Das Leben eben, Pt. IV

by Kaiserin

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In »Das Leben eben« teile ich in unregelmäßigen Abständen meine liebsten Fundstücke aus dem Netz – und eigene Gedanken. Oft geht es dabei um Inklusion, Gleichberechtigung und das Leben mit Kindern. Manchmal um kleine Szenen des Alltags; manchmal um Trauer, als Teil des Lebens. Außerdem dabei: Blumen, Empörung und Musik. Das Leben eben. Weiterlesen

Das Leben eben, Pt. III

by Kaiserin

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In »Das Leben eben« teile ich in unregelmäßigen Abständen meine liebsten Fundstücke aus dem Netz – und eigene Gedanken. Oft geht es dabei um Inklusion, Gleichberechtigung und das Leben mit Kindern. Manchmal um kleine Szenen des Alltags; manchmal um Trauer, als Teil des Lebens. Außerdem dabei: Blumen, Empörung und Musik. Das Leben eben. Weiterlesen

Vom (Buch-)Schreiben

by Kaiserin

VomSchreiben

„Ich kann mir gut vorstellen, dass andere Eltern auch tausend Fragen haben an dich, so wie ich“, schreibt meine Freundin Pamela mir Ende 2013 per SMS. „Wie sieht euer Alltag aus mit Kaiserin 1? Das wollen bestimmt viele wissen und trauen sich nicht zu fragen. Berührungsängste und so.“ Die Idee für mein Blog war geboren. Zu Ostern 2014 ging das Kaiserinnenreich online. Ich erzählte Geschichten aus unserem Alltag zwischen Kita und Krankenhaus, Pflege und Job, Sorge und Glück. Schon nach kurzer Zeit konnte ich mir nicht mehr vorstellen, nicht zu bloggen. Das Schreiben wurde zu einem Teil meines Lebens, mit einigen Texten schrieb ich mir die Wut aus der Seele, mit manchen den elterlichen Stolz, die Freude und die kleinen und großen Glücksmomente. Schon nach kurzer Zeit bekam ich Fernwärme zurück in Form von Mails und Kommentaren.

Das Schreiben bedeutet mir immer mehr. Schreiben ist meine liebste Reflektionsmöglichkeit, mein Ventil, meine Dokumentation. Für mich ist es – neben dem Sprechen – die beste Art, meine Gedanken zu sortieren. Gleichzeitig entsteht online ein Austausch mit anderen Blogger_innen und Leser_innen, der mittlerweile zu meinem Alltag gehört. Antje Schrupp beschreibt das auf ihrem Blog „Aus Liebe zur Freiheit“ so: Dieser kleine, tägliche, unspektakuläre Austausch ist für mich inzwischen so eine Art Werkzeug meines Denkens geworden, ein Tool, auf das ich nicht verzichten möchte. Denken funktioniert ja nicht im abgeschlossenen Gehirn einer isolierten Persönlichkeit, sondern im permanenten Austausch mit der Welt und mit anderen Leuten.  Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 45 & KW 46

by Kaiserin

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Hexenschuss. Das Wort hat nun eine Bedeutung für mich, ich fühle es. Wie im zehnten Monat schwanger sein, nur ohne Kind im Bauch und mit Schmerzen wie Wehen. Vielen Dank, liebes Leben, für diese Erfahrung. Brauch ich nicht nochmal.

Zum Glück gab es viel zu lesen und zu hören.
Zum Beispiel bei Edition F über die Agentur Vergiss mein nie, die trauernde Menschen unterstützt.

