Die kaiserliche Woche // KW 17

by Kaiserin

Wenn ein behindertes oder chronisch krankes Kind geboren wird, müssen sich die Eltern mit vielen Themen auseinander setzen. Gerade in der ersten Zeit geht es nicht nur darum, sich in der neuen Situation zurecht zu finden. Die Eltern müssen sich auch um Bürokratie und Organisation kümme: Wo beantragen wir die benötigten Hilfsmittel? Wer kann mein behindertes Kind betreuen? Wo finden wir medizinische Expertinnen? Und viele weitere Fragen – Anlaufstellen gibt es einige. Aber welche ist die passende? Was fehlt: Eine zentrale Anlaufstelle für den vielfältigen Bedarf von Kindern mit einem besonderes Versorgungs- oder Betreuungsbedarf. Genau dafür gibt es jetzt eine Petition. Alle Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es hier: Petition fordert zentrale Anlaufstelle für besondere Familien

Wie spielen eigentlich behinderte Kinder? Und mit welchem Spielzeug? Natürlich ist das keine Frage, auf die es nur eine Antwort gibt. Ella vom Blog Ringelmiez stellt sie trotzdem – und es ist schon eine bunte Mischung an Antworten zusammen gekommen. Vielleicht fällt Dir auch noch was dazu ein? Gesucht: Spielzeugideen für Kinder mit Behinderung

Noch bis zum 3. Mai 2015 wird der Titel Best of Online Acitism vergeben – abgestimmt dafür wird täglich. Stimmen für das Kaiserinnenreich (oder die anderen tollen Projekte wie zum Beispiel das Blog Kleinerdrei) bitte hier entlang: THE BOBS – Best of Online Activism / People`s Choice for German 2015

Fabian schreibt den immer lesenswerten Blog New Kid and the Blog und hat gerade eine tolle Aktion eines Vaters vorgestellt. Dieser lässt seinen Sohn mit Hilfe von Photoshop fliegen – und setzt damit für sich selbst, seinen Sohn und die Öffentlichkeit ein Zeichen: Alles ist möglich, mit oder ohne Behinderung. Wunderbare Bilder sind dabei entstanden: Vater bringt Sohn mit Down-Syndrom das Fliegen bei

Den besten Artikel über Elternschaft und Geschlechterrollen hat Jochen König für DIE ZEIT geschrieben: Fritzi sagt Mama zu Papa

Geklickt: Die Videos der Kampagne #InklusionSchaffenWir! Bildschirmfoto 2015-04-23 um 15.11.27Geschockt: Darüber, was Frauen vor 100 Jahren ertragen mussten, wenn sie öffentlich Haltung beziehen wollten. Bewegender Vortrag der tollen Journalistin und Feministin Caroline Criado-Perez bei der Tagung Wessen Internet? der Friedrich Ebert Stiftung. #netzgenderFullSizeRender-1Gerollt: This is how we roll.Geschleckt: Erdbeereis. Hilft gegen Husten, sagt Kaiserin 2.Gelebt: Eltern-Alltag.FullSizeRender

6 Kommentare zu “Die kaiserliche Woche // KW 17

  1. Eine Zentrale Anlaufstelle wäre wirklich eine gute Idee. Die schlechte Nachricht über die Erkrankung/Behinderung reißt einem schon genug den Boden unter den Füßen weg, da hat man dann eigentlich keinen Nerv dazu sich auch noch durch Ämter und Anträge zu arbeiten.
    Bei unserer Großen wurde die Erkrankung (und damit verbundene Behinderung) erst mit 3 1/2 Jahren diagnostiziert. Vorher war nur klar dass sie eine Entwicklungsverzögerung hat und in einen Förder-Kiga musste, was wahrscheinlich auch ein wenig Glück war. In dem Kiga gab es auch eine Psychologin welche den Eltern beratend zur Seite stand. Eigentlich hätte es mir als MFA klar sein müssen dass mein behindertes Kind einen Anspruch auf einen Behindertenausweis und Windeln auf Rezept hat, doch selber kam ich nicht drauf. Die Gespräche mit der Therapeutin haben uns in vielerlei Hinsicht geholfen.

    Viele Grüße,
    Tanja

  2. Bei uns soll auch eine zentrale Anlaufstelle entstehen, aber schon jetzt geht es dabei fast nur um die Interessen der Sozialdienstleister, des Projektteams und die Interessen der Kostenträger. Die eigentlich betroffenen Familien werden von vornherein systematisch ausgeschlossen z.B. durch einmalige Vor-Ort-Termine um 18 Uhr in nicht-rollstuhlzugänglichen Lokalen, kurzfristige Termine etc. und in den Diskussionen mit den vielen anwesenden Fachleuten untergebuttert. Es wird so nur noch eine Ebene mehr eingezogen, statt die Familien endlich in Selbsthilfe, frei von fremden Interessen, effektiv über ihre Möglichkeiten aufzuklären und zu begleiten. Ich drücke der geplanten Anlaufstelle die Daumen, dass sie sich nicht fremdbestimmen lässt und nicht der Versuchung erliegt, die Menschen zu vertreten/ihnen Selbstbestimmung zu nehmen.

  3. Hallo Mareice,

    vielen Dank, dass Du auch unsere Petition aufmerksam machst. Wir freuen uns, dass binnen eines Tages bereits 100 Stimmen zusammen gekommen sind.

    Viele Grüße
    Claudia

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