Die kaiserlichen Wochen // KW 50 & KW 51

by Kaiserin

Vor einigen Monaten habe ich mich darüber aufgeregt, dass „behindert“ als Schimpfwort mittlerweile inflationär benutzt wird. Auch Ninia La Grande regt sich jetzt auf, bei bento, in 90 Minuten. Time to rant: „Behindert“ regt mich auf

Sian Davey ist Fotografin und hat das Buch Looking for Alice mit wunderschönen Fotografien ihrer Tochter Alice veröffentlicht. Alice was born with Down`s syndrome, but she is no different to any other little girl. She feels what we all feel. She needs what you and I need. Sian Davey – My best shot

Isabel ist mit dem zweiten Kind schwanger und denkt bei Little Years über Pränataldiagnostik nach. Nackentransparenz – machen oder nicht?

Lea Streisand hat einen großartigen Text geschrieben über Weihnachtsfeiern und Behinderungen und darüber, warum es so wichtig ist, nicht die Klappe zu haltenIch kenne Leute, die würden sich auf so eine Diskussion überhaupt nicht einlassen, und sie tun vermutlich recht damit, weil solche Diskussionen mühsam sind und oft zu keinem Ergebnis führen. Ich sah ihn an, bestellte mir ein Bier, nahm einen tiefen Schluck und dachte: Ach, was soll’s, vielleicht kann ich später mal einen Text drüber schreiben.  Return of the Betriebsweihnachtsfeier

Man kann den Geflüchteten natürlich einfach ein paar Fragen stellen. Man merkt dann schnell: Sie erleben ihr Unglück genau so, wie man es selbst wahrscheinlich erleben würde.
Man fragt zum Beispiel einen jungen Mann, der aus Syrien herkam: Wie war die Überfahrt im Schlauchboot? Es war ganz schön verrückt, sagt er.
Oder man fragt eine schwangere Frau aus dem Irak: Wie ist es, seit einem Monat nicht in einem Bett geschlafen zu haben? Mein Rücken tut weh, sagt sie. Elisabeth Raether mit einem meiner Lieblingstexte aus diesem Jahr: „Das Ende der Verwöhntheit“

Und noch ein Lieblingstext. Dieser hier ist von Kathrin Weßling und trägt den Titel Hoch.

Sehenswert: Geschenkideen – nicht nur zu Weihnachten – für blinde und/oder sehbehinderte Kinder.IMG_4264

Hörenswert: „Mama, nimmst du mein Armband mit ins Büro? Und denkst du dann an mich?“Bildschirmfoto 2015-12-19 um 20.09.32Essenswert: Moderne Kunst an Keksen.

Machenswert: Winterpause. Zum Abschalten – zwischen Tannenbaum, Keksen, erhöhten Erwartungen und der Realität – ein Stück beruhigende Musik zum Hören und Sehen.

2 Kommentare zu “Die kaiserlichen Wochen // KW 50 & KW 51

  1. ich mag diesen Blog sehr, vor allem weil ich so immer wieder auf tolle und Themen im Netz gestoßen werde, die mir sonst entgangen wären. Auch der Artikel zu dem sensiblen Thema Nackenfaltenmessung ist toll geschrieben, allerdings ist eine Sache falsch dargestellt. Fetalchirurgie wird bei Herzfehlern so gut wie nie angewendet. Zumal das ein noch sensibleres Thema ist, solle nicht der Eindruck entstehen, dass man nach einem Befund ein herzkrankes Baby bereits im Mutterleib operiert. Ich kenne keinen einzigen Fall und habe in diesem Jahr viele Eltern mit herzkranken Eltern kennengelernt. Die Fetalchirurgie befindet sich zum größten Teil noch im Forschungsstadium. Bei schwerwiegenden Erkrankungen hat man bereits gute Erfahrungen gesammelt wie beispielsweise bei einem offenen Rücken, aber auch hier sind es noch die Ausnahmen. Ein herzkrankes Kind wird von der Mutter zur Welt gebracht und je nach Schwere des Herzfehlers gleich, später oder im besten Fall nie operiert werden. Es sollte einfach keine falschen Hoffnungen wecken bei Eltern, die in der Schwangerschaft die Diagnose Herzfehler erhalten haben.
    Liebe Grüße und danke für diesen wirklich, wirklich tollen Blog

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