Und wie machst du das, Maria?

by Kaiserin

Maria Umrik ist „die Mutter von…“. Und natürlich noch viel mehr. Allerdings kann ich dieses Interview nicht beginnen, ohne ihre wunderbare Tochter vorzustellen, die mich zu ihr geführt hat: Anastasia Umrik; Unternehmerin, Modemacherin, Autorin, Bloggerin, Traumfrau. Ich freue mich sehr über dieses schöne Familienportrait.  Weiterlesen

»Alles inklusive« //
Das Buch, mein Dank & ein Ausblick

by Kaiserin

Hurra! Es ist da. Heute erscheint mein Buch »Alles inklusive – Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter« im S. Fischer Verlag und ist damit überall erhältlich, wo es Bücher gibt. Ein Buch, das ohne Euch, meine Blogleser*innen, nicht entstanden wäre. Denn durch Euer Interesse, Eure Rückmeldungen, Euer Lob, Eure Diskussionen, Eure Gedanken, Eure Fernwärme, hätte ich vermutlich nicht einfach immer weiter geschrieben und vielleicht auch nie das Angebot bekommen, über unser Familienleben ein Buch zu schreiben. Als Dankeschön gibt es an dieser Stelle Musik, den Soundtrack zu meinem Buch. Ich freue mich, Euch bei meinen Lesungen zu treffen und einfach darüber, dass es Euch gibt und Ihr den Weg ins Kaiserinnenreich gefunden habt. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 41

by Kaiserin

Das Leben mit Kindern ist ein Erlebnis – mit behinderten Kindern sowieso. Birte Müller schreibt über ihr Erlebnisleben.

Christiane Link über das Wort behindert: Diskussion um die richtigen Begriffe.

Ein Text, der uns alle angeht. Simone Dede Ayivi schreibt in der ZEIT: Wir müssen über Rassismus reden

Warum es kleine Zettelchen in Kinderbüchern braucht, damit die Welt breiter, weiter und größer wird, hat Suse Bruha aufgeschrieben: Der Genderwahn der bösen Wölfin

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Als allererstes: Kind

by Kaiserin

Die Menschen, die mir im Alltag mit meiner behinderten Tochter begegnen, reagieren unterschiedlich. Eine Situation werde ich aber niemals vergessen: Es ist jetzt fast drei Jahre her, es war Sommer, wir feierten den Geburtstag eines Freundes und waren sehr froh, dass unsere damals 1-jährige Tochter dabei sein konnte. Nach einigen Monaten im Krankenhaus endlich ein Hauch von Normalität. Wir lagen auf einer Decke, die Magensonde für die Ernährung hing Kaiserin 1 damals noch aus der Nase. Viele Freunde waren da, ein fröhliches Fest. Auch die Oma unseres Freundes war dabei, eine freundliche alte Dame. Als sie unsere Tochter sah, wurden ihre Augen groß. Sie stützte die Arme in die Hüften und rief entsetzt: “Oh Gott! Sowas gibt`s noch!?“ Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 35

by Kaiserin

Es ist verrückt, was in diesen Tagen passiert.

Am Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) habe ich Anfang der Woche F. kennengelernt. Sie spricht Arabisch mit syrischem Akzent und übersetzt all die furchtbaren Geschichten der dort wartenden Familien – gemeinsam helfen F. und ich, wie wir eben können. Am Donnerstag habe ich F. zuhause abgeholt. „Meine Mutter und ich haben ein paar Sachen zusammen gepackt“, sagte sie mir. Ihre Kleidersäcke waren so schwer, dass ich sie alleine nicht tragen konnte. Am LaGeSo konnten wir – nur Dank der Spende von F. und ihrer Mutter – fünf Familien mit Schuhen ausstatten (einige der Kinder hatten bisher nur Flip Flops, wenn überhaupt).

Als ich Freitag morgens das Radio anschalte, höre ich in den Nachrichten von einem Brandanschlag auf eine Wohnung, in der geflüchtete Menschen leben – nur zehn Kilometer von meinem niedersächsischen Heimatdorf entfernt. Einen Tag später schreibt mir meine Mutter eine WhatsApp-Nachricht von der Demonstration gegen rechte Gewalt. Immerhin 2.000 Menschen kamen und sprachen sich für die Solidarität mit den Geflüchteten aus.

Auf Twitter erzählte ich von meinem Wunsch, 500 Fladenbrote an die hungrigen Menschen vor dem LaGeSo zu verteilen. Gestern landeten 300 Euro auf meinem Konto. „Für die 500 Fladenbrote, die du am LaGeSo verteilen möchtest und andere Dinge, die gebraucht werden“, schrieb der Spender, den ich nur über Twitter „kenne“.

Morgen startet „Kreuzberg hilft“ – eine Initiative, die ich gemeinsam mit drei tollen Frauen gegründet habe. Einfach, weil wir bei den Ereignissen dieser Tage nicht nur zuschauen wollten – wir wollen aktiv sein und helfen, wo und wie wir eben können. Dazu morgen mehr. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 20

by Kaiserin

Und ich hätte mir gewünscht, irgendjemand hätte mir die Erlaubnis erteilt, zu machen was mir gut tut. Weil ich das nicht konnte. Wünschte, irgendjemand hätte gesagt, es ist okay, beim stundenlangen Stillen auch stundenlang Filme zu gucken, oder es ist okay, auf Pausenmodus zu gehen, und dass man sich nicht ins Aus katapultiert, wenn man für ein paar Monate nichts nebenbei macht und chillt. Nicole von Horst hat für Kleinderdrei einen intimen und tröstlichen Artikel darüber geschrieben, wie schwierig es ist, auf sich selbst zu hören. Über verschüttete Milch weinen

