Schlagwort: Gesellschaft

  • Die unerwünschten Geschenke

    Die unerwünschten Geschenke

    Es ist immer das Gleiche: Wenn wir als Familie mit unserer behinderten Tochter unterwegs sind, bekommen wir unterschiedliche Reaktionen von anderen Menschen wie auf einem Tablett serviert. Es können starrende Blicke sein, Fragen zu ihrer Behinderung – „Was hat sie denn?“ -, ungefragte Therapievorschläge, und – der Hit! (Ironie) – Geschenke von fremden Menschen. Hier […]

  • »Behindert und Stolz«. Das neue Buch von Luisa L´Audace

    »Behindert und Stolz«. Das neue Buch von Luisa L´Audace

    “Ich finde die Frage nach sichtbaren Fortschritten in Bezug auf Inklusion ist immer sehr schwer zu beantworten, denn: Woran messen wir das? Wenn wir es daran messen, wie viele behinderte Menschen uns im Alltag begegnen können, dann sieht der jetzige Stand miserabel aus und so ist leider auch mein genereller Eindruck. Während wir immer noch […]

  • “Du musst aber verstehen, dass…”

    “Du musst aber verstehen, dass…”

    Dieser Satz! Ich kann ihn nicht mehr hören! Es ist nicht einfach ein Satz, der nach meinem menschlichen oder rationalen Verständnis verlangt. Er geht über meine Menschlichkeit hinaus und fordert etwas von mir, das ich nicht geben kann – und manchmal aus Prinzip geben nicht möchte. Zum einen, weil ich mich oft in den Situationen, […]

  • Buchtipp: “Blind mit Kind”. Oder über das Potenzial von “afeto”

    Buchtipp: “Blind mit Kind”. Oder über das Potenzial von “afeto”

    Inklusion ist ein Weg, für den ich afeto als Hauptbegleiter, als Zweck und Mittel gewählt habe. Afeto ist ein portugiesischer Begriff meiner Muttersprache, für den es keine direkte, treffende Übersetzung ins Deutsche gibt. Afeto beschreibt die Bereitschaft und Offenheit für eine warmherzige, authentische und berührende Begegnung miteinander.

  • “Engelchen” und “Superheld*in”: ehrliche Bewunderungen oder Ableismus?

    “Engelchen” und “Superheld*in”: ehrliche Bewunderungen oder Ableismus?

    Sei mal ehrlich: wenn du mein Kind „Engel“ oder „stark“ oder „Heldin“ nennst, sagst, sie sei “etwas besonders“, wünschst du dir auch, dass dein Kind – für eine einzige Minute – ähnlich aussieht wie mein „Engelchen“? Denk darüber nach. Wenn deine Antwort „Nein“ ist, dann sorry, das ist sehr ableistisch und diskriminierend. Aber entspann dich, […]

  • Ich sehe dich

    Ich sehe dich

    Meine Mutterschaft hat einen festen Standort. Ich übe sie nicht frei aus, wie ich das mir früher erträumt habe. Die Mutter, die ich bin trägt Slogans, Kampfworte, damit keine*r so tut, als ob er*sie mich nicht sieht. Ich bin Mutter eines Kindes mit Behinderung. Diese wenige Worte sagen vieles über mich – und auch nichts. […]

  • Und wie machst du das, Alex?

    Und wie machst du das, Alex?

    Alex ist mit ihrem Instagram Account  eine erfrischende Abwechslung von der perfekten Welt, die dort oft zu sehen ist. Ehrlich und sympathisch schreibt sie vom Leben mit einem behinderten Kind und den Grenzen, die sie manchmal erreicht. Aber eben auch von den schönen Momenten. Vor kurzem hat sie mit ihrem Label “Special Edition” Premiere gefeiert […]

  • Und wie machst du das, Fredi?

    Und wie machst du das, Fredi?

    Es gibt viele Frauen, deren Schriften ich besonders gerne lese. Fredi ist eine dieser Frauen. Ihre klare Art  zu schreiben  und der sehr gute Content auf ihrem Instagram-Account laden mich immer zum Nachdenken ein. Sie bringt für mich Qualitäten zusammen, die ich besonders schätze: scharfe gesellschaftliche Kritik, wenn es um Inklusion und Ableismus geht, eine […]

  • Meine Mutterschaft ist politisch. Und meine Liebe hat Eile.

    Meine Mutterschaft ist politisch. Und meine Liebe hat Eile.

    Eine Mutter zu sein, die anders ist als die meisten, kann sehr schön sein – so lange ich nicht diese Mutter bin, richtig? Man kann sie von der Ferne betrachten und ihr gute Wünsche ausrichten. In dieser Mutterschaft, die keine*r will, die keine*r sieht, die von wenigen gehört wird, musste ich lernen stark und laut […]

  • Über Stimmen, Hände und Zugehörigkeit

    Über Stimmen, Hände und Zugehörigkeit

    Ich habe einmal bei einer brasilianischen Schriftstellerin gelesen, dass das Größte, was wir haben, unsere eigenen Geschichten sind. Sie schrieb, dass eine Geschichte Menschen an die Hand nehmen kann. Mareices Geschichte und ihre Stimme waren eine solche Hand, die ich gefunden habe, als ich vieles bei mir neu definieren musste und dabei meine Stimme leise […]