Die kaiserliche Woche // KW 27

by Kaiserin

Meine Mutter, anderen Enkel auf dem Schoß, guckt mich an: Kind auf der Hüfte, andere Hand am Handy und Stulle ungegessen auf dem Teller vor mir. Sie fragt: „Warum bekommt man, wenn man ein Kind kriegt, eigentlich keinen dritten Arm dazu?“ Stefanie Luxat ist seit neun Monaten Mama und hat ein paar ihrer Gedanken aufgeschrieben. Monat 9 als Mama. Ein paar Gedanken, Gefühle und gelegentliche Fragen

Die Hälfte ihrer Kindheit verbringen sie ohne mich. An Orten, die ich nicht kenne, mit Menschen, die ich noch nie getroffen habe, von denen ich nicht weiß, welchen Einfluss sie auf sie nehmen. Die Autorin Lisa Frieda Cossham hat zwei Kinder und schreibt in der SZ eine neue Kolumne. Ihr Auftakt-Text transportiert Gefühle, bis es weh tut. Teilzeit-Mutter

Herausforderung, Belastung, Bereicherung – Geschwisterbeziehungen sind vielfältig, gerade mit einem behinderten Geschwisterkind. 37 Grad hat zwei Familien begleitet: Wir gehören zusammen

Die größte Angst hatte ich davor, dass meine vorherigen Interessen in der Schwangerschaft unmerklich, aber unwiderruflich verschwänden, dass ein Vakuum entstehen könnte, welches im Umkehrschluss durch die totale Konzentration auf das Kind kompensiert werden müsste. Also spielte ich überzeugend die Rolle der Anti-Mutter. Mascha Jacobs schreibt über das Mutterschaftsgesetz und alles, was sich drumherum ändern muss. Wenn die Auster zweimal klemmt

Anke Helle ist die stellvertretende Chefredakteurin des Familienmagazins NIDO und hat bei Was machen die da? ein ausführliches Interview über ihre Arbeit, Inklusion im Heft und den Begriff Familie gegeben: Genauso finde ich auch, dass wir behinderte Kinder mit in den Familien haben sollen. Wir haben jetzt eine Strecke im Heft, eine Modestrecke … man sieht es nicht sofort, aber ein Kind ist schwerbehindert. Da haben wir kurz überlegt, ob wir es irgendwo reinschreiben, aber warum sollten wir das tun? „Übrigens, das eine Kind ist behindert“? Nee. Das ist halt Teil der Familie, da soll es ganz selbstverständlich mit drin sein. Interview mit Anke Helle

Gleiche Rechte für alle – darum geht es bei der aktuellen Petition für ein gutes Teilhabegesetz. Aktuell dürfen behinderte Menschen mit Assistenzbedarf nicht mehr als 2.600 Euro ansparen und nicht mehr als den doppelten Arbeitslosengeld II-Satz verdienen. Jeder weitere Cent geht für die eigene Assistenz drauf – die ja da ist, damit behinderten Menschen die gesellschaftliche Teilhabe überhaupt möglich ist. Deshalb bitte alle unterzeichnen: Für ein gutes Teilhabegesetz

Diese Stunden, wenn Du die Vögel hörst. Juna hat eine Ode an Berlin im Sommer geschrieben.  Eine Stadt der Ruhe
Und während alle über die Hitze stöhnen, ist Juna dankbar für die Erinnerungen an ihre Kindheit. An diesen heißen Sommertagen wie heute aber kommt das kleine Mädchen wieder, unbefangen und wild, bereit, es mit der Welt aufzunehmen. 38°C

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Filmtipp: „Jetzt mal ehrlich – Behinderte in der Armutsfalle“

by Kaiserin

Amelie ist 16 Jahre alt und kam mit dem Down-Syndrom zur Welt. Ihr beruflicher Weg scheint festgelegt: Sie wird in einer Behindertenwerkstatt arbeiten, wenig Geld verdienen, vielleicht ein Taschengeld von 200 Euro für sich haben. Dass sie als behinderter Mensch nicht mehr als 2.600 Euro ansparen darf, bereitet ihrer Mutter jetzt schon Bauchschmerzen. Warum darf Amelie sich später nicht mal einen Urlaub gönnen, oder ein neues Bett? Eben alles, was ihre nicht behinderten Geschwister sich auch leisten können. Weiterlesen