Das Leben eben, Pt. III

by Kaiserin

In »Das Leben eben« teile ich in unregelmäßigen Abständen meine liebsten Fundstücke aus dem Netz – und eigene Gedanken. Oft geht es dabei um Inklusion, Gleichberechtigung und das Leben mit Kindern. Manchmal um kleine Szenen des Alltags; manchmal um Trauer, als Teil des Lebens. Außerdem dabei: Blumen, Empörung und Musik. Das Leben eben.

»Ich glaube nicht an Kategorien, an so etwas wie Großstadtpflanzen oder Landeier. Menschen sind Menschen. Aber ich glaube fest an Begegnungen und persönlichen Kontakt.« Annton Beate Schmidt ist von Berlin aufs Land nach Brandenburg gezogen und hat ihre Beobachtungen in der Sonderausgabe der taz – #tazbehinderung – aufgeschrieben. Zur Not wird man getragen

Ein weiterer toller Text aus der #tazbehinderung stammt von Ninia Binias, die über ihre Schwangerschaft als kleine Frau schreibt. Hauptsache, es wird

»Ironie, nein. Spaß, ja.« Anne Leichtfuß ist Simultan-Dolmetscherin für Leichte Sprache – die einzige in Deutschland. Humor funktioniert ganz anders

»Ich will nicht, ich mag nicht mehr, ich schmeiß mich auf den Boden.« Liz Birk-Stefanovic meldet sich aus der mütterlichen Trotzphase. Seifenblasen

Hinsehen, Zuhören, fröhlich sein. Susanne Mierau hat sich einiges von ihren Kindern abgeschaut. 5 Dinge, die meine Kinder mich gelehrt haben

Ich kannte Sven Normann nicht, hatte ihn nie auf einer Theaterbühne gesehen, hatte noch nie etwas von ihm gehört. Bis ich den Nachruf auf ihn las. Ein schöner Mensch

Ich liebe ja Gespräche. In echt und aufgeschriebene. Das hier von Sarah Levy und Nina Petri zum Beispiel. »Ich hatte nur Sperrmüll zu Hause«

Und Weihnachten, ja. Barbara Kaufmann hat über den Sehnsuchtsort Zuhause geschrieben. Die Weihnachts-Waisen

Und Musik, ja. Die kann ja auch ein (Ersatz-)Zuhause sein. Yann Tiersen in der Cité de Nantes

baum

Feministisch-publizistische Perlen aus dem Jahr 2016 gibt´s übrigens im Watch-Salon.

Ein Kommentar zu “Das Leben eben, Pt. III

  1. Liebe Frau Kaiser. Vor 12 Jahren ist unser 100% mehrfach behinderter Sohn Anatol gestorben. Ihr Buch hat vieles wieder vergegenwärtigt. Eigentlich ist unser Sohn immer allgegenwärtig, aber auf einer anderen Art als zu seinen Lebzeiten. Ich bin dankbar für 10 Jahre und einen Tag, den wir mit Ihm verbringen durften. Im Gegensatz zu Ihrer Familie hatte unser Sohn zwei ältere Geschwister (Bruder und Schwester), denen er eine Sicht auf ein Leben gegeben hat, das wir ihnen nie hätten vermitteln können. Er hat ihnen eine Sensibilisierung auf das Leben gegeben, die fantastisch ist. Auch ich bin eine Kämpfernatur, ein positiver Mensch. Schaffe es eigentlich aus allem etwas positives zu gewinnen. Ausser nach Anatols Tod. Das hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen. Oft habe ich darüber nachgedacht,t darüber zu schreiben. Das Leben mit einem „nicht der Norm entsprechendem Kind“, das Leben danach… Den Mut hatte ich einfach nicht. Obwohl ich viel zu sage, hätte. Ich weiss, dass Ihr Buch nur ein kleiner Ausschnitt des erlebten, gelebten sein kann. Umso mehr ziehe ich meinen Hut. Sie haben mit einfachen aber klaren Worten die Lobby der Familien, die weniger Kraft haben so zu kämpfen, gestärkt. Immer mit dem Blick auf das wesentliche: Das Leben zu leben. Dass es lebenswert ist. Dass es ein Jackpot ist. So habe ich es auch empfunden. So empfinde ich es auch heute noch. Und war immer bemüht, meinem Umfeld das zu vermitteln. Ich bin ungeheuer Stolz auf unsere Familie. Wir haben das gewuppt. Dass Sie weiter kämpfen wollen finde ich toll. Diese Möglichkeit habe ich mir nicht zugetraut. Aber ich wünsche mir und unseren Kindern eine Welt, in der das unmögliche möglich wird. Wie in ihrem Kapitel… Tolle Vorstellung. Ich war und bin auch jetzt der Meinung, wir müssen offen mit dem“ Anders sein“ umgehen. Sonst ändert sich nie etwas. L.G. Beate

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