Appell an den Mutterbauch

by Kaiserin

Ich kenne viele tolle Frauen. Sie sind beruflich erfolgreich, führen möglichst gleichberechtigte Partnerschaften, gehen begeistert Hobbys nach, machen sich Gedanken über die Welt und genießen bewusst ihr Leben. Jede ist anders als die andere – alle sind prima in ihrer Einzigartigkeit. Doch eine Parallele erkenne ich mittlerweile zwischen allen Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis: Sobald sie einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten, werden sie unsicher.

Die moderne Medizin stellt uns als werdende Eltern vor viele Fragen – auch schon in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, die von vielen Unsicherheiten begleitet werden. Bleibt das Kind? Welche Vorsorgeuntersuchungen lassen wir machen? Was wollen wir wissen? Wie gehen wir mit den Ergebnissen um? Es beginnt mit der Frage, ob die werdenden Eltern das Geschlecht des ungeborenen Kindes wissen möchten und endet mit der Entscheidung für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch bei negativen Diagnostikergebnissen. Die Frauen, die ich kenne, sind plötzlich nicht mehr so tough wie vorher, sondern verwandeln sich in verunsicherte Mädchen. Sie wollen alles richtig machen und verlieren sich und ihre innere Stimme dabei im Dickicht der vielen Meinungen, mit denen sie konfrontiert werden. Weiterlesen