Die Sommerreihe: Ferien mit behindertem Kind – Sich getragen fühlen

by Bárbara Zimmermann

Es gibt zwei Dinge, die mich richtig glücklich machen, und ich nutze jede Gelegenheit, um sie zu kriegen. Ich war bis jetzt sogar bereit, einen hohen Preis dafür zu zahlen, wenn das nötig war – so wie diesen Sommer. Damit meine ich nicht, dass ich höhere Geldpreise zahle, , sondern vielmehr, dass ich mehr Aufwand im Alltag betreiben muss. Sonne und Meereswasser auf der Haut zaubern mir ein richtiges Glücksgefühl! (Ja, ich weiß, dass ich nicht unbedingt das richtige Land als Wohnort mir dafür ausgesucht habe, aber gut, das ist ein anderes Thema.)

In diesem Sommer verbrachten wir zehn Tage auf einem Campingplatz auf Fehmarn an der Ostsee. Wir hatten einen Stellplatz mit Meeresblick und das war traumhaft! Das Wetter hat gut mitgespielt und wir waren mit  super lieben Freund*innen, die ebenfalls mit uns gezeltet haben. Wir waren viele: insgesamt zwölf Erwachsene plus sechzehn Kinder (!!!) und dann noch die tolle Überraschungsbegegnung mit der allerliebsten Sonja und ihrer Familie, die ein paar Tage nach uns dort ankamen. D.h. wir waren vierzehn Erwachsene plus neunzehn Kinder (!!!!!!). Keine Sorge, wir hingen nicht alle immer zusammen ab.

Ach, war die Bárbara glücklich!

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“Einfach” reisen: New York

by Mareice Kaiser

Februar 2015
Einladung in meiner Mailbox, ein paar Tage später im Briefkasten. Meine Freunde heiraten! In New York. Ich will da hin, ich muss da hin. Reicht das Geld? Knapp! Aber ich muss es machen. Die letzte Reise ist schon so lang her. Viel zu lang. Vor den Kindern. Meine Güte, wann war das? 2010? Vor fünf Jahren? Wirklich, viel zu lang her. Seitdem gab es Urlaub nur in Form von Ost- oder Nordsee. Immerhin. Die kleine Tochter ist abgestillt. Wenn nicht jetzt, wann dann?

März 2015
Überlegungen: Fliegen wir alle? Wie geht das mit Kaiserin 1? Sind acht Stunden Flug nicht Wahnsinn für sie? Sitzen kann sie so lange auf keinen Fall. Können wir sie dort hinlegen? Darf man eine Sauerstoff-Flasche eigentlich mit an Bord nehmen? Und was hätte Kaiserin 2 von New York? Den Flug nach Wien im vergangenen Jahr hat sie komplett durchgebrüllt. Können Kinder acht Stunden lang brüllen? Ich traue ihr alles zu.
Was haben wir davon, wenn wir beide Kinder dabei haben? Ohne den uns in den Nächten entlastenden Pflegedienst. Noch mehr Stress als sonst?
Ich kann auch alleine fliegen, bietet der Mann an. Wie ist es für die Kinder am besten? Bleiben sie in der normalen Umgebung, oder sollen sie lieber auch etwas erleben? Freundinnen raten Unterschiedliches. Eine Woche bei den Großeltern, vielleicht? Kann das klappen? Weiterlesen