Die kaiserlichen Wochen // KW 23 & KW 24

by Kaiserin

In den vergangenen zwei Wochen habe ich wenig gelesen – stattdessen viel erlebt. Deshalb gibt es heute ein paar Links und viele Bilder. Aus Berlin, New York und drumherum.

Dieser kleine, tägliche, unspektakuläre Austausch ist für mich inzwischen so eine Art Werkzeug meines Denkens geworden, ein Tool, auf das ich nicht verzichten möchte. Denken funktioniert ja nicht im abgeschlossenen Gehirn einer isolierten Persönlichkeit, sondern im permanenten Austausch mit der Welt und mit anderen Leuten. Antje Schrupp hat aufgeschrieben, warum sie bloggt. Ich möchte das gern unterschreiben, genau so. Öffentliches Denken oder warum ich Zeugs ins Internet stelle

Über den bürokratischen Wahnsinn in Familien mit behinderten Kindern und die Forderung für einen zentralen Lotsendienst berichtete rbb online: Behindert vom Amt 

Wie funktioniert eigentlich Kommunikation, wenn Hör- und Sehsinn beeinträchtigt sind? Katharina Ludwig und ich haben für die taz darüber geschrieben: Von Hand zu Hand

Gelebte Inklusion stellt uns vor neue Fragen. Im Tagesspiegel denkt Maike Edda Raack über den Umgang mit behinderten Menschen nach und fragt: Warum sind wir nur so unsicher?

Frauen und Mädchen mit einer Behinderung werden deutlich öfter Opfer von psychischer, physicher und sexueller Gewalt. Das DLF-Magazin berichtet in einem Feature über Strategien dagegen. Auflehnen: Behinderte Frauen lernen Abwehr

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Die kaiserliche Woche // KW 22

by Kaiserin

Leben ist Kommunikation und andersherum. Die meisten Menschen kommunizieren mit Worten – gesprochen oder geschrieben. Zwischenmenschliche Verunsicherung entsteht, wenn Kommunikation auf diesem Weg nicht möglich ist. Bei Begegnungen mit taubblinden Menschen kann das der Fall sein. Kaum eine Behinderung wird mit so vielen Unsicherheiten und Befürchtungen assoziiert wie die Taubblindheit. Heiko Kunert hat für Leidmedien.de einen informativen Artikel über Menschen mit dieser Sinnesbehinderung – und das von ihnen gezeichnete Bild in den Medien – geschrieben: Taubblindheit: Die vergessene Behinderung in den Medien

Mein Kind ist so gut wie seine Gene? Ulrike Baureithel schreibt in der WOZ differenziert über das immer präsenter werdende Thema Pränataldiagnostik: Das gescreente Wunschkind als Konsumgut

Was wichtig ist? Freundschaft! Den Freunden im Elternleben widmet sich die neue Ausgabe vom Podcast Mutterskuchen. Von Freund_innen, die im besten Fall das ganze Leben begleiten, erzählt Anika Lindtner ganz wunderbar bei Kleinerdrei: Lebensgefährtinnen

Auch bei Kleinerdrei: Ein großartiger Text von Nicole von Horst zum Kita-Streik mit allen Hintergründen und der Realität zu Hause. Kind und Kitastreik

In Berlin-Kreuzberg sucht ein kleiner, feiner Kinderladen übrigens noch nach einem Kind für ihren Integrationsplatz. Alle Infos gibt es hier: Kinderladen MUKO Weiterlesen

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung oder: Ein ganz normaler Mittwoch

by Kaiserin

Heute ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Als Familie mit einem behinderten Kind ist für uns täglich der Tag der behinderten Menschen. Jeder Tag ein Feiertag – oder so ähnlich. Der Hintergrund dieses offiziellen Datums ist ein sinnvoller: Der Einsatz für die Würde, die Rechte und das Wohlergehen von Menschen mit Behinderung soll gefördert werden. In der Öffentlichkeit soll für die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung sensibilisiert werden. Auch mein Blog wurde aus diesem Bedürfnis heraus geboren. Ich möchte zeigen, dass das Leben mit der Geburt eines mehrfach behinderten Kindes nicht vorbei ist, möchte die Bereicherung meines Lebens durch meine behinderte Tochter darstellen, aber auch die vielen Stolpersteine nicht verschweigen.

Leben mit Behinderung – darum ging es auch die vergangenen zwei Tage beim Zukunftskongress der Aktion Mensch, #INKLUSION2025 in Berlin. Die Leitfrage in vielen spannenden Panels: „Wie wird Inklusion im Jahr 2025 aussehen?“ Was braucht es, um Inklusion zu leben? Bereichernd für mich waren vor allem die vielen kurzen und langen Gespräche, die sich zwischendurch ergaben: Mit (Online-)Aktivisten, Blogger_innen (zum Beispiel mit dieser oder diesem oder dieser), Referent_innen, anderen Eltern von Kindern mit Behinderung und mit Kindern von Eltern mit Behinderung. Weiterlesen

Die kaiserliche Woche // KW 47

by Kaiserin

Im Familienalltag kommt ein Wochenrückblick oft zu kurz. Hier nehme ich mir die Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Mit meinen Lieblingslinks, Bildern von Instagram und Worten von mir.

Lesenswert: War diese Woche wahnsinnig viel. Ich bin noch lange nicht durch damit, alles zu durchdenken. Den Anfang meiner wöchentlichen Lieblingstexte macht ein wunderbarer Streifzug durch die deutsche Grammatik und das Familienleben: Grammatik der modernen deutschen Familie. Übrigens ist das ein Text, der nicht den nordhessischen Literaturpreis gewann. Auf dem neuen Blog Wo die Angst ist, ist der Weg veröffentlicht Meike Büttner Texte, die sie bei Literaturwettbewerben einreichte – die dann aber nicht gewonnen haben, aus guten oder schlechten Gründen, wie sie selbst sagt. Das Blog ist noch ganz frisch, aber jetzt schon eine tolle Idee!

Was für behinderte Menschen gilt, gilt oft auch für nicht behinderte Menschen: Zieh so schnell es geht von zu Hause aus! ist nur einer der Tipps, die Raúl Krauthausen seinem 14-Jährigem Ich gibt. Zurück in die Zukunft ist mein Gute-Laune-Text der Woche. Weiterlesen