Die kaiserliche Woche // KW 45 & KW 46

by Kaiserin

Hexenschuss. Das Wort hat nun eine Bedeutung für mich, ich fühle es. Wie im zehnten Monat schwanger sein, nur ohne Kind im Bauch und mit Schmerzen wie Wehen. Vielen Dank, liebes Leben, für diese Erfahrung. Brauch ich nicht nochmal.

Zum Glück gab es viel zu lesen und zu hören.
Zum Beispiel bei Edition F über die Agentur Vergiss mein nie, die trauernde Menschen unterstützt.

Laura Gehlhaar hat ein Erlebnis aufgeschrieben, für das es eigentlich gar keine Worte gibt. „Krüppel-DNA gehört ausgerottet“

Hannah denkt bei der Mädchenmannschaft über Inklusion, Unterschiede und Menschenrechte nach: Für mich bist du nicht behindert

Melanie stellt auf glücklich scheitern Familienblogs mit Feminismus und/oder Fernweh vor: Blogliebe

Wann machst du endlich dein eigenes Blog? Juliane Pieper konnte meine Frage irgendwann einfach nicht mehr hören. Herzlich Willkommen im Netz: Mama malt

Ricarda hat für SUPERWORK einen Text über das kleine und große Glück geschrieben: Der Satz, über den sich alle Selbständigen ärgern

Im Lila Podcast sprechen Katrin Rönicke und Alexandra Tabor über Schönheit und das Leben als große Frau (Perspektive: Basketball oder Model; bei mir hat es für beides nicht gereicht.) Ich hatte eine Spardose für die Schönheits-OP

Du bist Grafiker_in und hast Lust, dich zum Thema Inklusion kreativ auszutoben? Dann melde dich doch bitte bei Frau Jule, sie braucht deine Hilfe. Weiterlesen

Zwischen den Jahren

by Kaiserin

Für die Entstehung der Redewendung Zwischen den Jahren gibt es viele Erklärungen. Mir gefällt am besten eine ganz alte: Die Ägypter teilten ihr Jahr in zwölf Monate à 30 Tage ein. Am Ende blieben dann aber noch fünf (im Schaltjahr sechs) Tage übrig. Das waren die Tage zwischen den Jahren.

Ich weiß nicht, welchen Wochentag wir heute haben oder welches Datum. Gestern war das auch so und morgen wird es vermutlich nicht anders sein. Nach einem Jahr, in dem der Terminkalender eine immer größere Rolle spielte, genieße ich diese Tage, an denen die Zeit still steht. Der Schnee, mit dem wir heute morgen aufwachten, hat die Welt nochmal leiser gemacht. Er knirscht unter den Schuhen und glitzert in der Sonne. Während des Mittagsschlafs meiner Töchter komme ich sogar mal wieder dazu, ein paar Seiten eines Buchs zu lesen. Ich sortiere die Fotos des Jahres auf meinem Computer und bestelle den neuen Familienkalender für das kommende Jahr.

Lesenswert: Es ist nicht das Jahr, es ist das Leben. Es ist nicht zu Ende, es fängt jetzt an, wird alles wieder heller und wärmer. Sie müssen nichts ändern, Sie sind das Perfekteste, was eben gerade möglich ist. Es soll alles gut werden. Für uns alle. Auch die grandiose Sibylle Berg beschäftigt sich in ihrer aktuellen Kolumne mit der Zeit zwischen den Jahren: Gute Vorsätze: Sie sind perfekt! Weiterlesen