Laura Gehlhaar hat ein Erlebnis aufgeschrieben, für das es eigentlich gar keine Worte gibt. „Krüppel-DNA gehört ausgerottet“

Hannah denkt bei der Mädchenmannschaft über Inklusion, Unterschiede und Menschenrechte nach: Für mich bist du nicht behindert

Melanie stellt auf glücklich scheitern Familienblogs mit Feminismus und/oder Fernweh vor: Blogliebe

Wann machst du endlich dein eigenes Blog? Juliane Pieper konnte meine Frage irgendwann einfach nicht mehr hören. Herzlich Willkommen im Netz: Mama malt

Ricarda hat für SUPERWORK einen Text über das kleine und große Glück geschrieben: Der Satz, über den sich alle Selbständigen ärgern

Im Lila Podcast sprechen Katrin Rönicke und Alexandra Tabor über Schönheit und das Leben als große Frau (Perspektive: Basketball oder Model; bei mir hat es für beides nicht gereicht.) Ich hatte eine Spardose für die Schönheits-OP

Du bist Grafiker_in und hast Lust, dich zum Thema Inklusion kreativ auszutoben? Dann melde dich doch bitte bei Frau Jule, sie braucht deine Hilfe. Weiterlesen

Mein Kind, das Gespenst

by Kaiserin

Meine große Tochter ist das Kind, vor dem sich alle werdenden Eltern fürchten. Sie ist das Kind, wegen dem pränatale Untersuchungsmethoden entwickelt wurden. Sie ist das Kind, für – nein, gegen – das es Schwangerschaftsabbrüche gibt. Die Vorstellung, ein Kind wie sie zu bekommen, spukt zwischen den Zeilen und Kreuzen des Mutterpasses umher, oft auch in den Gedanken der werdenden Eltern. Bis die Hebamme nach der Geburt des Kindes sagt: „Alles gut, das Kind ist gesund“. Nach der Geburt von Kaiserin 1 war nicht „alles gut“. Meine behinderte Tochter ist ein Gespenst. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 25

by Kaiserin

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In dieser Woche habe ich meine Gedanken zum Schimpfwort „behindert“ aufgeschrieben. Christine Finke hat auf ihrem Blog Mama arbeitet auch schon zum Thema gebloggt und ganz wunderbar beschrieben, wie sich viele Redewendungen von selbst erledigen, wenn man sie gemeinsam mit den Kindern mal auseinander nimmt. Die Macht des Wortes. Kinder und Schimpfwörter

Auch Nils Pickert hat darüber geschrieben, wie er seinen Sohn in puncto Schimpfwörter aufgeklärt hat – in einem offenen, lustigen, traurigen, ganz großartigen Text, in dem man das Gefühl bekommt, mit im Auto zu sitzen. „Du schwule Sau!“

Eine Firma wirbt für ihren Früherkennungstest für das Down-Syndrom mit einem Foto eines Mädchens mit Trisomie 21. Als wenn das nicht schon geschmacklos genug wäre, wurden weder das Mädchen noch ihre Eltern um Erlaubnis gebeten. Die ganze Geschichte auf dem Blog Alles andere als down: Unfassbar geschmacklose Werbung

Wie Krankenkassen das Leben von Familien mit behinderten Kindern oft schwerer machen, zeigt dieser Video-Beitrag bei Panorama 3 eindrücklich. Damit Eltern behinderter Kinder zumindest eine zentrale Anlaufstelle für alle bürokratischen Hilfen bekommen, bitte noch bis Dienstag diese Petition unterschreiben.

Kirsten Ehrhardt hat lange dafür gekämpft, dass ihr Sohn Henri auf eine Regelschule gehen darf. Über ihren Kampf für Inklusion hat sie mittlerweile ein Buch geschrieben und der Süddeutschen Zeitung ein Interview gegeben. „Werden tausend Schüler dümmer, weil Henri da sitzt?“

Folgenden Text der großartigen Margarete Stokowski werde ich mir auf den Bauch tätwieren lassen. Weil dort genug Platz ist und weil er so gut ist – der Text und der Bauch. Hier, bitte, meine Problemliste Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 18

by Kaiserin

Die Woche im Sauseschritt.

Die fuckermothers listeten zehn Gründe auf, warum Arbeit ein wichtiges Thema für feministische Perspektiven auf Elternschaft ist. Ich schrieb einen Kommentar dazu – da waren es elf Gründe! Ein Grund, das Internet zu lieben.

