Ein Zwischenblick

by Kaiserin

Für die Entstehung der Redewendung Zwischen den Jahren gibt es viele Erklärungen. Mir gefällt eine ganz alte: Die Ägypter teilten ihr Jahr in zwölf Monate à 30 Tage ein. Am Ende blieben dann aber noch fünf (im Schaltjahr sechs) Tage übrig. Das waren die Tage zwischen den Jahren. Für mich ist es die Zeit im Jahr ohne Zeit. Welcher Wochentag ist heute? Ich weiß es nicht. Das Internet ist leer, genau wie die Straßen in Berlin. Ein paar wichtige Texte habe ich dennoch gefunden und gelesen.

Bei Zeit Online erklärt Kati Krause, wie Facebook als Katalysator für ihre Depressionen funktioniert und warum sie sich aus den Sozialen Netzwerken zurückgezogen hat. Facebooks psychische Störung

Lisa Ulrich ist mit ihrer gehörlosen Mutter Susanne Bindernagel aufgewachsen. Im Interview erzählen beide, wie die Verbindung aus hörender und nicht hörender Welt funktioniert: Ziemlich normal. Ein guter Draht

„Also, ich könnte das nicht!“ Ein Satz, den ich oft zu hören bekomme über unser Leben mit einem behinderten Kind. (Vor allem übrigens von Menschen, die meine Tochter gar nicht kennen.) Dieser und anderen Reaktionen auf behinderte Menschen hält Michael Bartlewski in seiner Sendung Die Frage einen Spiegel vor: Sind uns Behinderte egal?

Am häufigsten gelesen wurde in diesem Jahr mein Text Was ich nicht weiß – der gleichzeitig der Startschuss für Kreuzberg hilft war. Wir gründeten die Initiative zur nachhaltigen Unterstützung und Integration von geflüchteten Menschen, um uns schnellstmöglich wieder abzuschaffen. Dieser Plan ist nicht aufgegangen, die Arbeit von Kreuzberg hilft ist nach wie vor wichtig und noch lange werden nicht alle Aufgaben rund um die Soforthilfe und Integration von geflüchteten Menschen von Hauptamtlichen übernommen. Zum Jahresende zieht Marie Scharfenberg ein Resümee: Ein paar Worte und Gedanken zum Jahresende

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Die kaiserliche Woche // KW 27

by Kaiserin

Meine Mutter, anderen Enkel auf dem Schoß, guckt mich an: Kind auf der Hüfte, andere Hand am Handy und Stulle ungegessen auf dem Teller vor mir. Sie fragt: „Warum bekommt man, wenn man ein Kind kriegt, eigentlich keinen dritten Arm dazu?“ Stefanie Luxat ist seit neun Monaten Mama und hat ein paar ihrer Gedanken aufgeschrieben. Monat 9 als Mama. Ein paar Gedanken, Gefühle und gelegentliche Fragen

Die Hälfte ihrer Kindheit verbringen sie ohne mich. An Orten, die ich nicht kenne, mit Menschen, die ich noch nie getroffen habe, von denen ich nicht weiß, welchen Einfluss sie auf sie nehmen. Die Autorin Lisa Frieda Cossham hat zwei Kinder und schreibt in der SZ eine neue Kolumne. Ihr Auftakt-Text transportiert Gefühle, bis es weh tut. Teilzeit-Mutter

Herausforderung, Belastung, Bereicherung – Geschwisterbeziehungen sind vielfältig, gerade mit einem behinderten Geschwisterkind. 37 Grad hat zwei Familien begleitet: Wir gehören zusammen

Die größte Angst hatte ich davor, dass meine vorherigen Interessen in der Schwangerschaft unmerklich, aber unwiderruflich verschwänden, dass ein Vakuum entstehen könnte, welches im Umkehrschluss durch die totale Konzentration auf das Kind kompensiert werden müsste. Also spielte ich überzeugend die Rolle der Anti-Mutter. Mascha Jacobs schreibt über das Mutterschaftsgesetz und alles, was sich drumherum ändern muss. Wenn die Auster zweimal klemmt

Anke Helle ist die stellvertretende Chefredakteurin des Familienmagazins NIDO und hat bei Was machen die da? ein ausführliches Interview über ihre Arbeit, Inklusion im Heft und den Begriff Familie gegeben: Genauso finde ich auch, dass wir behinderte Kinder mit in den Familien haben sollen. Wir haben jetzt eine Strecke im Heft, eine Modestrecke … man sieht es nicht sofort, aber ein Kind ist schwerbehindert. Da haben wir kurz überlegt, ob wir es irgendwo reinschreiben, aber warum sollten wir das tun? „Übrigens, das eine Kind ist behindert“? Nee. Das ist halt Teil der Familie, da soll es ganz selbstverständlich mit drin sein. Interview mit Anke Helle

Gleiche Rechte für alle – darum geht es bei der aktuellen Petition für ein gutes Teilhabegesetz. Aktuell dürfen behinderte Menschen mit Assistenzbedarf nicht mehr als 2.600 Euro ansparen und nicht mehr als den doppelten Arbeitslosengeld II-Satz verdienen. Jeder weitere Cent geht für die eigene Assistenz drauf – die ja da ist, damit behinderten Menschen die gesellschaftliche Teilhabe überhaupt möglich ist. Deshalb bitte alle unterzeichnen: Für ein gutes Teilhabegesetz

Diese Stunden, wenn Du die Vögel hörst. Juna hat eine Ode an Berlin im Sommer geschrieben.  Eine Stadt der Ruhe
Und während alle über die Hitze stöhnen, ist Juna dankbar für die Erinnerungen an ihre Kindheit. An diesen heißen Sommertagen wie heute aber kommt das kleine Mädchen wieder, unbefangen und wild, bereit, es mit der Welt aufzunehmen. 38°C