Blogs bilden das private Leben ab und sind damit politisch, denn private Fragestellungen beinhalten auch immer öffentliche Fragen. Heinz Bude ist einer der führenden deutschen Soziologen und spricht auf NIDO.de über Familie, Elternschaft und Perspektiven: „Niemand will dumm dastehen“

Fast hatte ich das Gefühl, keine Artikel mehr zu #regrettingmotherhood lesen zu wollen. Bis Jacinta Nandi mir gezeigt hat, dass eben doch noch nicht alles dazu gesagt ist. Hier der beste Text zur Debatte: Alleine mit dem Hass der Gesellschaft

Nicht jede Person ist zu symbolischen Beziehungen befähigt oder gewillt. Warum sollten alle Frauen, die Mütter werden, zu einer Mutter-Kind-Beziehung bereit sein, die von ihnen abverlangt, allgegenwärtig zu sein, unbedingt verfügbar – beides sowohl körperlich als auch emotional – und bedingungslos liebend? fragt Márcia Elisa Moser. Der ganze großartige Texte: Traurige Mütter

Katharina Ludwig ist Journalistin und hat den Blick für schräge Details und charmante Menschen. Ihre Beobachtungen des Alltags schreibt sie ab jetzt ins Internet. Ihr Blog, der abonniert gehört: Grüße aus B.

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Die kaiserliche Woche // KW 17

by Kaiserin

Wenn ein behindertes oder chronisch krankes Kind geboren wird, müssen sich die Eltern mit vielen Themen auseinander setzen. Gerade in der ersten Zeit geht es nicht nur darum, sich in der neuen Situation zurecht zu finden. Die Eltern müssen sich auch um Bürokratie und Organisation kümme: Wo beantragen wir die benötigten Hilfsmittel? Wer kann mein behindertes Kind betreuen? Wo finden wir medizinische Expertinnen? Und viele weitere Fragen – Anlaufstellen gibt es einige. Aber welche ist die passende? Was fehlt: Eine zentrale Anlaufstelle für den vielfältigen Bedarf von Kindern mit einem besonderes Versorgungs- oder Betreuungsbedarf. Genau dafür gibt es jetzt eine Petition. Alle Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es hier: Petition fordert zentrale Anlaufstelle für besondere Familien

Wie spielen eigentlich behinderte Kinder? Und mit welchem Spielzeug? Natürlich ist das keine Frage, auf die es nur eine Antwort gibt. Ella vom Blog Ringelmiez stellt sie trotzdem – und es ist schon eine bunte Mischung an Antworten zusammen gekommen. Vielleicht fällt Dir auch noch was dazu ein? Gesucht: Spielzeugideen für Kinder mit Behinderung

Noch bis zum 3. Mai 2015 wird der Titel Best of Online Acitism vergeben – abgestimmt dafür wird täglich. Stimmen für das Kaiserinnenreich (oder die anderen tollen Projekte wie zum Beispiel das Blog Kleinerdrei) bitte hier entlang: THE BOBS – Best of Online Activism / People`s Choice for German 2015

Fabian schreibt den immer lesenswerten Blog New Kid and the Blog und hat gerade eine tolle Aktion eines Vaters vorgestellt. Dieser lässt seinen Sohn mit Hilfe von Photoshop fliegen – und setzt damit für sich selbst, seinen Sohn und die Öffentlichkeit ein Zeichen: Alles ist möglich, mit oder ohne Behinderung. Wunderbare Bilder sind dabei entstanden: Vater bringt Sohn mit Down-Syndrom das Fliegen bei

Den besten Artikel über Elternschaft und Geschlechterrollen hat Jochen König für DIE ZEIT geschrieben: Fritzi sagt Mama zu Papa Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 5

by Kaiserin

Wie schnell Eltern in die Therapiefalle geraten können, zeigt ein Gastbeitrag von Nele auf dem Blog Stadt Land Mama. Obwohl die elterliche innere Stimme ruft: „Alles okay, jeder hat sein eigenes Tempo!“, sind doch die vielen Stimmen drumherum oft die lauteren.

Alexander Abasov hat das geschafft, was nur wenigen Menschen mit Behinderung gelingt: Der Weg aus einer Behindertenwerkstatt in einen richtigen Job. Ein tolles Interview in der Brand Eins zum Themenschwerpunkt Selbstbestimmung.

Das Multimedia-Dossier bei ZEIT Online zum Thema #werdarfleben bewegt weiterhin meine Social Media-Welt. Nun hat sich Julia Probst zu Wort gemeldet. Die bloggende Aktivistin hat ihrer Mutter eine Frage gestellt: „Hättest du mich bekommen, wenn während der Schwangerschaft gewusst hättest, dass ich gehörlos bin?“ Julias Antwort und ihr bewegender Text: Jeder darf leben

Über schulische Inklusion wird viel gesprochen. Selten aber mit den Menschen, die es tatsächlich betrifft. Im FAZ-Blog Ich. Heute. 10 vor 8. kommt Carla zu Wort. Die Schülerin erlebt Inklusion von Beginn an: Wer lernt bei der Inklusion eigentlich was von wem? Interview mit einer Neunjährigen Weiterlesen

Irgendwas ist immer

by Kaiserin

Eigentlich ist alles bestens organisiert: Meine Töchter haben beide einen KiTa-Platz, zusätzlich hat Kaiserin 1 hat eine tolle Einzelfallhelferin. Für einen Alltag ohne ständig mit einen Fuß im Burnout stehen zu müssen ist also gesorgt. Eigentlich.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren aber gab es nur eine Konstante in unserer Familie: Wir haben keinen Alltag. Weiterlesen