Die kaiserliche Woche // KW 48

by Kaiserin

Inklusion in der Kita ist leider nach wie vor keine Selbstverständlichkeit.
Hier habe ich vor einem Jahr über unsere Suche nach einem Kitaplatz geschrieben: Füttern? Kriegen wir hin
Hier eine aktuelle Geschichte aus Hamburg: Lina bleibt zu Hause

Genau darüber durfte ich auch im Interview mit Marisa Strobel vom vorwärts sprechen. Es geht um Barrieren, Bürokratie und Pränatale Diagnostik: „Wir sind weit entfernt von einer inklusiven Gesellschaft“

Antje Schrupp denkt über eine Lösung der Care-Krise nach, die auch Familien mit behinderten Kindern betrifft. (…) Denn wäre Care, also Sorgearbeit, bei uns ein zentraler Wohlstandsindikator und würde entsprechend für wichtig erachtet, dann könnten diese Themen völlig anders diskutiert werden. Dann kämen Eltern eines behinderten Kindes nicht in Versorgungs-Engpässe: Sie könnten, je nach Belieben, ihre Erwerbsarbeit reduzieren oder gesellschaftliche Hilfen in Anspruch nehmen, oder beides. Care-Krise gelöst: Wir sind alle psychisch krank

In Ein Fels und die Brandung beschreibt Valerie Schönian die Liebe zu einem autistischen Mann.

Am 7. Dezember wird der Deutsche Reporterpreis in verschiedenen Kategorien vergeben. Alle nominierten, großartigen Arbeiten gibt es jetzt schon hier zu lesen.

Noch mehr zu lesen gibt es bei den Schwestern Grimm. Eine Projektseite, die zeigt, was es mit Geschichten macht, wenn die Geschlechter variiert werden. Die Schwestern Grimm

Einfach mal schnell die Welt retten? Click here to save the world. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 30

by Kaiserin

Sonne und Wolken wechseln sich am Himmel ab. Die Tage sind gefüllt mit Arbeit und Kindern. Es ist irgendwie Sommer und alle Dinge beginnen mit dem gleichen Buchstaben: Schwimmbad, Schließzeit, Spielplatz, Sonnenbrand, Spaziergänge, Softeis.

Der tolle Björn Kuhligk hat seine Sommerbeobachtungen aufgeschrieben: Am Beckenrand dieses Sommers

„Du hast die Augen zu und treibst auf deiner Luftmatratze, ein sanfter Wind weht, und du denkst, geil, jetzt lebe ich für den Rest meines Lebens hier in dieser Lagune, in der Südsee. Und dann machst du die Augen auf und merkst, es ist bloß ein Nachmittag am Baggersee, und zack ist der auch schon vorbei.” Okka Rohd schreibt über das Lesen und ihr neues Lieblingsbuch: Knickbücher und das Auerhaus

Wie spielen eigentlich behinderte Kinder und mit was? Ella hat ihre Erfahrungen und Tipps von anderen Eltern zusammengefasst: Spielzeug für Kinder mit Behinderung Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 28

by Kaiserin

Wenigstens er hat was gesagt. Ein Video hat diese Woche für einen Kloß in meinem Hals gesorgt. Es handelt von Vorurteilen und welche Begegnungen wir verpassen, weil wir nicht sprechen. Entstanden ist der Film auf Grundlage des großartigen Textes der Poetry-Slammerin Anke Fuchs: Was wisst ihr denn eigentlich schon davon?

Einsamkeit ist schlimmer, als gestorben zu sein. Sibylle Berg hat über das traurigste aller Gefühle geschrieben. Was am Ende zählt

Heval kann alles werden, was sie will, wenn sie es will. Könnte alles werden. Vielleicht. Wenn sie Glück hat. Karl Grünberg war Praktikant in zwei Kitas in Berlin und hat dort miterlebt, wie früh Chancen verteilt werden. Ene, mene, muh, und raus bist du

Wir sind ständig auf der Suche, denk ich mir. Nach Sicherheit, Gewissheit, Kalkulierbarkeit. Wer weiß, was wir uns durch diese Suche nehmen. Barbara Kaufmann begegnet der Mutter eines behinderten Kindes. Durchgekämpft

„Gehen Behinderte auch schwimmen?“ Auf dem tollen Blog KrachBumm sind gerade Inklusionswochen. Ein Interview über den perfekten Urlaub mit einem behinderten Kind mit mir ist bereits erschienen, viele weitere tolle Artikel gibt es den ganzen Juli über (und danach auch!). Gehen Behinderte auch schwimmen?

