Veranstaltungstipp: Lesung „DU BIST DA“

by Kaiserin

Auch wenn nicht alles nach Plan läuft, kann das Leben schön und voller Hoffnung sein. Evelyne Faye erzählt davon in ihrem Buch DU BIST DA – und du bist wunderschön. Im März 2012 brachte sie ihre Tochter Emma Lou zur Welt – mit der Diagnose Down-Syndrom. Ihre gemeinsame Geschichte hat sie aufgeschrieben, aus der Perspektive von Emma Lou. Wunderschön illustriert hat das Buch die Illustratorin Birgit Lang. Weiterlesen

„Wir freuen uns über jeden, der durch die Tür spaziert, rollt, robbt oder getragen wird!“
Inklusive Krabbelgruppen

by Kaiserin

Das Angebot für kleine Babys und ihre Eltern für die Freizeit und zum Austausch ist groß: Von der Babymassage über Kinderturnen bis zum Pekip. Das Freizeit-Angebot für behinderte Kinder und ihre Eltern ist klein bis gar nicht vorhanden. In Berlin gibt es nun bald zwei inklusive Krabbelgruppen. Andrea Häfele arbeitet beim Verein Eltern beraten Eltern, leitet die Krabbelgruppe in Berlin-Schöneberg und erklärt im Interview, warum Krabbeln kein Kriterium zur Teilnahme ist. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 27

by Kaiserin

Meine Mutter, anderen Enkel auf dem Schoß, guckt mich an: Kind auf der Hüfte, andere Hand am Handy und Stulle ungegessen auf dem Teller vor mir. Sie fragt: „Warum bekommt man, wenn man ein Kind kriegt, eigentlich keinen dritten Arm dazu?“ Stefanie Luxat ist seit neun Monaten Mama und hat ein paar ihrer Gedanken aufgeschrieben. Monat 9 als Mama. Ein paar Gedanken, Gefühle und gelegentliche Fragen

Die Hälfte ihrer Kindheit verbringen sie ohne mich. An Orten, die ich nicht kenne, mit Menschen, die ich noch nie getroffen habe, von denen ich nicht weiß, welchen Einfluss sie auf sie nehmen. Die Autorin Lisa Frieda Cossham hat zwei Kinder und schreibt in der SZ eine neue Kolumne. Ihr Auftakt-Text transportiert Gefühle, bis es weh tut. Teilzeit-Mutter

Herausforderung, Belastung, Bereicherung – Geschwisterbeziehungen sind vielfältig, gerade mit einem behinderten Geschwisterkind. 37 Grad hat zwei Familien begleitet: Wir gehören zusammen

Die größte Angst hatte ich davor, dass meine vorherigen Interessen in der Schwangerschaft unmerklich, aber unwiderruflich verschwänden, dass ein Vakuum entstehen könnte, welches im Umkehrschluss durch die totale Konzentration auf das Kind kompensiert werden müsste. Also spielte ich überzeugend die Rolle der Anti-Mutter. Mascha Jacobs schreibt über das Mutterschaftsgesetz und alles, was sich drumherum ändern muss. Wenn die Auster zweimal klemmt

Anke Helle ist die stellvertretende Chefredakteurin des Familienmagazins NIDO und hat bei Was machen die da? ein ausführliches Interview über ihre Arbeit, Inklusion im Heft und den Begriff Familie gegeben: Genauso finde ich auch, dass wir behinderte Kinder mit in den Familien haben sollen. Wir haben jetzt eine Strecke im Heft, eine Modestrecke … man sieht es nicht sofort, aber ein Kind ist schwerbehindert. Da haben wir kurz überlegt, ob wir es irgendwo reinschreiben, aber warum sollten wir das tun? „Übrigens, das eine Kind ist behindert“? Nee. Das ist halt Teil der Familie, da soll es ganz selbstverständlich mit drin sein. Interview mit Anke Helle

Gleiche Rechte für alle – darum geht es bei der aktuellen Petition für ein gutes Teilhabegesetz. Aktuell dürfen behinderte Menschen mit Assistenzbedarf nicht mehr als 2.600 Euro ansparen und nicht mehr als den doppelten Arbeitslosengeld II-Satz verdienen. Jeder weitere Cent geht für die eigene Assistenz drauf – die ja da ist, damit behinderten Menschen die gesellschaftliche Teilhabe überhaupt möglich ist. Deshalb bitte alle unterzeichnen: Für ein gutes Teilhabegesetz

Diese Stunden, wenn Du die Vögel hörst. Juna hat eine Ode an Berlin im Sommer geschrieben.  Eine Stadt der Ruhe
Und während alle über die Hitze stöhnen, ist Juna dankbar für die Erinnerungen an ihre Kindheit. An diesen heißen Sommertagen wie heute aber kommt das kleine Mädchen wieder, unbefangen und wild, bereit, es mit der Welt aufzunehmen. 38°C

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Barrierefrei & kinderfreundlich: Wien

by Kaiserin

Die erste Flugreise im Leben von Kaiserin 2 führte uns in eine meiner Lieblingsstädte: Wien. Vor über zehn Jahren habe ich in der österreichischen Haupstadt gelebt – vergangene Woche waren wir dort zur Hochzeit einer Freundin eingeladen. Meine erste Flugreise mit Kind. Für Flugangst blieb mir gar keine Zeit, so sehr war ich mit dem Entertainment meiner kleinen Tochter beschäftigt. Wichtigstes Utensil im Handgepäck: das Aipät. Leider kam es ber gar nicht zum Einsatz: Auf dem Hinflug hatte ich ein dauerbrüllendes Kind auf dem Schoß, das unser Sitznachbar mit einem augenrollenden Jackpot! kommentierte – für den Rückflug hatte ich vergessen, das iPad aufzuladen. Zum Glück begnügte sich Kaiserin 2 mit den Bilderbüchern aus meiner Handtasche. Sie fing beim Wort Flugzeug auch nicht mehr sofort an zu schreien und hielt sich eine Stunde tapfer auf meinem Schoß.

