Kalendergefühle

by Kaiserin

Auf diesem Blog geht es um Inklusion, um die gleichberechtigte Teilhabe am Leben, oft im Kontext von Behinderung.  Um Teilhabe geht es auch in diesem Text, über den ich gestolpert bin und von dem ich mir wünsche, dass ihn sehr viele Menschen lesen. Die Autorin möchte anonym bleiben; ich freue mich, den Text veröffentlichen zu dürfen.

Eine Mutter schrieb kürzlich einen ironisch gemeinten überspitzten Text, in dem sie vom Bastelstress schrieb, den Adventskalender befüllen zu müssen; nicht mal Rauschmittel außer Wein könne man dazu nehmen. Das führte zu einer Aufregungswelle unter den Onlinemüttern: die, die selbst und gern basteln, die, die einen aus Schokolade kaufen und gut ist; und die, die meinten, gerade unter den Müttern müsse man sich in Ruhe lassen endlich. Das setze doch die einen nicht unter Druck, nur weil man selbst einen bastelt, können die anderen doch einen aus Schokolade haben und alles wäre gut. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 28

by Kaiserin

Wenigstens er hat was gesagt. Ein Video hat diese Woche für einen Kloß in meinem Hals gesorgt. Es handelt von Vorurteilen und welche Begegnungen wir verpassen, weil wir nicht sprechen. Entstanden ist der Film auf Grundlage des großartigen Textes der Poetry-Slammerin Anke Fuchs: Was wisst ihr denn eigentlich schon davon?

Einsamkeit ist schlimmer, als gestorben zu sein. Sibylle Berg hat über das traurigste aller Gefühle geschrieben. Was am Ende zählt

Heval kann alles werden, was sie will, wenn sie es will. Könnte alles werden. Vielleicht. Wenn sie Glück hat. Karl Grünberg war Praktikant in zwei Kitas in Berlin und hat dort miterlebt, wie früh Chancen verteilt werden. Ene, mene, muh, und raus bist du

Wir sind ständig auf der Suche, denk ich mir. Nach Sicherheit, Gewissheit, Kalkulierbarkeit. Wer weiß, was wir uns durch diese Suche nehmen. Barbara Kaufmann begegnet der Mutter eines behinderten Kindes. Durchgekämpft

„Gehen Behinderte auch schwimmen?“ Auf dem tollen Blog KrachBumm sind gerade Inklusionswochen. Ein Interview über den perfekten Urlaub mit einem behinderten Kind mit mir ist bereits erschienen, viele weitere tolle Artikel gibt es den ganzen Juli über (und danach auch!). Gehen Behinderte auch schwimmen?

Die ätherische Stimme, die so zart flüstert höre ich immer und immer wieder. Die gute stepanini ist Schuld, dass ich mich in eine alte Liebe neu verliebt habe. Angus & Julia Stone Weiterlesen

Und wie machst du das, Claudia?

by Kaiserin

Als Elternteil eines behinderten Kindes auf der Suche nach Unterstützung führt der Weg zu einer Frau:  Claudia Groth. Sie hat vor vier Jahren das Kinder Pflege Netzwerk gegründet. Der Verein ist eine Eltern-Selbsthilfeorganisation, veranstaltet Stammtische für Eltern von pflegebedürftigen Kindern und ermöglicht damit einen Erfahrungs- und Informationsaustausch. Bei einem Workshop, der vom Kinder Pflege Netzwerk organisiert wurde, habe ich Claudia zum ersten Mal persönlich getroffen. Ihre Fröhlichkeit steckt an. Claudias Engagement wird begleitet von einer positive Ausstrahlung, die anderen Eltern Mut macht. Ich freue mich sehr über das Interview mit Claudia, in dem sie aus ihrem Alltag mit vielen unterschiedlichen Anforderungen erzählt. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 7

by Kaiserin

Seit ich Gast bei Mutterskuchen war, bin ich Podcast infiziert. Eine meiner liebsten Entdeckungen: Der Lila Podcast. Feminismus zum Hören!

