Und wie machst du das, Sandra?

by Kaiserin

Zitat_und_Bild_Sandra

Mein Sohn spielt gern Fußball, meine Tochter ist behindert. Das ist ein Satz von Sandra Roth. Heute weiß ich: Glück geht auch mit einem Kind, das schwer behindert ist. Noch so ein Satz. Das Buch Lotta Wundertüte ist voll von diesen Sätzen von Sandra Roth, die so ehrlich, gut beobachtet, gerade heraus und klug sind, dass es manchmal weh tut.

Als arbeitende Mutter von zwei kleinen Kindern komme ich nur sehr selten dazu, Bücher zu lesen. Lotta Wundertüte habe ich innerhalb weniger Stunden verschlungen. Es ist meine persönliche Spezialmama-Bibel und ich bin sehr dankbar, dass Sandra Roth es geschrieben hat. Vor allem, weil es so viel mehr ist als ein Buch für Eltern behinderter Kinder. Es ist ein Buch über Menschen, für Menschen. Egal, ob Eltern oder nicht. Egal, ob behindert oder nicht. Es erreicht alle.

Aufmerksam geworden bin ich auf Sandra Roth und ihre Knaller-Sätze durch einen Artikel, in dem sie von der Suche nach einem Kita-Platz für Lotta erzählt: „Vielleicht geht sie in einen speziellen Kindergarten“, erkläre ich Ben. „Nur für Kinder mit Behinderung.“ Heilpädagogische Einrichtung nennt sich das. Acht Kinder, drei Betreuer, viele Therapeuten. „Das ist doof“, sagt Ben. „Da darf ich ja nicht rein.“ Aus: Sie kann lächeln, DIE ZEIT, 2013

Ich freue mich von Herzen darüber, dass ich Sandra Roth heute im Kaiserinnenreich vorstellen darf, mit gewohnt großartigen Sätzen. Weiterlesen

Und wie machst du das, Maren?

by Kaiserin

Zitat_und_Bild_Maren

Manchmal schließen sich gleich mehrere Kreise auf einmal. So war es bei Maren und mir. Als Blogleserin schrieb sie mir eine Mail, wir entdeckten viele Gemeinsamkeiten – auch abseits unserer behinderter Töchter. Wenig später entdeckte ich eine tolle Reportage über Maren und ihre Familie. Und war hin und weg. Sie bringt Gedankengänge, die auch ich habe, auf den Punkt. Zum Beispiel wenn sie über Menschen erzählt, die ihre Töchter anstarren: Die Glotzer nerven, sagt sie dann ganz ehrlich und gerade heraus. Sie sprüht vor Lebensenergie und in jedem ihrer Sätze über ihre Töchter und ihren Mann höre ich die Liebe heraus. Weiterlesen

Und wie machst du das, Antje?

by Kaiserin

Zitat_und_Bild_Antje

Eine Hebamme, die sich mit behinderten Kindern, ihren Familien und deren Lebensrealität auskennt, die müsste es geben! dachte ich in der Schwangerschaft mit Kaiserin 2. Ich wünschte mir eine Begleitung während der Schwangerschaft und im Wochenbett, die Erfahrung mit der traumatischen Geburt eines behinderten Kindes hat und um die Belastungen und Freuden, die ein Familienleben mit einem behinderten Kind mit sich bringen, weiß. Dass es so eine Hebamme gibt – und sogar in unserer Stadt – habe ich erst sehr viel später erfahren. Antje ist genau diese Hebamme. Ich bin froh und glücklich, sie persönlich getroffen haben. Eine warme, offene, humorvolle und tiefsinnige Frau. Schaut euch ihre tolle Website an, lest ihre wunderbaren Antworten und fragt sie als Hebamme an. Ich jedenfalls würde sie mir sofort ins Wochenbett wünschen!

Weiterlesen

Und wie machst du das, Ella?

by Kaiserin

Zitat_und_Bild

Basteln und Handarbeit? Gehört beides nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Die Erzeugnisse finde ich zwar oft toll, aber die Geduld bei der Herstellung fehlt mir. Dennoch bin ich Fan von einem Blog, auf dem es genau darum geht. Das politische Handarbeitsblog nennt Ella ihr digitales Zuhause Ringelmiez. Ich lese jeden ihrer klugen Artikel und freue mich sehr, sie vor einigen Tagen auch endlich mal persönlich kennengelernt zu haben. Offline ist sie genau so sympathisch wie online, die Zeit verging wie im Flug. Was ich besonders schätze ist, dass wir im Gespräch nicht am Thema „unsere behinderten Kinder“ hängen bleiben, sondern es um ein breites Themenspektrum geht. Diese Frau hat viel zu sagen und ich höre ihr gern zu! Ich freue mich, sie heute auf meinem Blog vorzustellen: Weiterlesen

Und wie machst du das?

by Kaiserin

Muetter_SpecialNeedsEdition

Das echte Leben, alles, samt der Schwächen und Hindernisse, samt der Ecken, Kanten, Falten, Durchhänger, Wunden, Narben, Müdigkeiten, Nervenzusammenbrüche und was es sonst noch alles gibt: es hat mich immer mehr interessiert als die begradigten und behübschten Versionen, die man manchmal erzählt bekommt, von Zeitschriften, von Filmen, von Menschen, die man trifft, manchmal macht man sich ja auch selbst einiges vor – ich inklusive. Obwohl das echte Leben so viel spannender, rührender, komischer, bewundernswerter ist als seine Fassaden. (Okka Rohd) Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 45

by Kaiserin

Foto 5

Im Familienalltag kommt ein Wochenrückblick oft zu kurz. Hier nehme ich mir die Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Mit meinen Lieblingsbildern von Instagram und ein paar persönlichen Empfehlungen.

Lesenswert I: Schon ein etwas älterer Link, aber noch immer aktuell und lesenswert. Im Buch Far from the Tree (Weit vom Stamm – Wenn Kinder ganz anders als ihre Eltern sind) geht der Autor Andrew Salomon der Frage nach, wie es ist, ein außergewöhnliches Kind zu haben. Das Buch ist ein Plädoyer für Vielfalt und zeigt den Begriff der Inklusion in seiner ganzen Breite. Nido.de hat ein Interview mit dem Autor geführt.

Lesenswert II: Eine tolle und berührende Geschichte über Eizellen- und/oder Spermaspenden in der New York Times: It Was in Giving That Tey Received.

Lesenwert III: Ich jedenfalls würde meiner Tocher später, wenn sie erwachsen wird, gerne sagen können, dass ihre Worte wichtiger sind und mehr Aufmerksamkeit bekommen werden als ihr Aussehen. Würde ich diesen Satz heute einem jungen Mädchen mit auf den Weg geben, er wäre eine Lüge. Teresa Bücker hat einen Artikel für die ZEIT geschrieben zum Thema Selfies: Das nackte Selbst. Und für noch einen Artikel danke ich Teresa. Nämlich den, in dem sie fordert: Frauen, traut euch was! Sprecht öffentlich!

Weiterlesen