchte ich dir sagen: Kaiserin 1 ist nicht krank, sondern ein Mensch mit Behinderung. Krank wäre sie, wenn sie einen Schnupfen oder Ähnliches hat.

          Ich kann in deinen Kommentaren erkennen, dass du dich nicht viel mit dem Thema Mensch mit Behinderung beschäftigt hast, und das finde ich vor dem Hintergrund, dass du Kommentare zu diesem Thema öffentlich stellst, sehr schwierig. Ich bin persönlich der Meinung, dass man sich zuerst gründlich informieren sollte, bevor man so eine Diskussion lostritt. Sonst hat man keine gute Gesprächsgrundlage und muss in Beleidigungen flüchten, weil man keine tragfähigen Argumente hat. Das kann man in deinen Kommentaren sehr gut sehen. Damit erreichst du aber gar nichts, außer wütende Gesprächspartner. Oder ist das dein Ziel?

          Ich möchte dir ein paar Denkanstöße geben:
          Was glaubst du, wer darüber entscheiden darf, welches Leben lebenswert ist und welches nicht? Was wäre die Konsequenz daraus? Wo würde man die Grenzen ziehen? Denkst du, dass ein Beitrag zur Gesellschaft ausschließlich aus finanziellen Beiträgen bestehen muss oder braucht es auch andere Komponenten, damit Gemeinschaft funktioniert? Welche sind das in deinen Augen? Zahlst du deine medizinische Versorgung selbst, sobald sie das, was du eingezahlt hast, übersteigt? Führst du Buch darüber, was du beigetragen hast, um das nachzuhalten und der Gemeinschaft nicht zur Last zu fallen? Was für eine Gemeinschaft wünscht du dir für dich und die Menschen, die du liebst, wenn ihr von einer Behinderung betroffen wäret? Wusstest du, dass nicht jede Behinderung schon während der Schwangerschaft oder auch in den ersten Lebensmonaten ersichtlich und diagnostizierbar ist? Und dass nicht jede Behinderung genetisch ist? Und auch, dass nicht jede Behinderung heißt, dass man kein Mitglied der Gesellschaft nach deinen persönlichen Werten werden kann? Hast du dich mal mit der Begriffichkeit „Behinderung“ auseinandergesetzt? Wusstest du, dass man auch mit psychischen Erkrankungen, die dein Leben einschränken, als „behindert“ gelten kann? Und ist dir klar, dass ein Großteil der Eltern behinderter Menschen berufstätig sind und auch einen finanziellen Beitrag leisten? (Von ganz anderen Beiträgen abgesehen.) Du ärgerst dich über die hohen Abgaben deines Einkommens und denkst, es würde etwas ändern, wenn Menschen mit Behinderung keine Unterstützung mehr erhalten? Dann beschäftige dich doch mal mit konkreten Zahlen: Wo geht dein Geld hin und wieviel Prozent davon landet bei Menschen mit Behinderung?
          Ich verstehe nicht, was das Ziel deiner Kommentare ist. Zum Umdenken bewegst du so sicher Niemanden, oder du musst dir eine passendere Plattform dafür suchen. Mit deinen Argumenten bist du hier ziemlich falsch. Aber wenn du Aufruhr verursachen wolltest, ist dir das sicherlich gelungen.

          Ich wünsche dir, dass du dir mal Zeit nimmst, und ehrenamtliche Arbeit leistest in einer Einrichtung, die mit Menschen mit Behinderung arbeitet, damit du mit eigenen Augen sehen und erleben kannst, was sie für einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Und das ist so viel mehr als das, was andere Kommentatorinnen bereits gesagt haben. Ich werde es dir aber nicht verraten, ich wünsche dir, dass du es selbst herausfindest.

          Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der nur blonde, blauäugige, perfekte Menschen willkommen sind. Ich mag die Welt bunt.