Ein anderer Grund für Internetliebe ist das Blog Kleinerdrei. Diese Woche hat Andrea Meyer dort einen super Text über ihre Erfahrungen als lesbische Co-Mutter in Berlin veröffentlicht: Ich bin nur dick

An alle Kaiserschnitten: Liz vom Blog Kiddo the Kid startet eine Narbenparade! Hier der Text, mit dem alles begann: Bauchgefühle. Retrospektive

Das Kaiserinnenreich war für den Grimme Online Award vorgeschlagen, wurde dann aber doch nicht nominiert. Das ist nicht schlimm, denn ich freue mich sehr über diese Nominierung: „Wer darf leben“ für Grimme Online Award nominiert Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 17

by Kaiserin

Wenn ein behindertes oder chronisch krankes Kind geboren wird, müssen sich die Eltern mit vielen Themen auseinander setzen. Gerade in der ersten Zeit geht es nicht nur darum, sich in der neuen Situation zurecht zu finden. Die Eltern müssen sich auch um Bürokratie und Organisation kümme: Wo beantragen wir die benötigten Hilfsmittel? Wer kann mein behindertes Kind betreuen? Wo finden wir medizinische Expertinnen? Und viele weitere Fragen – Anlaufstellen gibt es einige. Aber welche ist die passende? Was fehlt: Eine zentrale Anlaufstelle für den vielfältigen Bedarf von Kindern mit einem besonderes Versorgungs- oder Betreuungsbedarf. Genau dafür gibt es jetzt eine Petition. Alle Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es hier: Petition fordert zentrale Anlaufstelle für besondere Familien

Wie spielen eigentlich behinderte Kinder? Und mit welchem Spielzeug? Natürlich ist das keine Frage, auf die es nur eine Antwort gibt. Ella vom Blog Ringelmiez stellt sie trotzdem – und es ist schon eine bunte Mischung an Antworten zusammen gekommen. Vielleicht fällt Dir auch noch was dazu ein? Gesucht: Spielzeugideen für Kinder mit Behinderung

Noch bis zum 3. Mai 2015 wird der Titel Best of Online Acitism vergeben – abgestimmt dafür wird täglich. Stimmen für das Kaiserinnenreich (oder die anderen tollen Projekte wie zum Beispiel das Blog Kleinerdrei) bitte hier entlang: THE BOBS – Best of Online Activism / People`s Choice for German 2015

Fabian schreibt den immer lesenswerten Blog New Kid and the Blog und hat gerade eine tolle Aktion eines Vaters vorgestellt. Dieser lässt seinen Sohn mit Hilfe von Photoshop fliegen – und setzt damit für sich selbst, seinen Sohn und die Öffentlichkeit ein Zeichen: Alles ist möglich, mit oder ohne Behinderung. Wunderbare Bilder sind dabei entstanden: Vater bringt Sohn mit Down-Syndrom das Fliegen bei

Den besten Artikel über Elternschaft und Geschlechterrollen hat Jochen König für DIE ZEIT geschrieben: Fritzi sagt Mama zu Papa Weiterlesen

Offener Brief an EMMA

by Kaiserin

Liebe EMMA-Redaktion,

gerade bin ich in einem meiner Social Media-Kanäle über den Artikel Ist etwa der Bauch noch da? gestolpert und zweifle nun sehr an meinem Sinn für Humor. Ihr müsst wissen, er ist sehr ausgeprägt bis schwarz – erst Recht, seitdem ich Mutter eines behinderten Kindes bin.

Der Artikel beschäftigt sich mit dem Trend zur Schlankheit, der gesundheitliche Risiken birgt – vor allem, während und nach einer Schwangerschaft. Ein wichtiges Thema, gar keine Frage. Doch es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte den Text gar nicht bis zum Ende gelesen. Das Intro ist Schuld. Dort heißt es: Denn es gibt etwas, das fürchtet manch werdende Mutter wie eine Behinderung des Kindes: in der Schwangerschaft fett zu werden. Weiterlesen