Die ätherische Stimme, die so zart flüstert höre ich immer und immer wieder. Die gute stepanini ist Schuld, dass ich mich in eine alte Liebe neu verliebt habe. Angus & Julia Stone Weiterlesen

Auf Kitaplatz-Suche mit einem behinderten Kind

by Kaiserin

Für die taz-Serie Inklusion habe ich darüber geschrieben, wie wir in Berlin einen Kitaplatz für Kaiserin 1 gesucht und über viele Umwege letztendlich auch gefunden haben. Warum ich so glücklich darüber bin, meine Kinder gut betreut zu wissen, habe ich ja schon in der Ode an die Kita erklärt. Den taz-Artikel gibt`s demnächst auch online. Heute aber mit feinster Druckerschwärze und dem hübschen Foto von meinen Töchtern und mir, das Carolin Weinkopf gemacht hat, am Kiosk Deines Vertrauens. Zum In-aller-Ruhe-Lesen und In-der-Hand-Halten. Weiterlesen

Doppelt hält besser

by Kaiserin

Geschwister haben ist toll! Fast immer. Ich bin ein Nesthäkchen mit zwei älteren Brüdern, die nur 1 1/2 Jahre auseinander sind und somit fast wie Zwillinge aufgewachsen sind. Beide sind zwar total unterschiedliche Persönlichkeiten, hatten und haben aber eine sehr enge Verbindung. Ich als Nachzüglerin und sechs beziehungsweise sieben Jahre jünger – und dann auch noch ein Mädchen! – kam nie dazwischen. Dennoch haben sie mich beschützt, wenn es nötig war und bis aufs Blut geärgert, wenn sie dachten, dass es nötig wäre.

Seitdem ich das digitale Kaiserinnenreich mit meinen Texten fülle, bekomme ich immer wieder Mails von Familien mit einem behinderten Kind, die sich noch ein zweites Kind wünschen, sich das aber nicht (zu)trauen. Ich werde dann gefragt, wie das bei uns war mit der Entscheidung für ein zweites Kind und werde oft beglückwünscht zu unserem „Mut zum zweiten Kind“ nach der Erfahrung mit einem behinderten Kind. Mutig habe ich mich damals nicht gefühlt, nur entschlossen. Ich war entschlossen, mein Leben nicht ausschließlich mit Themen rund um ein behindertes Kind füllen zu wollen: Termine bei Ärzten und Therapeuten, Anträge bei Pflege- und Krankenkasse, Suche nach geeigneten Betreuungspersonen und immer auch viel Trauer und Enttäuschung. Die Entschiedenheit für ein zweites Kind kam bei mir recht schnell nach der Geburt von Kaiserin 1. Ich habe mich von Anfang an falsch gefühlt im Krankenhausleben mit ihr. Diese Abhängigkeit von Ärzten, Krankenschwestern, Pflegepersonal und Therapeuten fällt mir als eigenverantwortliche und selbständige Frau bis heute schwer und ich bin sehr dankbar, dass wir immer weniger mit Ärzten und mehr mit fördernden Menschen rund um Kaiserin 1 zu tun haben. Ein Leben am Krankenbett meiner Tochter konnte und kann ich mir bis heute nicht vorstellen. Ich weiß, das kann und will sich niemand vorstellen – ich weiß aber auch, dass es einige Menschen – meist Mütter – gibt, die in der Rolle der pflegenden Mutter aufgehen. Ich nicht. Ich kann und will das nicht.

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Ode an die KiTa

by Kaiserin

Neulich bei WhatsApp. Kommunikation mit einer Mutter in ähnlicher Familienkonstellation (zwei Kinder; das ältere schwer mehrfach behindert, das jüngere 1 1/2 Jahre alt).

Ich so: Ab wann geht der Kleine denn in die KiTa? Sie so: Frühestens, wenn er zwei Jahre alt ist. Ich so: Willst du nicht mal Zeit für dich? Sie so: Zeit für mich ist Zeit mit den Kids.
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