Ich liebe Sprache. Ich liebe Worte. Ich liebe Texte. Vor allem welche, die mit Liebe geschrieben sind. Wie dieser hier, von der wunderbaren Elisabeth Rank: Es ist gut, dass es kein Ersatzgefühl gibt für dich.

„Schmeckt dir deine Brezel?“ Und andere Fragen, die Kinder immer hören (müssen). Weiterlesen

Barrierefrei & kinderfreundlich: Wien

by Kaiserin

Die erste Flugreise im Leben von Kaiserin 2 führte uns in eine meiner Lieblingsstädte: Wien. Vor über zehn Jahren habe ich in der österreichischen Haupstadt gelebt – vergangene Woche waren wir dort zur Hochzeit einer Freundin eingeladen. Meine erste Flugreise mit Kind. Für Flugangst blieb mir gar keine Zeit, so sehr war ich mit dem Entertainment meiner kleinen Tochter beschäftigt. Wichtigstes Utensil im Handgepäck: das Aipät. Leider kam es ber gar nicht zum Einsatz: Auf dem Hinflug hatte ich ein dauerbrüllendes Kind auf dem Schoß, das unser Sitznachbar mit einem augenrollenden Jackpot! kommentierte – für den Rückflug hatte ich vergessen, das iPad aufzuladen. Zum Glück begnügte sich Kaiserin 2 mit den Bilderbüchern aus meiner Handtasche. Sie fing beim Wort Flugzeug auch nicht mehr sofort an zu schreien und hielt sich eine Stunde tapfer auf meinem Schoß.

Mit dem Unterschied der zwei Städte im Hinblick auf Barrierefreiheit und Kinderfreundlichkeit wurden wir direkt bei unserer Ankunft in Wien konfrontiert. Während mir in Berlin am Flughafen auf der Suche nach einer Wickelmöglichkeit für meine Tochter niemand helfen konnte – weder Polizei noch der nette Herr von der Flughafenseelsorge – kamen am Wiener Flughafen Service-Mitarbeiter direkt auf uns zu und boten Hilfe an. Während wir in Berlin einen Aufzug suchen mussten, der uns vom Parkdeck zum Gate brachte, fanden wir in Wien Aufzüge an jeder Ecke. Genau dort, wo wir sie brauchten. Weiterlesen

Kinder, Körper, Kommentare – Nur für Mädchen?

by Kaiserin

Vergangene Woche überrolte mich eine Leser_innen-Welle! Mein Text Kinder, Körper, Kommentare wurde bisher von 16.467 Menschen gelesen (eine Zahl, bei der ich lange überlegen musste, wohin ich den Punkt dazwischen setzen muss). Wow! Es ist ein Wow! mit einem schalen Nachgeschmack, denn die vielen Kommentare zu meinem Artikel zeigen, dass die Bewertung des Essverhaltens und Körpers meiner kleinen Tochter leider kein Einzelfall ist. Daher möchte ich das Thema nochmal aufgreifen. Mich beschäftigt dabei auch die Frage, ob es einen geschlechterabhängigen Umgang mit Kinderkörpern gibt. Weiterlesen

Kinder, Körper, Kommentare

by Kaiserin

Meine Töchter sind dem Erstickungstod nur knapp entkommen, wenn es nach den Kommentatoren auf der Straße ginge. „So ein Tragetuch macht doch den Rücken der Babys kaputt“, meinte die Bäckereifachverkäuferin ungefragt; und gleich hinterher: „Ihr Baby bekommt darin doch gar keine Luft!“. Nach ein paar Wochen hatte sie sich an den Anblick meiner Tochter im Tragetuch gewöhnt und musste feststellen, dass sie doch (noch?) nicht erstickt war. In einem guten Moment erklärte ich ihr den Trugschluss über den Babyrücken und die Erstickungsgefahr in Tragetüchern. Als Kaiserin 2 irgendwann laufen konnte, freute sie sich mit uns und meinte, dass das jetzt bestimmt so schnell ging, weil ich sie so oft getragen hätte. Leider lernen nicht alle Menschen so schnell.

Weiterlesen