Happy Birthday, Buch!

by Kaiserin

Vor genau einem Jahr saß ich mit meinem Buch »Alles inklusive – Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter« vor mir, einer Weißweinschorle in der Hand und der Journalistin Manuela Heim neben mir im Berliner taz-Café. Vor genau einem Jahr fand dort meine Buch-Premiere statt, ich las das erste Mal die Sätze laut vor, die ich bisher immer nur leise in mir getragen hatte. Vor genau einem Jahr, etwas später, war ich ziemlich betrunken und ziemlich glücklich. Weiterlesen

»Alles inklusive« //
Das Buch, mein Dank & ein Ausblick

by Kaiserin

Hurra! Es ist da. Heute erscheint mein Buch »Alles inklusive – Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter« im S. Fischer Verlag und ist damit überall erhältlich, wo es Bücher gibt. Ein Buch, das ohne Euch, meine Blogleser*innen, nicht entstanden wäre. Denn durch Euer Interesse, Eure Rückmeldungen, Euer Lob, Eure Diskussionen, Eure Gedanken, Eure Fernwärme, hätte ich vermutlich nicht einfach immer weiter geschrieben und vielleicht auch nie das Angebot bekommen, über unser Familienleben ein Buch zu schreiben. Als Dankeschön gibt es an dieser Stelle Musik, den Soundtrack zu meinem Buch. Ich freue mich, Euch bei meinen Lesungen zu treffen und einfach darüber, dass es Euch gibt und Ihr den Weg ins Kaiserinnenreich gefunden habt. Weiterlesen

Vom (Buch-)Schreiben

by Kaiserin

„Ich kann mir gut vorstellen, dass andere Eltern auch tausend Fragen haben an dich, so wie ich“, schreibt meine Freundin Pamela mir Ende 2013 per SMS. „Wie sieht euer Alltag aus mit Kaiserin 1? Das wollen bestimmt viele wissen und trauen sich nicht zu fragen. Berührungsängste und so.“ Die Idee für mein Blog war geboren. Zu Ostern 2014 ging das Kaiserinnenreich online. Ich erzählte Geschichten aus unserem Alltag zwischen Kita und Krankenhaus, Pflege und Job, Sorge und Glück. Schon nach kurzer Zeit konnte ich mir nicht mehr vorstellen, nicht zu bloggen. Das Schreiben wurde zu einem Teil meines Lebens, mit einigen Texten schrieb ich mir die Wut aus der Seele, mit manchen den elterlichen Stolz, die Freude und die kleinen und großen Glücksmomente. Schon nach kurzer Zeit bekam ich Fernwärme zurück in Form von Mails und Kommentaren.

Das Schreiben bedeutet mir immer mehr. Schreiben ist meine liebste Reflektionsmöglichkeit, mein Ventil, meine Dokumentation. Für mich ist es – neben dem Sprechen – die beste Art, meine Gedanken zu sortieren. Gleichzeitig entsteht online ein Austausch mit anderen Blogger_innen und Leser_innen, der mittlerweile zu meinem Alltag gehört. Antje Schrupp beschreibt das auf ihrem Blog „Aus Liebe zur Freiheit“ so: Dieser kleine, tägliche, unspektakuläre Austausch ist für mich inzwischen so eine Art Werkzeug meines Denkens geworden, ein Tool, auf das ich nicht verzichten möchte. Denken funktioniert ja nicht im abgeschlossenen Gehirn einer isolierten Persönlichkeit, sondern im permanenten Austausch mit der Welt und mit anderen Leuten.  Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 1

by Kaiserin

Heute ist der Welt-Braille-Tag. Braille, so heißt die Punktschrift, mit der auch blinde und sehbehinderte Menschen lesen können. Das Blog stufenlos erzählt die Geschichte der so genannten Blindenschrift. Der Verein Anderes Sehen gibt wunderbare Bücher heraus, die super für sehende, sehbehinderte und blinde Kinder sind. Getestet und für gut befunden von den kleinen Kaiserinnen.

Kommende Woche erscheint ein Buch, auf das ich schon lange vorfreudig warte: Seid fruchtbar und beschwert euch – Ein Plädoyer für Kinder, trotz allem vom Journalisten und Blogger Malte Welding. Ein Auszug ist bereits in der Berliner Zeitung erschienen. Hier ein Auszug aus dem Auszug: Auf den Fotos, die im ersten Monat nach der Geburt unseres Sohnes entstanden sind, sehen meine Frau und ich aus wie Krieger, die eine Schlacht überlebt haben. Erschöpft und glücklich. Nicht erschöpft und glücklich, wie man sich nach einem Beachvolleyballturnier fühlt. Nein, wir haben Narben abbekommen, wir haben Ängste ausgestanden, unser Körper und unser Geist sind nicht mehr dieselben. Wenn wir nun mit unserem Kleinen spazieren gehen, dann lächeln uns andere Eltern mit kleinen Kindern verstohlen zu, und wir signalisieren ihnen zurück, dass wir Bescheid wissen. Wir sind Mitglieder im Fight Club, wir erkennen einander an unseren Augenringen, an unseren Dehnungsstreifen und beknackten Haaren. Wir lächeln einander an, weil nur wir wissen, wie gut es ist, Mitglied zu sein.
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Die kaiserliche Woche // KW 45

by Kaiserin

Im Familienalltag kommt ein Wochenrückblick oft zu kurz. Hier nehme ich mir die Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Mit meinen Lieblingsbildern von Instagram und ein paar persönlichen Empfehlungen.

Lesenswert I: Schon ein etwas älterer Link, aber noch immer aktuell und lesenswert. Im Buch Far from the Tree (Weit vom Stamm – Wenn Kinder ganz anders als ihre Eltern sind) geht der Autor Andrew Salomon der Frage nach, wie es ist, ein außergewöhnliches Kind zu haben. Das Buch ist ein Plädoyer für Vielfalt und zeigt den Begriff der Inklusion in seiner ganzen Breite. Nido.de hat ein Interview mit dem Autor geführt.

Lesenswert II: Eine tolle und berührende Geschichte über Eizellen- und/oder Spermaspenden in der New York Times: It Was in Giving That Tey Received.

Lesenwert III: Ich jedenfalls würde meiner Tocher später, wenn sie erwachsen wird, gerne sagen können, dass ihre Worte wichtiger sind und mehr Aufmerksamkeit bekommen werden als ihr Aussehen. Würde ich diesen Satz heute einem jungen Mädchen mit auf den Weg geben, er wäre eine Lüge. Teresa Bücker hat einen Artikel für die ZEIT geschrieben zum Thema Selfies: Das nackte Selbst. Und für noch einen Artikel danke ich Teresa. Nämlich den, in dem sie fordert: Frauen, traut euch was! Sprecht öffentlich!

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Die kaiserliche Woche // 31

by Kaiserin

Im Familienalltag kommt ein Wochenrückblick oft zu kurz. Hier nehme ich mir die Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Mit meinen Lieblingsbildern von Instagram und ein paar persönlichen Empfehlungen.

Lobenswert: Anfang der Woche war ich zu Gast in Hamburg bei der Redaktionskonferenz der Zeitschrift ELTERN. Dort durfte ich die aktuelle Ausgabe nach Herzenslust kritisieren – und loben. Tatsächlich hatte ich gar nicht so viel zu meckern. Die ELTERN-Redaktion bemüht sich sichtlich darum, Vielfalt darzustellen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass weiterhin unterschiedliche Perspektiven bei jedem Artikel mitgedacht werden. Weiterlesen