Filmtipp: Der Traum vom perfekten Kind

by Kaiserin

Die Pränataldiagnostik boomt. In der sensiblen Phase der Schwangerschaft stellt sie werdende Eltern vor viele Fragen, die wichtigste: Wie viel wollen wir über unser ungeborenes Kind wissen? und: Welches Leben ist lebenswert – welches nicht? Beim Findungsprozess der eigenen, persönlichen Antwort(en) werden die wenigsten Familien ausreichend unterstützt.

Im Film „Der Traum vom perfekten Kind“ zeigt Patrick Hünerfeld, dass dieser Traum eine Illusion ist. Nur vier Prozent der schweren Behinderungen in Deutschland sind angeboren – die meisten Behinderungen werden im Lauf des Lebens erworben. Dennoch wird werdenden Eltern das Gefühl suggeriert, schon in der Schwangerschaft alles dagegen tun zu müssen, ein behindertes Kind zu bekommen.

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Appell an den Mutterbauch

by Kaiserin

Ich kenne viele tolle Frauen. Sie sind beruflich erfolgreich, führen möglichst gleichberechtigte Partnerschaften, gehen begeistert Hobbys nach, machen sich Gedanken über die Welt und genießen bewusst ihr Leben. Jede ist anders als die andere – alle sind prima in ihrer Einzigartigkeit. Doch eine Parallele erkenne ich mittlerweile zwischen allen Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis: Sobald sie einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten, werden sie unsicher.

Die moderne Medizin stellt uns als werdende Eltern vor viele Fragen – auch schon in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, die von vielen Unsicherheiten begleitet werden. Bleibt das Kind? Welche Vorsorgeuntersuchungen lassen wir machen? Was wollen wir wissen? Wie gehen wir mit den Ergebnissen um? Es beginnt mit der Frage, ob die werdenden Eltern das Geschlecht des ungeborenen Kindes wissen möchten und endet mit der Entscheidung für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch bei negativen Diagnostikergebnissen. Die Frauen, die ich kenne, sind plötzlich nicht mehr so tough wie vorher, sondern verwandeln sich in verunsicherte Mädchen. Sie wollen alles richtig machen und verlieren sich und ihre innere Stimme dabei im Dickicht der vielen Meinungen, mit denen sie konfrontiert werden. Weiterlesen

Filmtipp: „Am Anfang“

by Kaiserin

Die Dokumentation „Am Anfang“ thematisiert die Möglichkeiten und die oftmals schmerzhaften Konsequenzen der Pränatalen Diagnostik. Der Film von der preisgekrönten Dokumentarfilmerin Josephine Links erzählt berührend die Geschichten von Familien, die zum Teil schwere Entscheidungen treffen mussten. Links trifft drei Paare, die sie nach ihren Erfahrungen in der Schwangerschaft befragt: Wie sind sie mit den Untersuchungsergebnissen der Pränataldiagnostik umgegangen? Wie entscheidet man, wenn nicht alles gut ist? Weiterlesen

Warum es toll ist, eine Mädchen-Mama zu sein

by Kaiserin

Gleich vorneweg: Es ist natürlich genau so toll, eine Jungen-Mama zu sein! Manchmal auch genau so nervig, genau so berührend, genau so ermüdend, genau so bewegend!

Das soll hier gar nicht zur Debatte stehen. Ich war mir ja bei beiden Schwangerschaften zu 100 Prozent sicher, dass es sich ein kleiner Kaiser in meinem Bauch gemütlich gemacht hat. Ich sah mich schon in der Basketball-Halle am Rand mitfiebern, Hosen flicken (okay, ehrlich: Hosen zum Flicken zum Schneider bringen), Matrosenhosen kaufen, auf Bäume klettern, Computerspiele zocken und alles, was noch das Klischee einer Jungen-Mama erfüllt.

Beim entscheidenden Ultraschall habe ich daher auch wirklich fassungslos verlangt, dass der Arzt „nochmal genau nachschaut“.

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