#MeinTagohnemich

by Kaiserin

ISupportADayWithoutAWoman

Initiiert vom Bündnis des Women`s March sind alle Frauen* am 8. März 2017 dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen: A Day Without A Woman. Dabei geht es um die Lohnarbeit, die nach wie vor nicht gerecht bezahlt wird – und die Care-Arbeit, die nach wie vor überwiegend von Frauen übernommen und schlecht bis gar nicht vergütet wird.  Was genau passiert eigentlich – oder würde passieren – wenn Du einen Tag lang mal die Füße hochlegen würdest? Einen Tag lang nichts organisieren, für niemanden sorgen, einfach mal nichts tun? Unter dem #MeinTagohnemich sammeln wir ab morgen Geschichten vom Tag ohne Frauen, vom Tag ohne Dich. Weiterlesen

Tag der unsichtbaren Arbeit

by Kaiserin

Platzhalter_Mütter_berichten_35

Warum arbeitest Du eigentlich freiberuflich? werde ich oft gefragt.

Weil es nicht anders möglich ist, meine Antwort.

Nachdem meine Töchter vor einem Jahr beide in der Kita eingewöhnt waren, wollte ich wieder als Redakteurin arbeiten. Bevor ich Mutter wurde, musste ich jahrelang keine Bewerbungen schreiben. Auf einen Job folgte der nächste. Arbeitslosigkeit war kein Thema. Nun, als Mutter von zwei Kindern – eines davon behindert – sah das anders aus. Erst, als ich meine Töchter bewusst aus dem Lebenslauf nahm, wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Ich bekam Respekt für meine berufliche Erfahrung und mein Organisationstalent. Zeitliche Flexibilität rund um meine Familie wurde mir problemlos zugesichert. Der Job wurde letztendlich von einer anderen Person besetzt, von einer kinderlosen. Mir blieb keine andere Wahl, als freiberuflich in die Berufstätigkeit zurückzukehren. Zuerst mit Unterstützung durch Arbeitslosengeld II, mittlerweile reicht es knapp ohne staatliche Finanzhilfe.

Ich habe ein behindertes Kind und ich will arbeiten. Bereits vor der Geburt meiner behinderten Tochter habe ich gern gearbeitet – warum sollte das nun anders sein? Ich definiere mich über meine Arbeit, ich sehe einen Sinn in ihr, meine Arbeit ist für mich eine Form der gesellschaftlichen Teilhabe. Inklusion bedeutet für mich eben auch, dass ich einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann – selbstverständlich auch als Mutter eines behinderten Kindes. Weiterlesen