Das Leben eben, Pt. IV

by Mareice Kaiser

Mareice Kaiser
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In »Das Leben eben« teile ich in unregelmäßigen Abständen meine liebsten Fundstücke aus dem Netz – und eigene Gedanken. Oft geht es dabei um Inklusion, Gleichberechtigung und das Leben mit Kindern. Manchmal um kleine Szenen des Alltags; manchmal um Trauer, als Teil des Lebens. Außerdem dabei: Blumen, Empörung und Musik. Das Leben eben.

»Sich viel zu oft über Kleinigkeiten aufgeregt zu haben. Dabei hätten Sie all die Zeit dafür nutzen können, sich über große Dinge aufzuregen.« Der großartige Tilman Rammstedt über ein paar Dinge, die wir im Alter bereuen könnten.

»Lieber Besuch als Bar.« Klingt uncool, ist aber ein wichtiges Unterstützungsangebot für Alleinerziehende. Auf Christine Finkes Blog Mama arbeitet hat Anne Matuschek ein paar Ideen aufgeschrieben: How to support your local Alleinerziehende.

»Bist du jetzt lesbisch oder was?«, fragt er. »Nein, ich bin Jule«, sage ich. Juliane Löffler fragt in einem bewegenden Text bei kleinerdrei: Wie öffentlich muss meine Liebe sein?

Vor zwei Jahren habe ich meine Gedanken über Kinder, Körper, Kommentare aufgeschrieben. Ein ausführlicher Text von Anna, der Berlinmittemom, über ihren Familienumgang mit Körpern und Selbstliebe: Dick oder dünn? Body positivity und das gesunde Körpergefühl bei Kindern.

Kerstin Lücker und Ute Daenschel haben ein Geschichtsbuch für alle geschrieben. Ich habe für das Missy Magazine gelesen und empfehle es für jedes Familienbücherregal. »Warum muss ich erst erwachsen werden, um zu erfahren, dass es in der Geschichte auch Frauen gab?«

Charlotte Schönberger war mit der Trauer ihrer Freundin überfordert. Sie thematisiert ihre Unsicherheit in einem tollen Feature. Lieber nichts sagen als was Falsches – vom schwierigen Umgang mit Trauernden

»Mit großer Geste sein Herz der Welt schenken.« Ein Nachruf. »Das System lehne ich ab«

Auch hier geht es um das System: »Sollen sie mich doch wegtragen« sagt Butzek. Rund 200 Kilo wiegt ihr Rollstuhl. Im Krankenhaus alleingelassen

»Es blitzt überall durch. Aber es blitzt nur. Ich kann nicht sagen, die hat mit 30 dieses Lebenswerk, bei dem man denkt, das ist es jetzt.« Von Tod und Verklärung

Ideen für dein politisches und gesellschaftliches Engagement bekommst Du hier: WAS MACHEN

Fast jeden Montag schreibt Caspar Mierau auf vier plus eins über seine Woche mit und ohne Familie. Hier habe ich besonders herzhaft gelacht: Über Handstaubsauger, drei Geburtstage, Raupe Nimmersatt, eine Podusche, Schuhe und Handy-Diebstahl

»(…) telling women’s stories to the world will change the way that the world treats women.« Rebecca Solnit`s faith in feminist storytelling

Sex. Mit 20, mit 30, mit 40, mit 50, mit 60 und mit 70. Immer gut. Women and desire: The six ages of sex

»I know that she has broken my heart and put it back together in a shape that is bigger than I knew was possible.« SuperBabies don`t cry

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Ostern 2014 – also heute vor genau drei Jahren – ging das Kaiserinnenreich online. Ein Grund, so richtig sentimental zu werden. Und mich zu bedanken bei allen Leser*innen. Für die Fernwärme, den Rückenwind, die Diskussionen, die Offenheit, die Begegnungen bei meinen Lesungen. Schön, dass Ihr da seid. Und weil ich unbedingt an meiner schlimmen Handschrift arbeiten muss, verschenke ich drei Exemplare meines Buchs »Alles inklusive« mit persönlicher Widmung. Schreibt mir einfach eine Mail mit Adresse der Empfänger*in und Widmungswunsch an kaiserin@kaiserinnenreich.de – Merci.

A propos Sentimentalität:
Das neue Album Lieder ohne Leiden von Christiane Rösinger. So gut! The Joy Of Ageing

5 Kommentare zu “Das Leben eben, Pt. IV

  1. Das Buch hat mich sehr berührt. Die Szene, als der Vater Deiner Kinder im Krankenhaus ausgerastet ist, hat mich an die Zeit erinnert, als meine Tochter viele Monate auf der Intensivstation war. Und ich mehr als einmal in ohnmächtiger Wut und Verzweiflung das Gefühl hatte, gleich GENAU SO auszurasten.
    Und- was heute immer noch so ist- meine Tochter ist seit dem Unfall schwer behindert: Man gehört nicht mehr zum „normalen“ Leben. Eine Freundin hat nicht gewagt mir zu erzählen, dass sie Oma wird. Aus Furcht, mich damit zu verletzen. Das ist furchtbar! Dieser werde ich Dein Buch auch schenken.

  2. Hallo. Bin etwas unsicher…. Habe noch nie in einem Blog geschrieben….
    Bin durch dein tolles Buch hierhinein geraten, das ich über die Ostertage verschlungen habe.
    Aktuell ließt es mein Mann und ich sehe ihn nur damit ob auf’em Klo oder Sofa….
    Wir gehören auch zu der Spezies „Familie Unnormal“. Wir leben sehr gut damit.
    Muß nur oft lachen , wenn es im Gespräch mit anderen darum geht, was man so macht am Tag …..Und dann jemand sagt: achja du machst ja nichts. Das ist dann natürlich nur beruflich gemeint und auch nicht böse halt nur so gedankenlos…
    Dann muss ich schmunzeln und an deine zeitliche Auflistung denken, bevor du dann endlich um 12h mit deiner Arbeit beginnen konntest……
    Vielen Dank für das tolle Buch!
    Caroline.

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