Mit dem Unterschied der zwei Städte im Hinblick auf Barrierefreiheit und Kinderfreundlichkeit wurden wir direkt bei unserer Ankunft in Wien konfrontiert. Während mir in Berlin am Flughafen auf der Suche nach einer Wickelmöglichkeit für meine Tochter niemand helfen konnte – weder Polizei noch der nette Herr von der Flughafenseelsorge – kamen am Wiener Flughafen Service-Mitarbeiter direkt auf uns zu und boten Hilfe an. Während wir in Berlin einen Aufzug suchen mussten, der uns vom Parkdeck zum Gate brachte, fanden wir in Wien Aufzüge an jeder Ecke. Genau dort, wo wir sie brauchten. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 34

by Kaiserin

Im Familienalltag kommt ein Wochenrückblick oft zu kurz. Hier nehme ich mir die Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Mit meinen Lieblingsbildern von Instagram und ein paar persönlichen Empfehlungen.

Lebenswert: Reisen. In dieser Woche reiste ich von Berlin nach Bonn, von Bonn nach Düsseldorf und von Düsseldorf wieder zurück nach Berlin. Wie ich ja bereits hier geschrieben habe, sind die Aufzüge am Berliner Hauptbahnhof immer wieder ein Ärgernis. Obwohl wir dieses Mal 30 Minuten vor Abfahrt des Zuges dort waren, hätten wir ihn fast verpasst. Eine meiner Lieblingsblogger_innen hat sich nicht nur über Aufzüge empört, sondern auch über die Menschen, die mit ihnen fahren: Aufzughonks. Weiterlesen

„Wir feiern, dass wir feiern können“ // Pride Parade

by Kaiserin

Tanzende Rollifahrer_innen, Gebärdensprache überall, Blinde, Gehörlose, Homosexuelle, Gehbehinderte, sichtbare und unsichtbare Behinderungen – alles ganz normal bei der Pride Parade. Gestern fand die Demonstration für Inklusion und Diversität wieder in Berlin statt und war eher eine Party; in diesem Jahr kamen 2.000 Menschen zusammen, um „behindert & verrückt“ zu feiern. Allen voran ein Wagen mit toller und liebevoll ausgewählter Musik, der meine Familie und mich dazu veranlasste, ganz am Anfang der Demonstration für menschliche Vielfalt zu gehen. Zwischendurch sahen und hörten wir immer wieder das Motto der diesjährigen Pride Parade: Freaks und Krüppel, Verrückte und Lahme, Eigensinnige und Blinde, Taube und Normalgestörte – kommt wieder raus auf die Straße, denn sie gehört uns! (…) Nur wenn wir uns unsere Rechte nehmen, können wir über uns verfügen. Deshalb: Trau dich zu fordern, was du brauchst! Zeige deine Sehnsüchte, dein Begehren, deine Freude, deine Lust! Weiterlesen

Die Barrieren in den Köpfen

by Kaiserin

Wenn ich früher (damit meine ich die Zeit vor meinen Kindern) in Berlin unterwegs war, ging das ungefähr so: Kurz auf die Uhr geschaut, Mist!, schon wieder zu spät. Noch schnell einen Apfel schnappen, Jacke über den Arm werfen und los, aufs Rad. Über dunkelorangene Ampeln fahren und es in der Toleranzgrenze von fünf Minuten doch noch rechtzeitig zur Verabredung schaffen. Wenn ich einen Zug erwischen musste und es gut lief, stieg ich an der Station Schönleinstraße in die U8 ein, einmal umsteigen am Alexanderplatz, weiter mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof. Noch schnell einen Kaffee kaufen und rein in den Zug. Das alles war innerhalb von 20 bis 25 Minuten gut zu schaffen. Wenn es schlecht lief, bestellte ich ein Taxi, das ruckzuck da war und genau so schnell am Bahnhof. An guten Tagen ging das innerhalb von 15 Minuten.

Jetzt habe ich zwei Töchter, eine davon ist mehrfach behindert. Sie ist knapp drei Jahre alt und kann nicht laufen. In ihrem Schwerbehindertenausweis steht 100 Prozent und die Buchstaben G, aG, H, Gl, RF. Ziemlich viele Buchstaben für so ein kleines Persönchen. Wir, ihre Eltern, sind auf ein Leben mit ihr im Rollstuhl eingerichtet. Zur Zeit ist sie noch so klein, dass sie problemlos in einen Kinderwagen passt – zum Glück auch in einen Doppelwagen mit ihrer Schwester. Dieser Doppelwagen hat übrigens das Format eines Rollstuhls. Von daher ist das Unterwegssein damit schon eine gute Übung für „später“. Weiterlesen