          Viele Grüße,

          Emma

    • Das ist die Gesellschaft in der wir leben: In der jedes Leben seinen Platz hat, ganz unvergleichbar mit jedem anderen. Sogar deines, Marina!
      Schau, vielleicht hat für mich dein Leben keinen Wert und trotzdem darfst du hier sein. Wir richten nicht über dich, obwohl du der Gesellschaft viel mehr Hass bringst als du es mit deinem Geld jemals aufwiegen könntest.
      Das ist das Gute an unserer Zivilisation: nicht, dass Kaiserin 1 hier sein darf, sondern sogar du, Marina.

      • Ha! Sehr gut, Thomas.

        Es gibt einfach Menschen, die tragen so viel Selbsthass in sich, dass sie nicht anders können. Diese Bezeichnungen für Kaiserin 1 künden davon.

        „Wer hart ist gegen sich, der erkauft sich das Recht, hart auch gegen andere zu sein, und rächt sich für den Schmerz, dessen Regungen er nicht zeigen durfte, die er verdrängen mußte.“ Von Adorno.

        Das ist noch das freundlichste, was ich der Kommentatorin zuschreiben möchte.

    • Meine Oma hat den passenden Satz zu solchen Kommentaren gelehrt: „Gegen Dummheit ist kein Gras gewachsen!“

      Ich schlag meinen Kopf jetzt dreimal auf die Tischplatte und versuche diese Dummheit zu verdauen!
      Alles Liebe für alle drei wunderbaren Kaiserinnen..

    • Hallo Marina,
      Warum liest du überhaupt diese Beiträge, wenn es dich so aufregt, wenn es dich so wütend macht? Was machst du überhaupt hier?
      So ein dämlicher Kommentar, der einfach unnötig ist, macht mich sprachlos!
      Kennst du Menschen mit Behinderung? Kennst du Menschen mit Beeinträchtigungen? Ich hoffe für dich, dass du niemals auf die Hilfe andere angewiesen sein wirst… In diesem Sinne wünsche ich dir was!!!
      LG an Mareice

    • SOLIDARGEMEINSCHAFT ANYONE?????

      Marina, solltest Du in eigener Verantwortung mit dem Auto gegen einen Baum fahren, bist Du sicher voll damit einverstanden, dass Dich die Feuerwehr nicht rettet und das Krankenhaus nicht behandelt, weil immerhin bist Du persönlich gegen den Baum gefahren und verdienst es nicht anders.

      *facepalm

      Mein Gott.

    • „Lohnt sich das oder kann das weg“ – Marina, hast Du Dir diese kranke, kaputte Lebenseinstellung selbst ausgesucht? Und vertrittst Du diese Einstellung während Deiner ganzen Existenz (Leben will ich da nicht schreiben) so vehement? Also auch, wenn Du sozialunverträglich früh krank und/oder behindert wirst und Dich für die Gesellschaft nicht mehr lohnst? Bist Du dann für die aktive Sterbehilfe, damit Deine Existenz beendet wird und keine Belastung für die Gesellschaft wird?

  33. Das macht mich so wütend, dieses System, das die begünstigt, die Kraft, Zeit, Geduld und Nerven haben sich zu wehren, und die, die eigentlich dringender Hilfe benötigen, weil ihnen das alles fehlt, obendrein noch in den Hintern tritt… grrrrrrrrr

    Widerspruch? „Normale“ Eltern brauchen ja selbst dafür Hilfe von außen, weil so ein Widerspruch ja nur mit bestimmten Formulierungen weiter hilft…

    • Hallo Mareice,

      ich finde es mutig, dass Du den Kommentar frei geschaltet hast, der hier so viel Wut ausgelöst hat. Denn wenn man solche Trolle immer wegdrückt, kann keine Diskussion stattfinden. Thema der Diskussion sind nicht die kaiserinnen, sondern dass es immernoch Menschen gibt, die derart über Behinderte denken. Über diese Einstellungen sollten wir nicht schweigen, sondern sie ans Licht zerren und klar machen, wer diese Menschen sind und was wir über sie denken.

      Gruss
      Margret

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