„Mama ist ein Superheld!“ – Superkräfte von Müttern behinderter Kinder

by Kaiserin

Mütter sind Superhelden! Das weiß jedes Kind.

Ihre Superheldenkräfte kommen schon zum Einsatz, bevor das Kind die Welt erblickt. Mit dickem Bauch watscheln werdende Mamas durch die Gegend, müssen sich – mindestens – die ersten drei Monate am laufenden Band übergeben und strahlen dabei wie ein frischer Pfirsich. Das wird zumindest erwartet, jedenfalls das Strahlen. Dann die Geburt: Wer schonmal dabei war, wie ein kleiner Mensch das Licht der Welt erblickt, dem muss ich nichts von Superhelden erzählen. Ohne die magischen Kräfte der Mütter wären Geburten gar nicht möglich. Dagegen ist an Häusern hochklettern ein Klacks.

Die Superheldenkräfte von Müttern werden immer wieder gebraucht: In durchwachten Nächten, beim Jonglieren mit Terminen, beim Zubettbringen der Kinder und tagsüber immer wieder zwischendurch bei allen Unwägbarkeiten des Lebens mit Kindern; es scheint, als hätten Mütter mindestens vier Paar Hände.

Ganz besonders wagemutige Superheldinnen sind Mütter behinderter Kinder. Weiterlesen

Kleine Superhelden

by Kaiserin

You never know how strong you are, until being strong is the only choice you have. 

Superhelden gibt es nicht nur in Filmen oder Büchern. Es gibt auch Menschen, die mit offensichtlicher körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung Superkräfte entwickeln. Damit meine ich nicht Fliegen oder durch Wände gehen. Ich meine Kräfte aufbringen, um Situationen durchzustehen, Schmerzen zu ertragen. Die größten Kräfte haben Kinder wie Kaiserin 1, die in den ersten drei Lebensjahren schon so viel operiert wurden, mit Medikamentengaben genervt und Entzüge von Betäubungsmitteln hinter sich haben. Nahrungssondenlegungen, zu frühe Extubationen, Re-Intubationen, lebensrettende Maßnahmen – das alles, was die Psyche der Eltern nicht so leicht schluckt und die Kinder hoffentlich wieder vergessen und sie nicht prägt. Im Krankenhaus habe ich so oft neben dem Krankenbett gesessen und mich gefragt, wie meine Tochter das jetzt schon wieder geschafft hat. Mit „das“ meine ich „Überleben“ – und dabei trotzdem den Lebensmut nicht zu verlieren. Weiterlesen