Das Leben eben, Pt. IV

by Kaiserin

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In »Das Leben eben« teile ich in unregelmäßigen Abständen meine liebsten Fundstücke aus dem Netz – und eigene Gedanken. Oft geht es dabei um Inklusion, Gleichberechtigung und das Leben mit Kindern. Manchmal um kleine Szenen des Alltags; manchmal um Trauer, als Teil des Lebens. Außerdem dabei: Blumen, Empörung und Musik. Das Leben eben. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 45 & KW 46

by Kaiserin

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Hexenschuss. Das Wort hat nun eine Bedeutung für mich, ich fühle es. Wie im zehnten Monat schwanger sein, nur ohne Kind im Bauch und mit Schmerzen wie Wehen. Vielen Dank, liebes Leben, für diese Erfahrung. Brauch ich nicht nochmal.

Zum Glück gab es viel zu lesen und zu hören.
Zum Beispiel bei Edition F über die Agentur Vergiss mein nie, die trauernde Menschen unterstützt.

Laura Gehlhaar hat ein Erlebnis aufgeschrieben, für das es eigentlich gar keine Worte gibt. „Krüppel-DNA gehört ausgerottet“

Hannah denkt bei der Mädchenmannschaft über Inklusion, Unterschiede und Menschenrechte nach: Für mich bist du nicht behindert

Melanie stellt auf glücklich scheitern Familienblogs mit Feminismus und/oder Fernweh vor: Blogliebe

Wann machst du endlich dein eigenes Blog? Juliane Pieper konnte meine Frage irgendwann einfach nicht mehr hören. Herzlich Willkommen im Netz: Mama malt

Ricarda hat für SUPERWORK einen Text über das kleine und große Glück geschrieben: Der Satz, über den sich alle Selbständigen ärgern

Im Lila Podcast sprechen Katrin Rönicke und Alexandra Tabor über Schönheit und das Leben als große Frau (Perspektive: Basketball oder Model; bei mir hat es für beides nicht gereicht.) Ich hatte eine Spardose für die Schönheits-OP

Du bist Grafiker_in und hast Lust, dich zum Thema Inklusion kreativ auszutoben? Dann melde dich doch bitte bei Frau Jule, sie braucht deine Hilfe. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 36

by Kaiserin

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Diskriminierungen wegen des jungen oder alten Lebensalters, einer Behinderung oder chronischen Krankheit, aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts (Männer, Frauen, Trans* und intergeschlechtliche Menschen), der Religion oder Weltanschauung sowie der sexuellen Identität sind nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verboten. Dennoch ist Diskriminierung in Deutschland an der Tagesordnung. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes startet deshalb eine große Umfrage.

„Ich bin Jule.“ Im freitag erklärt Autorin Juliane Löffler, warum ein Coming-out heute leider immer noch nicht überflüssig ist. Ganz so einfach ist es dann doch nicht

Wo kein Weg, da ist ein Wille. Die Krautreporter berichten über ein paar coole Künstler in New York. Die Unglücksraben

Für das Magazin von Betreut.de habe ich aufgeschrieben, was ich mir für den Umgang mit meiner behinderten Tochter wünsche. Weiterlesen

„Das ist ja voll behindert!“ //
Von sprachlicher Diskriminierung

by Kaiserin

Ich wohne, lebe und arbeite in Berlin-Kreuzberg, nah an der Grenze zu Neukölln. Auf der Straße – unter Kindern und Jugendlichen – geht es sprachlich nicht gerade zimperlich zu. Bei den Schimpfwörtern, die ich in Fetzen im Vorbeigehen mitbekomme, schlackern mir oft die Ohren. Was ich zur Zeit immer wieder und immer öfter in Gesprächen zwischen Jugendlichen höre: „Ey, bist du behindert?“

Doch nicht nur auf Berlins Straßen wird behindert inflationär als Schimpfwort benutzt. „Die ist doch voll behindert!“ beschwerte sich erst kürzlich eine Bekannte über ihre Kollegin. Ich war ziemlich baff. Nicht nur, weil ich diese Formulierung als diskriminierend empfinde und bisher immer dachte, sie würde nur von unsensiblen und eher bildungsfernen Menschen benutzt werden. Nein, die Person, die sie formulierte, ist eine gebildete Frau. Eine, die ich eigentlich sogar recht gern mochte. Eine, die um meine behinderte Tochter weiß, die sie sogar persönlich kennt. Während ich noch fassungslos vor mich hin dachte, erzählte sie weiter. Im nächsten Satz schon wieder: behindert als Schimpfwort. Diese Unreflektiertheit macht mich noch immer sprachlos. Weiterlesen