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Die kaiserliche Woche // KW 14

by Kaiserin

Warum es so wichtig ist, mal eine Pause einzulegen – gerade im Leben als Mama – beschreibt die coole Rike Drust auf ihrem Blog. Dazu auch noch das tolle Video zu einem meiner Lieblingssongs. Hach! Eine Polonäse ist nicht Tanzen

Ich habe eine Schwäche für gute Interviews. Vor allem, wenn spannende Frauen kluge Antworten geben. Zum Beispiel Sätze wie Kritik hält man gut aus, wenn man zu dem steht, was man tut. Und Bei mir zu Hause muss man auch nicht vom Boden essen können, wir haben nämlich einen Tisch dafür. Noch mehr schlaue Sätze von Renate Schmidt, der ehemaligen Familienministerin: „Es kann immer was passieren“

Wunderbare Fotos moderner Vaterschaft: This Is What It Looks Like When Men Are Allowed To Take 480 Days of Paternity Leave

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Die kaiserliche Woche // KW 13

by Kaiserin

Mutterschaft ist heute ein Aspekt der Leistungsgesellschaft. Sarah Diehl ist gewollt kinderlos und stellt im Interview mit dem freitag das Konzept Kleinfamilie in Frage. Tolles Gespräch mit vielen Denkanstößen: „Ein historisches Versehen“

Und tief im Innern sehnt man sich nach einem Einbrecher, der sich unbefugt Zutritt verschafft in die eigene Innenwelt, sich dort umsieht und Dinge entdeckt, deren Wert einem selbst nicht bekannt war. Ein wunderbarer Text über die Liebe von Güzin Kar: Kaffeefahrt zur Liebe

Wie Liebe aussieht? Zum Beispiel so: Wie kann man Liebe zeigen?

Eine Stunde Zeit? Dann bitte Tee und Kekse bereit stellen und zuhören, mitfühlen, schlucken, seufzen und lachen: Drei Schwestern und ein Down-Syndrom ist ein wunderbares Radio-Feature. Weiterlesen

Leben im Krankenhaus:
Wie Inklusionsfamilien behandelt werden wollen

by Kaiserin

Ein toller Nebeneffekt meines Blogs ist ja die Fernwärme, die entsteht. Mich erreichen immer wieder Nachrichten von Menschen mit interessanten Denkanstößen. Zum Beispiel vergangene Woche: Da schrieb mir Lena, eine angehende Ärztin. Sie wollte von mir wissen, wie man denn nun richtig umginge mit Eltern behinderter Kinder, mit uns Inklusionsfamilien (was für eine hübsche Wortkreation!). Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 3

by Kaiserin

Schon die dritte Woche im Jahr vorbei? Wow. Das Leben mit Kindern hat irgendwie eine andere Zeitrechnung als das Leben ohne Kinder. Im Moment gibt es jeden Tag ein erstes Mal, gestern war es das Wort Schmetterling, es hörte sich an wie Smätading. Im Lieblingscafé gab es nicht genug Holunder-Marmelade (die natürlich pur mit den Händen gegessen wurde), also stapfte Kaiserin 2 hinter die Theke und verlangte: mehr! Großer Mamastolz, auf so eine selbstbewusste kleine Person. Es gibt einen kleinen Menschen, der morgens nach dem Aufwachen Hanno, Mama! sagt und dabei grinst. Und einen anderen kleinen Menschen, der vor Freude gluckst, wenn ich ihn an- oder umziehe und in den Nacken küsse. Großes Mamaglück.

A propos Mamaglück: Mein liebster Beitrag zur Blogparade #momsrock, zu der auch ich einen Text verfasst habe, stammt von Indre. Sie ist die Bloggerin hinter MiMA, dem Lifestyle-Blog mit Tiefgang, und schreibt: Warum ich (k)eine gute Mutter bin

Mein liebster Alles-und-überhaupt-Text dieser Woche stammt von einer meiner Lieblingsmütter, Rike Drust. Sie schimpft mit sich selbst: Mein Kopf, der Arsch.
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Die kaiserliche Woche // KW 44

by Kaiserin

Im Familienalltag kommt ein Wochenrückblick oft zu kurz. Hier nehme ich mir die Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Mit meinen Lieblingsbildern von Instagram und ein paar persönlichen Empfehlungen.

Lesenwert: Das Thema Körperbilder beschäftigt mich nicht erst, seitdem ich Mutter von zwei kleinen Mädchen und damit ständig Kommentaren zu ihren Körpern ausgesetzt bin. Eine meiner Lieblingsbloggerinnen, Journelle, hat gerade einen wunderbaren Text dazu geschrieben: Pummelige Mädchen locken. Danke!

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Die kaiserliche Woche // 32

by Kaiserin

Im Familienalltag kommt ein Wochenrückblick oft zu kurz. Hier nehme ich mir die Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Mit meinen Lieblingsbildern von Instagram und ein paar persönlichen Empfehlungen.

Hörenswert: Wie Kaiserin 2 „Ball“ sagt. Und „Mama“; und „Papa“, und „MaPa“; und „heiß“. Und den Namen ihrer Schwester. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // 30

by Kaiserin

Im Familienalltag kommt ein Wochenrückblick oft zu kurz. Hier nehme ich mir die Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Mit meinen Lieblingsbildern von Instagram und ein paar persönlichen Empfehlungen.

Hörenswert: Mein erstes Live-Interview im Radio als Bloggerin. Anja von guten Eltern hatte das Kaiserinnenreich empfohlen, Radio Fritz mich eingeladen. Hier gibt`s den Podcast der Sendung Trackback zu hören, mit meiner Stimme ab Minute 52. Weiterlesen