– Ein anonymisierter Gastbeitrag.
Wenn behinderte und chronisch kranke Kinder größer werden und anfangen, ihre eigene Welt wahrzunehmen, und wenn einige von ihnen Worte für Gefühle und Erfahrungen finden, die sie bisher nur begrenzt ausdrücken konnten, dann beginnt für uns pflegende Eltern ein neues Kapitel. Eines, das in keinen Elternratgeber beschrieben wird. Roh. Ungefiltert aber irgendwie advanced.
Diese Woche habe ich mein 8-jähriges Kind durch einen langen Tag mit Fachärzt*innen begleitet. Fast alle Disziplinen, die mit ihrer Grunderkrankungen zu tun haben, an einem Tag. Zwei Tage später eine weitere lange Untersuchung – und eine neue Diagnose für die lange Liste.
Ich weiß, dass diese Kontrollen dazugehören. Ich weiß und schätze auch, dass jede*r dieser Ärzt*innen kompetent in seinem*ihrem Fachgebiet ist. Und genau das ist manchmal das Problem: Jede*r sieht seinen Ausschnitt – aber ich trage das Ganze.
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